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Der Kapitän wieder stärker
Simon Scherder: "Links fühle ich mich wohler..."

Simon Scherder. (Foto: Schulte)
Simon Scherder. (Foto: Schulte)
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Münster – Wenn der SC Preußen Münster am Samstag in Jena aufläuft, dann ist das nicht nur für das Team ein "Neustart". Auch für den Kapitän beginnt ein neues Jahr, ein neuer Anlauf. Zurück auf einer alten Position mit einer veränderten Rolle. 

Man tut Simon Scherder sicher kein Unrecht, wenn man ihm eine leicht durchwachsene Hinrunde bescheinigt. Es ging alles alles ganz gut los: Vier Spiele, drei Siege. Simon Scherder lieferte routinierte Partien in der Innenverteidigung ab. Mit dem verkorsten Derby in Osnabrück begann Ende August eine eher maue Phase. 

Die Preußen verloren mit 0:3, Scherder flog mit Gelb-Rot (Handspiel) vom Platz. Die Karte war nicht nur sein persönliches Pech, sondern besiegelte "dank" des Elfmeter-Tores auch die endgültige Niederlage an der Bremer Brücke. Die Heimpleite gegen Uerdingen verpasst er, kehrte ausgerechnet beim desaströsen 1:4 in Aalen zurück. Und sah im folgenden Heimspiel gegen Cottbus direkt die nächste Gelb-Rote Karte. Das war's mit dem Stammplatz. 

Der Kapitän rückte raus und wurde zur Halbtagskraft. Bis zur Winterpause stand Scherder in nur zwei Spielen über 90 Minuten auf dem Feld - weil Ole Kittner fehlte. Und beide Spiele verlor der SCP. Nicht wegen Scherder, aber auch wegen individueller Fehler, die man beim Kapitän so gar nicht kannte. 

Nein, es war keine ideale Hinserie für das 25 Jahre alte Urgestein. Und die Fans verfolgten die Entwicklung des Publikumslieblings mit Sorgen. Da passte es ins Bild, dass auch der Trainer erst das Fehlen von Ole Kittner als Abwehrorganisator bedauerte und dann kurz vor dem Jahreswechselt ungewohnt offen die Fehler des Kapitäns ansprach. 

Das ist jetzt abgehakt. Die Winterpause kam zu spät, war aber wichtig. Auch Simon Scherder schaltete mal kräftig ab, ließ den Fußball für zwei Wochen außen vor. Einfach alles abschütteln. "Ich schleppe das nicht mehr mit mir rum", so seine Ansage vor der Abfahrt nach Jena. "Ich glaube, auch die anderen Jungs konnten die Negativserie im Dezember abhaken." 

Was der Trainer "Reset" nannte, fühlt sich auch für Scherder ähnlich an. "Fußball macht immer Bock. Es geht jetzt wieder richtig um die Wurst." Die Winterpause sei zwar kurz gewesen, aber irgendwie angenehmer, weil es "direkt weitergeht." Scherder gespannt: "Ich freue mich und die anderen Jungs sind auch heiß." 

Also dann... 

 

Rückkehr nach links

Für Scherder brachte die Winterpause ja auch eine Art "Rückkehr". Als Kittner-Ersatz in der Zentrale war es ihm nicht gelungen, für defensive Stabilität zu sorgen. So hatte er selbst das kritisch angemerkt. Jetzt spielt er mit Kittner gemeinsam. Der Münsteraner zentral, Scherder links. "Die Position liegt mir irgendwie besser als zentral. Ich habe den Eindruck, dass ich mich da wohler fühle und ich weiß besser, was ich machen muss." 

Schon in der vergangenen Saison war Scherder auf die Seite gerückt und ebenfalls zu Saisonbeginn, als die Preußen noch mit der Viererkette gestartet waren. 

In den Testspielen in Leverkusen und gegen Köln war Scherder also wieder links im Einsatz. "Auch wenn ich da häufiger mal einen langen Ball mit links schießen muss...", so Scherder grinsend. Nicht gerade sein bester Fuß. "Aber ich habe da mit Ole und Niklas (Heidemann) ja auch zwei Leute an der Seite, die mich unterstützen." 

Da wäre die alte "Combo" wieder vereint. Menig auf rechts, Heidemann auf links und defensiv das Trio Schweers, Kittner und Scherder. 

Natürlich trug auch die Verletzung von Jannik Borgmann dazu bei, der zuletzt die linke Seite bearbeitet hatte, derzeit aber noch nicht wieder einsatzbereit ist. Dass es noch Steigerungsbedarf gibt, ist allen klar. "Wir haben auch in den beiden Testspielen Gegentore kassiert, die viel zu einfach waren." 

Man müsse da jetzt einfach konzentriert sein, "lange die Null halten". Denn die Qualität für einen entscheidenden Konter, ein Tor, besitzt der SCP ja allemal. Nur eben nicht, wenn die Mannschaft dann schon wieder einem Rückstand hinterherläuft. Denn das war ja so etwas wie der Fluch im Herbst. Ständig lag der SCP hinten, gerne dann auch direkt mit zwei Tore. Das kostet Kraft - physisch wie mental. "Also: Nicht nach 10 Minuten ein Gegentor fangen", so Scherders simple Vorgabe. 

Vorgenommen hat sich das Team jedenfalls etwas. "Wir wollen alle erfolgreich in die Restrunde starten, da täte ein Sieg ganz gut." Ob es dann für Scherder tatsächlich zu einem Startelf-Einsatz in Jena reicht, wird er erst am Samstagmorgen erfahren. "Aber es würde mich schon überraschen, wenn nicht..."

Tabelle

35. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Wiesbaden3464:451958
5Rostock3443:43049
6Münster3442:40248
7Zwickau3440:38246
8Würzburg3446:41545

 


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