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Gregor Brinkschulte kommentiert
Die Preußen-Kolumne 210: Eine transparente Strategie muss her!

Nach der Saison ist vor der Saison... Zwar muss der SC Preußen noch einmal ran, aber die neue Spielzeit hat längst begonnen. Was jetzt gefragt ist, beantwortet unser Kolumnist Gregor Brinkschulte für sich selbst. Seine Ideen...

Die Saison ist schon vor dem letzten Spieltag gelaufen. Aber neben der Frustration bleibt, wenn man es mal ganz nüchtern sieht, auch frühe Planungssicherheit. Man muss nicht zweigleisig fahren, hat "dank" der verpassten DFB-Pokal-Qualifikation auch seine finanziellen Möglichkeiten schon zumindest grob umrissen. Jetzt schon muss die neue Saison beginnen. Und dafür gilt es jetzt endlich einmal klare und bewertbare Kriterien abzustecken.

Wie lautet die Strategie?

Soll Preußen Münster die Früchte seiner guten Jugendarbeit ernten und soll langfristig auf junge Spieler gesetzt werden? Dann muss auch ein ernsthaftes Scouting-System und die Nachwuchsförderung bewerkstelligt werden. Unter Umständen würde das natürlich auch zu Lasten der finanziellen Möglichkeiten für die erste Mannschaft gehen. Ab der zweiten Liga wäre ein Nachwuchsleistungszentrum aber ohnehin Pflicht. Mit einem stimmigen Gesamtkonzept und erhöhter Durchlässigkeit könnte dies langfristig gewinnbringend sein.

Wahrscheinlich hieße das aber auch, dass man nicht mit voller Kraft den zeitnahen Aufstieg anpeilen kann. Entsprechend dieser Maßgabe müssten auch Spieler verpflichtet bzw. Verträge des aktuellen Kaders verlängert werden. Neben Kara und Bischoff, die dann die alten Hasen des Teams sein könnten, dürften nicht mehr viele Routiniers kommen.

Welches System soll gespielt werden?

Abhängig von den Verpflichtungen muss auch ein System aufgebaut werden, das für alle Spieler klar ist. Es kann nicht sein, dass weiterhin auf Strafraumstürmer und Flanken gesetzt wird, aber die Stürmer sich im Mittelfeld den Ball holen und Außenspieler flanken hinters Tor schlagen. Da verlangt es nach Transparenz und Stimmigkeit. Das Kollektiv schlägt hierbei eindeutig klangvolle Namen von Solospielern.

Dazu passend auch: Geht es darum, die Zuschauer mitzureißen, um attraktiven Fußball zu zeigen, oder darf auch einfach nur geschickt gemauert werden, wenn es dann vielleicht zu einem 1:0 reicht. In der Vergangenheit gab es dazu widersprüchliche Äußerungen. Herr Fascher kann ein Lied davon singen... Derzeit spielt man mit viel Ballbesitz, als wollte man die Sache spielerisch lösen, hat aber keine Kreativität. So kann es definitiv nicht weitergehen.

Qualitätskontrolle

Anhand der verbindlich gesteckten Maßgaben - wie auch immer sie dann aussehen mögen - muss Woche für Woche ab der Transferphase über die gesamte Saison der Weg bewertet werden. Jeder im Verein muss sich an diesen Maßgaben messen lassen. Wer nicht mitzieht, muss sich entweder wieder an das Konzept anpassen oder erkennen, dass er aktuelle nicht der Richtige ist. Nur so kann ein eindeutiger Weg beschritten werden. Meiner Meinung nach ist das alles mit einem sportlichen Leiter um einiges einfacher.

Aber ich meine, dass es auch ohne ihn geht, wenn denn wirklich allen Personen klar ist, wer wofür zuständig ist und vor allem, was das Gesamtkonzept dahinter ist. Das wünsche ich mir als Konsequenz aus der Saison und unabhängig von personellen Fragen hinsichtlich des Trainers oder der sportlichen Leitung. Nach der Festlegung einer solchen Vereinsstrategie würde auch die Bewertung der Arbeit der Verantwortlichen in Zukunft eindeutiger ausfallen.


Der Autor: Gregor Brinkschulte

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Datum Spiel  
Mi, 10.10. SV Rödinghausen - SCP
Westfalenpokal
19.00

Tabelle

9. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Halle810:7313
6Karlsruhe88:6213
7Münster812:12012
8TSV 1860816:10611
9F. Köln811:11011

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