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Preußen Münster und sein Kader
Taktische Varianten - entdecke die Möglichkeiten

Adriano Grimaldi ließ sein Können aufblitzen - wenn er denn nicht verletzt war. (Foto: Schulte)
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Münster – Der Kader des SC Preußen Münster scheint mit den jüngsten Neuzugängen Jordanov und Mangafic nahezu komplett. Sportvorstand Carsten Gockel kündigte an, dass anstehende Lücken ausschließlich über die U19/U23 geschlossen werden sollen. Wie könnten die taktischen Pläne des SCP aussehen? Martin Stadelmann versucht's mit einer Übersicht...

Zum Thema: Sparzwänge bestimmen die Kaderplanung

Die Ankündigung von Al-Hazaimeh, er sei als Innenverteidiger geholt worden, lässt doch aufhorchen. Mit Schweers, Al-Hazaimeh und Mai verfügt der SCP nun über drei Innenverteidiger mit ganz ähnlichen Eigenschaften. Kopfballstärke, Zweikampfstärke, Robustheit, alle können einen sauberen Ball im Aufbau fabrizieren und verfügen eine mindestens solide Grundschnelligkeit.

All dies sind Eigenschaften, die in einer Dreierkette von großer Bedeutung wären, dazu muss sich natürlich noch ein gutes Spielverständnis gesellen. Aber das wird in der Vorbereitung einstudiert werden müssen. Wird der SCP also zukünftig mit einer Dreierkette fungieren? Die Antwort ist ein klares eventuell, vielleicht.

Um zur taktischen Ausrichtung für die Abwehr zu kommen, müssen wir uns daran gewöhnen, dass Horst Steffen die Mannschaft nach einer anderen Vorgabe zusammenstellen wird, als es unter Loose und zuletzt in der Rückrunde der Fall war.

Die Grundausrichtung der Mannschaft wird sich nicht an einem logischen Aufbau von hinten nach vorne orientieren, sondern den umgekehrten Weg gehen. Das Spiel soll in der  Hälfte des Gegners entschieden werden, der Ggener soll ständig unter Druck gesetzt werden, die Kontrolle über das Spiel soll in der gegnerischen Hälfte gewonnen werden.

Dies erfordert viel Laufarbeit, Positionen dürfen nicht als fest angesehen werden, die Abstimmung wird eminent wichtig werden.

Angreifer

Vorne in der Spitze wird kein Weg an Adriano Grimaldi vorbeiführen. In der Rückrunde nicht wirklich fit, immer wieder von Ausfällen geplagt, deutete er aber jederzeit an, dass er körperlich robust und durchsetzungsstark genug ist, um auf dieser Position eine Verstärkung zu sein. Er wird nicht nur der zentrale Stürmer sein, sondern auch derjenige, der tiefer in der Hälfte des Gegners diesen beim Spielaufbau unter Druck setzen soll.

An seiner Seite wird sich Tobias Rühle als gesetzter Spieler wiederfinden. Laufstark, wuselig wird er offensiv Lücken reißen und in der Defensivarbeit im Verbund mit Grimaldi den Gegner früh attackieren.

Hier eröffnen sich bereits erste taktische Möglichkeiten für Horst Steffen. Wählt der Coach des SCP eine Doppelspitze als Taktik, um beispielsweise im Mittelfeld Überzahlsituationen zu schaffen, dürften diese beiden Spieler gesetzt sein. Strebt Steffen ein flügellastiges Spiel an, so könnte er Rühle vermehrt auf die Seite ziehen und Unterstützung in Form des dribbelstarken Mehmet Kara, des schnellen Jesse Weißenfels oder des guten Technikers Edisson Jordanov einsetzen.

Auffällig ist hierbei, dass Grimaldi kaum zu ersetzen sein wird. Höchstwahrscheinlich würde zunächst Rühle in seine Rolle schlüpfen, die anderen bereits genannten Akteure dürften aufrücken. Körperlich wäre Youngster Tobias Warschewski für die Ersatzrolle prädestiniert, doch der 18-jährige Stürmer könnte noch ein Jahr in der A-Jugend spielen und hat daher noch einiges aufzuhören. Lennart Stoll wird als Alternative für die laufintensiven Rollen weiterhin Geduld mitbringen müssen.

Sind alle Akteure fit, dürfte die Offensivkraft in der Spitze für einige schöne Momente garantieren. Die Spieler lassen gewisse Flexibilitäten erahnen. So scheint ein Spiel mit einer einzelnen Spitze genauso möglich wie der Einsatz von vier Angreifern, sollte ein Rückstand gedreht wehren müssen.

Mittelfeld

Auch das Mittelfeld bietet durchaus Variationsmöglichkeiten in der taktischen Ausrichtung. Gesetzt sein dürften Michele Rizzi, Amaury Bischoff und Sandrino Braun. Sie werden, wenn sie gesund und in Form sind, das Vertrauen von Horst Steffen genießen.

Sie könnten beispielsweise in einem Dreier-Mittelfeld beginnen. Eine Taktik, die Horst Steffen gerne bei den Stuttgarter Kickers anwandte. Würde er das System kopieren wollen, würde Rizzi auf der zentralen Position spielen, leicht zurückgezogen hinter den beiden anderen Spielern. Defensiv würde er im Verbund vor allem mit Braun, der auf der linken Seite angesiedelt werden würde, Räume verdichten und auch in die Zweikämpfe gehen müssen. Bischoff auf rechts würde natürlich auch viel Defensivarbeit verrichten müssen, aber er wäre bei Ballgewinnen die erste offensive Anspielstation. Sollten diese Schlüsselspieler ausfallen, stehen mit Jordanov und wohl Mangafic rechts, Kara oder Schwarz links und Wiebe oder Schwarz zentral Alternativen bereit.

Diese drei Spieler werden aber auch jederzeit ins Team drängen, sei es in einem Dreiersturm oder, wenn taktisch gewünscht, in einem Vierer- oder gar Fünfer-Mittelfeld.

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Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

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