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Im Sportausschuss
Preußenstadion: CDU und Grüne stimmen für "Sportpark Berg Fidel"

Das Preußenstadion im Sommer 2013. (Foto: Schulte)
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Münster – Am Dienstag beherrschten andere Meldungen die Diskussion um den SC Preußen Münster. Eher unbeobachtet verlief die Debatte um den Ausbau des Preußenstadions. Dabei nimmt der lange überfällige Bebauungsplan endlich seinen Weg. 

Der Sportausschuss des Rates hat am Dienstag (fast) unbeobachtet das Thema "Sportpark Berg Fidel" behandelt. Genauer: den Bebauungsplan für den künftigen Sportpark. Seit Anfang des Monats befindet sich der längst überfällige Prozess auf der Zielgeraden. Anfang Juli soll der Rat der Stadt Münster dem neuen Bebauungsplan endlich Rechtskraft verleihen (westline berichtete).

Und nach der Sitzung des Sportausschusses sieht es auch so aus, als würde das klappen. Am Dienstag stimmten CDU und Grüne für den Bebauungsplan - mit dieser Ratsmehrheit wird der Bebauungsplan dann wohl auch im Rat durchgehen. 

Vereinspräsident Christoph Strässer verfolgte am Dienstag die Sitzung persönlich. Er sah, wie sich die SPD mit Piraten, FDP und Linken der Stimme enthielt. Dem Vernehmen nach gibt es zwar eine grundsätzliche Bereitschaft, den Bebauungsplan am Ende zu verabschieden. Die Stimmenthaltung zeigt aber, wo die "Realitäts-Grenze" im Rat verläuft. 

CDU und Grüne vertreten (bisher nicht verändert) die Haltung, mit dem "alten Präsidium" sei ein Plan für die Stadionsanierung an der Hammer Straße besprochen und vereinbart gewesen. Dass sich der Verein seitdem vollständig neu aufgestellt hat und Neubaupläne verfolgt, hat nicht zu einer anderen Haltung geführt. Offiziell steht nach wie vor die Forderung der Ratsmehrheit im Raum, der SC Preußen müsse sich zum Standort Hammer Straße bekennen, ehe dann konkrete Umbaupläne entwickelt würden.

Der Bebauungsplan wird aber trotz dieses enormen Widerspruchs zwischen politischem und sportlichem Willen von den übrigen Parteien nicht blockiert - im Wissen darum, dass jeder Umbau an der Hammer Straße besser wäre als der Status Quo. Nur konnten sich die übrigen Ratsvertreter nicht zu einem "Ja" durchringen, weil nun einmal der SC Preußen völlig andere Pläne verfolgt. 

Allen Ungereimtheiten zum Trotz stellte die Verwaltung am Dienstag noch einmal die möglichen Umbauten vor - für ein vollüberdachtes Stadion mit einer maximalen Kapazität von 20.000 Zuschauern. An dieser Zahl wird derzeit offenbar auch nicht gerüttelt, obschon noch Fragen dazu offen wären. Ist der Bebauungsplan erst einmal offiziell in Kraft, ist diese Zahl festgeschrieben und könnte erst durch einen erneuten Prüf- und Planungsprozess verändert werden. Auch so ein Problem, das im Hintergrund mitschwingt. 

Die Verwaltung betonte am Dienstag noch einmal, dass der Beschluss des Bebauungsplanes zunächst nicht "schädlich" sei. Die Stadt dürfe den Bebauungsplan beschließen, auch wenn dessen Ziele nicht sofort umgesetzt würden. Kosten fallen ja nach dem möglichen Ratsbeschluss nicht an. Es wird nur Planungsrecht geschaffen. Über diese Frage gab es in der Vergangenheit auch schon einmal Unsichert. Stadtbaurat Robin Denstorff hatte westline gegenüber aber schon im Februar betont, dass es hier wohl keine Probleme geben werde. 

Stadionmiete wieder ein Thema

Unterdessen haben die "Westfälischen Nachrichten" einen Bericht des Münster-Blogs "Die Wiedertäufer" aufgegriffen. Darin geht es um die Frage, ob die Stadt Münster von der SC Preußen Münster GmbH & Co. KGaA eine Stadionmiete verlangen darf. 

Das Thema ist eigentlich ein altes. Schon im Zuge des Sanierungsprogramms hatte der Rat der Stadtverwaltung die Überarbeitung des Überlassungsvertrages aufgetragen. Passiert war in der Folge aber nichts. Nach wie vor gilt der alte Vertrag zwischen Stadt und Klub. Jährlich rund 168.000 Euro erhält der Verein und muss dafür im Gegenzug die normale Instandhaltung selbst übernehmen. Was nach den Zahlen des Klubs gelegentlich ein Minusgeschäft war. 

Eine Stadionmiete war schon länger im Gespräch, jetzt wurde das Thema erneut aktuell, weil sich die Gesellschaftsform des Klubs verändert hat und die Bezirksregierung mit einer gewissen Skepsis betrachtet, wie eine Kapitalgesellschaft in möglicherweise unzulässiger Weise "gefördert" oder bevorteilt wird. Die Bewertung darüber ist aber noch nicht abgeschlossen. 

Und, wie die "WN" berichten, werde der Status Quo in jedem Fall bis Mitte 2019 "geduldet". 

 


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