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"Das ist schon enttäuschend"
Rückkehr des Kapitäns: Simon Scherder grätscht ins Leere

Kapitän Simon Scherder wieder an Bord. (Foto: Schulte)
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Münster – Dreimal in Folge musste Preußens Kapitän Simon Scherder zuletzt von der Bank zuschauen. Am Samstag gegen Halle kehrte er in die Startelf zurück - und bekam gleich die ganze Härte des Spiels zu spüren. 

Als Kapitän und Abwehrstratege war Simon Scherder von Saisonbeginn an gesetzt. Aber es ist noch nicht ganz die Spielzeit des 25-Jährigen. Zwei Gelb-Rote Karten brachten ihn im September etwas aus dem Tritt. Die Umstellung des SCP auf eine Dreierkette half ihm auch nicht. 

Seit dem 3:0 gegen Wehen Wiesbaden bekam Scherder nur noch überschaubare Einsatzzeiten, zuletzt saß er dreimal in Folge nur noch auf der Bank. Harte Zeiten für Scherder, der in der vergangenen Saison so stark aufspielte. "Seit ich geahnt habe, dass ich spielen könnte, habe ich mich vorbereitet", so Scherder nach Abpfiff. "Wenn man endlich wieder auf dem Platz steht, ist das natürlich überragend."

Nun: Überragend lief das Spiel dann nicht gerade. Scherder ersetzte den zuletzt so überzeugenden Ole Kittner und stand ziemlich schnell unter Druck. "Wir haben anfangs die Zweikämpfe nicht geholt, hatten kaum Zugriff. Wir haben Halle einfach zu viele Räume gelassen." 

Der gegenseitige Respekt war beiden Teams in der Anfangsphase durchaus anzumerken. Aber Halle übernahm dann die Kontrolle, vor allem über die rechte Seite, wo Moritz Heinrich gegen den schnellen Manu einfach kein Land sah. Auch nicht in der 15. Minute, die wohl vorentscheidend war. 

Wieder war Manu rechts durch und Simon Scherders Klärungsversuch an der Seitenlinie endete katastrophal. Die Grätsche kam zu spät, Manu sprang glatt drüber weg - und war dann frei durch, ehe er glänzend das 1:0 durch Ajani vorbereitete. "Ich hatte bei dem Einsatz eigentlich ein gutes Gefühl", so Scherder. "Ich dachte, ich bin in der Position, in der ich den Ball klären kann." Die Einschätzung erwies sich als falsch und Halle führte. "Wenn ich einfach mitlaufe, kriege ich den Ball vielleicht noch", rätselte Scherder später. Zu spät.

Trainer Marco Antwerpen war nicht glücklich mit dieser Szene. "Er ist unser zentraler Mann, er darf da nicht an die Seitenlinie gehen." Die Folge? Aus der Dreierkette mussten Jannik Borgmann und Lion Schweers schnell auf Manus Seite verschieben und öffneten in der Mitte genau den Raum, in dem Ajani frei zum Abschluss kam. Fehlerkette statt Dreierkette... 

"Mit dem 0:1 kam natürlich ein Bruch ins Spiel", gab Scherder später zu. Das war deutlich zu spüren. Halle bekam richtig Aufwind, Münster fand nicht mehr ins Spiel. Und verfiel leider in das alte Muster: Anstatt wenigstens das 0:1 in die Pause zu retten, lagen die Adler schon kurz danach mit 0:2 hinten. "Wir kassieren in solchen Spielen eben immer wieder das zweite Gegentor, das wird dann einfach schwer."

So war es gegen Jena, in Osnabrück, in Aalen, in Großaspach und jetzt gegen Halle. Fünf Niederlagen, in denen die Preußen zur Pause stets mit 0:2 zurücklagen. Die Wettquoten auf Punkterfolge nach solchen Halbzeitständen wären gruselig. Zu mehr als Anschlusstoren reichte es dann nie - anders gesagt: Liegt der Gegner mit zwei Toren vorn, hat der SCP schon verloren. 

Marco Antwerpen: "Entscheidend war das 0:1, da bist du raus. Mir fehlt da auch ein bisschen die Initiative der Mannschaft, selbst zu reagieren. Zu schauen, was gerade nicht passt." Etwas mehr Eigenverantwortung und Reaktion also. "Aber das hat nicht geklappt."

Den "Störfaktor" Manu konnte der SCP erst in der zweiten Halbzeit einigermaßen minimieren. Aber da war es eben schon zu spät. "Wir hatten Manu eher auf der anderen Seite erwartet. Aber dann hat ihn der Kollege Ziegner wohl auf rechts gestellt." Mit Moritz Heinrich als mutmaßlicher Schwachstelle, was auch Antwerpen nicht in Abrede stellte. Allerdings: "Moritz Heinrich hat das auch schon mal besser verteidigt." Es passte eben in dieses Spiel. 

Kapitän Simon Scherder nahm den Mitspieler auch etwas aus der Kritik. "Der Manu darf ja diese Bälle auf die Seite gar nicht erst bekommen." Man hätte besser dran sein müssen, "aber wir waren eben immer zu spät." 

In der zweiten Halbzeit war der SCP dann besser im Spiel. Eine Reaktion, die der SCP in dieser Saison schon einige Male gezeigt hat. Zuletzt in Großaspach. "Das 1:2 fiel leider erst spät und so richtig dicke Chancen hatten wir bis in die Schlussminuten nicht mehr", so Scherder nüchtern. 

Erst in den letzten Spielminuten wurde es wild. Erst hatte der SCP das übliche und bekannte Pech mit Schirientscheidungen. Und dann scheiterte René Klingenburg mit einem letzten Torschuss. Scherder: "So haben wir das verdient verloren aufgrund der ersten Halbzeit. Das ist schon enttäuschend."

Jetzt geht es nach Karlsruhe. "Das ist noch immer ein Spitzenspiel", sagt Scherder. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass der Kapitän nach Ole Kittners Rückkehr wieder auf der Bank landet. Oder der SCP reagiert mit einer Umstellung auf die Viererkette. Das wird die Trainingswoche zeigen. 

 

 

Kapitän Simon Scherder. (Foto: Schulte)

 


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Tabelle

19. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Halle1823:16733
5U´haching1837:191831
6Münster1828:25329
7Wiesbaden1835:251027
8Rostock1826:27-126

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