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Sechser bedient
Sandrino Braun: "Müssen uns irgendwie sammeln"

Sandrino Braun (Mitte) rauft sich die Haare. (Foto: Sebastian Sanders)
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Karlsruhe – Überall Entsetzen und blanke Ohnmacht nach dem 0:5 in Karlsruhe. Ein Spiel, das dem SCP im Gedächtnis bleiben wird, dabei fand Sandrino Braun später den richtigen Ansatz: "Eigentlich musst du das schnell abhaken." 

Für Sandrino Braun war der Auftritt im Wildparkstadion nicht der schönste Tage. Für keinen Preußen. Braun hatte unter Trainer Marco Antwerpen eine sagenhafte Entwicklung genommen. Einst von Horst Steffen nach Münster geholt, fand er lange keinen richtigen Platz im Team.

Erst Antwerpen setzte auf den stabilen Sechser und Braun gehört im Kalenderjahr 2018 zum unumstrittenen Stammpersonal. Der Trainer hatte allerdings schon im Sommer darauf verwiesen, dass Braun irgendwann auch mal überspielt sein könne - und im September war es soweit. Als der SCP seine erste kleine Niederlagenserie der Saison hinlegte (Osnabrück, Uerdingen, Aalen), sollte Braun mal eine Pause bekommen. 

Sein Problem: Der SCP festigte sich, die Dreierkette und das defensive Mittelfeld lieferten ab, für Braun war kein Platz mehr. Sieben Spiele verfolgte Braun nur von der Bank aus, gegen Braunschweig durfte er fünf Minuten ran. 

Nun, in Karlsruhe, rückte Braun vor eine Viererkette und machte mit den Kollegen seine Sache über 30 Minuten exzellent. Karlsruhe bekam keinerlei Gelegenheiten, die Preußen hatten das gut im Griff. Bis, nun ja, bis das Spiel den Adlern dank tatkräftiger Mithilfe des Schiedsrichters entglitt. 

"Eigentlich musst du das schnell abhaken", so Brauns Reaktion nach Abpfiff. "Die ersten zwei Entscheidungen gegen uns waren schon krass, das ist alles gegen uns gelaufen." Aus dem berühmten "Nichts" lag der SCP binnen Minuten in Unterzahl in Rückstand. "Dabei hatten wir stabil gestanden und es genau so gemacht, wie der Trainer es wollte. Und dann kriegst du so einen Elfmeter und die Karte. Das ist bitter."

 

Wie auch der vom Feld gestellte Abwehrchef Ole Kittner nahm Braun sein Team nicht von der Kritik aus. Denn so wie der Schiedsrichter das Spiel beeinflusste, so sehr ließ sich das Team beeinflussen. In Sekunden wurde aus einem konzentrierten Auftritt ein hektisches und nur noch emotionales Spiel. Der SCP verlor jeden Faden, agierte hektisch, wütend, verlor über die ganze Aufregung einfach völlig den Zugriff aufs Spiel. 

Trainer Antwerpen verteidigte die Mannschaft zwar ("Wir bringen ja die Hektik nicht rein. Wer ist denn für die Spielführung verantwortlich?"), doch Braun sah durchaus auch einen eigenen Beitrag des Teams. "Im Nachhinein kann man sagen, dass wir nach dem 0:1 und der Karte zu hektisch waren. Hinterher kannst du sagen, das war dumm. Aber was willst du machen?" Eine eher rhetorische Frage, natürlich. Aber eine, die Braun selbst doch noch beantwortete. "Dann musst du dich in der Kabine sammeln, um dich nicht ganz abschießen zu lassen." Das klappte nachweislich nicht; der SCP stand in der zweiten Hälfte nur noch höflich daneben, da ging wirklich rein gar nichts mehr. Karlsruhe durfte machen, was es wollte - und so ging die heftige Klatsche sportlich auch völlig in Ordnung.

Wie fast alle Preußenspieler, die sich nach Abpfiff den Fragen der mitgereisten Journalisten stellten, war auch Braun klar, was nun passieren müsse: "Wir müssen uns jetzt irgendwie sammeln. Wir wollen uns die Halbserie nicht kaputtmachen lassen in den letzten Spielen." Man wolle mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen. 

 

 


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