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So geht es weiter
Preußenstadion: Volle Kraft voraus zur Hammer Straße

(Foto: Schulte)
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Münster – Seit einigen Monaten führt der SC Preußen Münster das Motto "Tradition mit Zukunft" im Namen. Das trifft nun besonders auf das alte Preußenstadion an der Hammer Straße zu. Dort könnte die Stadtpolitik in den kommenden zwei Jahren rund 20 Millionen Euro investieren - das ist der Plan.

Nach dem "Aus" der Stadionpläne in Bösensell geht beim SC Preußen Münster alles auf Anfang. Das Präsidium hatte sich ein, zwei Wochen Ruhe verordnet, um die Lage zu bewerten. Da Anfang Dezember die Mitgliederversammlung ansteht, ist davon auszugehen, dass in Kürze auch der weitere Weg des Klubs bekannt wird. 

Die Möglichkeiten sind überschaubar. Es sind im Grunde drei: Die Standortsuche außerhalb Münsters ist theoretisch noch offen, aber unrealistisch. Mit keiner anderen Gemeinde wurden bisher ernsthafte Gespräche geführt. Es sind auch keine Grundstücke sofort verfügbar - weder in Sprakel noch weiter draußen Richtung Greven. Zumal sich die Zustimmung der Anhänger mit jedem zusätzlichen Kilometer verringern dürfte. De facto ist das Thema Neubau außerhalb der Stadt tot.

Bliebe als zweiter Weg noch die Standortsuche innerhalb der Stadt. Die Stadtverwaltung hatte im vergangenen Jahr einige Standorte für einen Neubau ermittelt. Unter anderem ein Areal an der Halle Münsterland, Richtung Haverkamp, und das Gewerbegebiet in Amelsbüren. Grundsätzlich war auch die Steinfurter Straße ein Thema. Allerdings hat sich die Ratsmehrheit aus CDU und Grünen schon positioniert: Eine erneute Standortprüfung werde es nicht geben. Und für einige Flächen gibt es auch andere Pläne - beispielsweise einen neuen Stadtteil entlang der Steinfurter Straße. Nach Lage der Dinge bleibt dem SCP einzig die Nieberdingstraße als Perspektive. Die Fläche entlang der Umgehungsstraße ist bereits planerisch reserviert, allerdings nur als Fernziel zu sehen. Vor Ende des kommenden Jahrzehnts wird das angesichts langfristiger Mietverträge nichts mit einem Neubau. Ohnehin wäre an dem Standort lediglich ein reines Stadion denkbar - also keine Trainingsplätze oder ähnliches.

Letzte Ausfahrt Hammer Straße

Es bleibt als einzige realistische Variante die Hammer Straße. Alles deutet darauf hin, dass der SCP diese Option nun auch so sieht und mit voller Kraft das Thema Stadionumbau an der Hammer Straße angeht. Und dazu gibt es ja nun mehr als nur Absichtserklärungen. 

Die Haushaltsberatungen zwischen den Fraktionen sind nämlich abgeschlossen. Und nach westline-Informationen werden CDU und Gründe für 2019 und 2020 jeweils 10 Millionen Euro einstellen, die tatsächlich für den reinen Bau drei neuer Tribünen gedacht sind. Insgesamt also 20 Millionen Euro. Dem Vernehmen nach ist der Politik durchaus bewusst, dass der Gesamtpreis für ein umgebautes Stadion auch erheblich höher ausfallen könnte. 

Um den genauen Weg, Umfang und Zeitplan des Stadionumbaus zu ermitteln, müssten zeitnah die bereits eingestellten 250.000 Euro für Planungskosten freigegeben werden. Die waren bereits für 2018 im Haushalt verankert worden - wie üblich mit dem Sperrvermerk versehen. Gelder für den Bau von Trainingsplätzen oder Parkdecks müssten zusätzlich freigegeben werden. Wobei zum Stichwort Trainingsplätze auch noch die Frage zu behandeln ist, ob und wie die benachbarten Flächen des ESV Münster doch mit einbezogen werden können. 

Wie auch immer: In 2019 werden sicher keine Bagger im Stadion rollen. Der Auftrag ist komplex und mit vielen Rechtsunsicherheiten belegt. Darf die Stadt Münster dem SC Preußen Münster überhaupt derartige "Kredite" geben? Wer wird Bauherr? Muss die Stadt Münster das ganze Projekt international ausschreiben oder überträgt sie den Umbau als Erbpacht-Lösung dem SCP? Das alles wird noch reichlich Zeit in Anspruch nehmen, aber der Weg ist immerhin vorgezeichnet. 

In jedem Fall wird einer der ersten Maßnahmen sein, mit dem SC Preußen Münster einen genauen Plan des künftigen Stadions zu erstellen, dann die Gesamtkosten zu ermitteln und auf dieser Grundlage einen Nutzungsvertrag neu verhandeln. Der muss dann ligaabhängig gestaffelt werden oder aber für den SCP zumindest in den drei Profiligen realistisch sein. Offenbar haben sich Stadtspitze und Klub bereits auf ein Gespräch Ende dieser Woche vereinbart. 

Vom SC Preußen fehlt also noch das klare Signal, die Hammer Straße als Spielstätte zu nutzen. Das wäre dann das "klare Bekenntnis", das CDU und Grüne in den vergangenen anderthalb Jahren stets zur Bedingung gemacht hatten und zu dem sich der SCP nun wohl gezwungen sieht. 

 


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19. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Halle1823:16733
5U´haching1837:191831
6Münster1828:25329
7Wiesbaden1835:251027
8Rostock1826:27-126

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