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Chance genutzt
Stürmertalent Cyrill Akono winkt ein Startelf-Einsatz

"Jubel" nach der Führung. Testspiel eben. (Foto: Schulte)
(Foto: Schulte)
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Münster – Vier Einsätze in der 3. Liga hat Preußens Nachwuchsstürmer Cyrill Akono bisher eingefahren. Sämtlich unter Trainer Marco Antwerpen. Jetzt winkt dem 18-Jährigen sogar ein Startelf-Platz bei der Partie in Jena. 

Cyrill Akono, 18 Jahre alter Nachwuchsstürmer des SCP, hat seine Chance in der Winterpause gut genutzt. Zwei Spiele machte er - und zeigte beim 2:4 in Leverkusen einen beweglichen Einsatz wie auch beim Spiel gegen Fortuna Köln. Vor allem aber traf er zweimal. Vom Trainer Marco Antwerpen gab es dafür ein Extralob. "Wir machen Vorgaben, was vorne zu erledigen ist. Akono hält die Bälle, verteilt die Bälle. Wenn er das umsetzt und noch zwei Tore macht, hat er nicht viel falsch gemacht", so Antwerpen. 

Schon nach dem Leverkusen-Spiel hatte der Trainer dem Youngster Hoffnungen auf einen Kaderplatz und einen Einsatz in Jena gemacht. Das Lob für Akono  und die Einsatzzeiten für den jungen Stürmer waren zuletzt auch ein Zeichen für Rufat Dadashov. Der etatmäßige Stürmer hatte zum Jahresende mit einer Oberschenkel-Verletzung gefehlt, sein 90-Minuten-Einsatz gegen Köln vor der Winterpause kam spürbar zu früh. Folgerichtig hängt Dadashov etwas hinterher, was Antwerpen nach dem Testspiel am Samstag in anderen Worten formulierte. Dadashov müsse sich "durch gute Trainingsleistungen wieder anbieten". 

Also Akono. Den jungen Preußen sollte man indes nicht mit Erwartungen überfrachten. Aber zu den angenehmen Eigenschaften des 18-Jährigen gehört eine gewisse Gemütsruhe. Der Stürmer fiel bisher nicht durch plötzliche Eigenwilligkeiten auf. Die beiden Testspiele hakte er als kleinen Erfolg ab. "Im Moment läuft es ganz gut bei mir. Ich bin deshalb froh über jede Minute, die ich spielen darf", so Akono nach der Partie gegen Köln. "Es kann aber noch viel passieren bis Jena. Ich muss weiter Gas geben und hoffen, dass es reicht." 

Dabei war ja auch Akono zum Jahresende angeschlagen. Die meisten Partien ab Ende November verpasste er mit einer Muskelverletzung. Seine Genesung ging etwas schneller als erwartet vonstatten, aber in den beiden Partien gegen Zwickau und Köln durfte er noch aussetzen. 

Jetzt ist er wieder da. "Ich bin fit", sagt er. "Es macht gerade Spaß, wieder zu spielen. Und die Vorgaben des Trainers sind klar. Er war ja selbst Stürmer und gibt mir Tipps. Das ist wichtig."

Aber auch das Team habe ihn prima aufgenommen, so Akono. "Für junge Spieler wie mich ist es einfacher, wenn die Mannschaft dich unterstützt." 

 

Sein Treffer gegen Köln fiel überraschend, aber nicht zufällig. Das Ligaspiel gegen Fortuna hatte Akono von der Tribüne verfolgt. Sein besonderes Augenmerk hatte dort schon dem gegnerischen Torwart gegolten. Als Stürmer "schaut man sich die Gegenspieler ja immer an." Und im Testspiel könne man dann erst recht probieren, was möglich sei.

"Wir wollten den Torwart ohnehin pressen. Schon bei den ersten Abschlägen haben wir gemerkt, dass da was drin ist." Und dann fiel ihm der Ball tatsächlich vor die Füße - weil er vorbereitet war und im entscheidenden Augenblick wach. "Ich habe den Ball gar nicht so gut angenommen, wollte einfach Richtung Tor schießen. Und dann fällt er eben rein." 

Und wie. Tunnel durch die Beine von Nikolai Rehnen und dann ganz langsam ins Tor. Den großen Torjubel kniff sich Akono, grinste eher still in sich hinein. 

Konkurrenzkampf mit Dadashov

Dass er sich plötzlich einen ernsthaften Konkurrenzkampf mit Rufat Dadashov leistet, nimmt Akono sachlich zur Kenntnis. "Klar ist Feuer drin, aber nicht nur bei mir und Rufat, sondern im ganzen Team", so Akono. "Ich verstehe mich aber mit Rufat top, aber jeder will spielen. Wir gönnen uns das aber, so ist Fußball eben."

Im Sommer war noch fraglich, ob Akono überhaupt zum Drittliga-Kader gehören würde. Seine Premiere hatte der Stürmer im April 2018 gefeiert. Über 90 Minuten durfte Akono da gegen Wehen Wiesbaden spielen (Akono: "Das Trikot bekommt einen Ehrenplatz"). Beim 1:0-Sieg traf er zwar nicht, bekam aber zumindest eine gute Szene. Der zweite Einsatz folgte Ende des Monats beim 1:2 gegen Halle. Dort traf er dann erstmals. 

Im Spätsommer 2018 kam er wieder gegen Wehen Wiesbaden zum Einsatz. Und erzielte sein zweites Ligator beim 3:0-Heimsieg. Im folgenden Auswärtsspiel in Unterhaching (1:1) durfte er weitere 13 Spielminuten sammeln. 

Vier Drittligaspiele, zwei Tore. Keine schlechte Quote für einen 18 Jahre alten U19-Stürmer. Kein Wunder, dass so einer auch das Interesse anderer Klubs weckt. Nicht ganz zufällig hatte der SCP bereits im November 2017 den Vertrag des damals 17-Jährigen vorzeitig bis 2021 verlängert

Über die  jüngsten Gerüchten über ein Mainzer Interesse will Akono derzeit gar nicht reden. "Ehrlich: Ich selbst weiß von nichts, habe das allerdings auch gelesen. Das geht ja nicht an mir vorbei", so Akono. "Aber ich bin froh, dass ich spiele und gesund bin. Der Rest interessiert mich gerade gar nicht."

Also: Volle Konzentration auf Jena. Mal schauen, ob es reicht. 

 


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