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Stadiondebatte
Preußenstadion: CDU will "bald Bagger sehen" und sieht Parteienstreit "beendet"

(Foto: Schulte)
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Münster – Nun kann es ja weitergehen in Sachen Preußenstadion. Nachdem sich der SC Preußen Münster und die Stadt Münster am Freitag auf die Sanierung des alten Stadions geeinigt haben, will die CDU nun "bald Bager sehen". 

Nach Jahren teils mühseliger Diskussionen rund um die Sanierung oder den Umbau des Städtischen Stadions an der Hammer Straße muss die derzeitige Tonlage überraschen. Friede, Freude, Eierkuchen. Unisono lobten die Beteiligten die jetzt erreichte Lösung. Ganz so, als hätte es die vergangenen zwei Jahre und die großen Neubaupläne gar nicht gegeben. 

Vermutlich gehört die nun allenorts verbreitete Freude über den "historischen" Schritt zur gemeinsamen Verabredung, aber wenn es dem Ziel hilft, kann das ja nicht schädlich sein. 

Am Dienstag meldete sich die CDU-Ratsfraktion mit der nächsten Pressemitteilung. "Die großen Projekte in Münster laufen", so heißt es darin mit Verweis auf den Umbau der Kasernenflächen in Münster, aber auch mit Blick auf das Stadion. Gut, nicht alle großen Projekte laufen, Stichwort Hafen-Center. Aber das ist ein anderes Thema. 

In der CDU-Mitteilungb heißt es weiter: "Ziel sei es, den Umbau des Stadions so schnell wie möglich seriös voranzubringen. Die gute Atmosphäre zwischen Stadt und Verein nannte (Oberbürgermeister Markus) Lewe dafür eine gute Voraussetzung."

Wie gesagt: Plötzlich herrscht überall gute Atmosphäre. Preußen-Präsident Christoph Strässer sah man am Montagabend endlich mal wieder lachend unten am Spielfeldrand. Wenn denn alles so läuft, wie es der Oberbürgermeister am Freitag formuliert hatte, wäre das auch angebracht. 

So formuliert es die CDU: 

Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, „Tempo zu machen beim Preußen-Stadion“ und die vernünftige und machbare Lösung zügig gemeinsam umzusetzen. „Wir wollen bald die Bagger sehen“, hieß es in der Fraktion. Der parteipolitische Streit mit der SPD über das Stadion sei mit der Einigung zwischen Stadt und Preußen beendet. „Gut, dass wir uns nie zur Unzeit von der Spielstätte an der Hammer Straße verabschiedet haben“, sagte Stefan Weber. Ohne den von der CDU forcierten Bebauungsplan und die Bereitschaft zur Millioneninvestition stünde der Verein nach dem Scheitern seiner Bösenseller Stadionpläne mit leeren Händen da. Neben dem Spitzensport könne es an der Hammer Straße künftig auch ein modernisiertes Jugendleistungszentrum des Vereins geben.

Ob der Streit mit der SPD wirllich beendet ist, bleibt allerdings noch mit einem Fragezeichen versehen. Die SPD hält die Umbaupläne an der Hammer Straße unverändert für einen Fehler, wie sie noch vor wenigen Tagen erklärte. "Am Ende bleibt festzustellen: Es wird nicht nur mindestens doppelt so teuer wie ein Neubau für den städtischen Haushalt, sondern es wird auch kein neues Wohngebiet geben am alten Standort", so SPD-Fraktionschef Michael Jung

Vermutlich wird es Mitte Dezember im Rat dazu noch ein paar blumige Worte geben. 

Dabei ist die Erwartungshaltung - oder der Wunsch - an sich richtig: Dass sich die Ratsparteien zum Wohle des SC Preußen auf das gemeinsame Ziel eines modernen städtischen Stadions verpflichten. Denn im nun anstehenden Verfahren sind noch so unendlich viele Detailfragen zu klären: Wer bezahlt Parkdecks und Trainingsflächen? Wie schnell wird das Stadion insgesamt umgebaut, welcher Mietvertrag wird geschlossen, darf die Stadt Münster das Geld so verwenden, und, und, und. 

Sollte jede dieser Fragen Gegenstand ähnlicher Diskussionen wie in den vergangenen Jahren werden, so werden die Preußenfans noch lange im Regen stehen. 

 


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4Halle1823:16733
5U´haching1837:191831
6Münster1828:25329
7Wiesbaden1835:251027
8Rostock1826:27-126

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