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Das Spielerzeugnis
Teil 2: Das sind die Saisonnoten für den SC Preußen Münster

(Foto: Schulte)

Münster – Seine siebte Drittliga-Saison hat Preußen Münster nach schwachem Start noch auf dem zehnten Platz beendet. Viele Spieler haben sich im Verlauf des Jahres verbessert, andere spielten keine gewichtige Rolle. Wer war gut, wer blieb hinter seinen Erwartungen? Ein Spieler-Zeugnis in zwei Teilen. Jetzt an der Reihe: Die Offensivabteilung.

Hier geht's zu Teil 1 der Spielernoten

Michele Rizzi: Note 3-

Es war nicht das Jahr des Michele Rizzi, dessen Vertrag sich automatisch verlängert hat. Mal stoppten ihn kleine Verletzungen, mal die eigene Leistung. Erinnerungswürdig war nur eine Partie – die aber hatte es in sich: In Bremen schoss Rizzi alle vier Treffer zum 4:2-Sieg. Das Spiel seines Lebens, das aber nicht über die insgesamt höchstens mittelmäßige Saison hinwegtäuscht.

Nico Rinderknecht: Note 3-

Was war vom 20-jährigen Nico Rinderknecht erwarten worden? Im Idealfall eine positive Überraschung, die sich in der Startelf festspielt. Das hat er nicht geschafft. Mehrfach war er verletzt, arbeitete sich dann wieder heran und zeigte neben solider Arbeit im Mittelfeld auch Torgefahr. Dann stoppte ihn aber fast immer die nächste Verletzung. Er kehrt nach einjähriger Leihe zu Zweitligist Ingolstadt zurück.

Philipp Hoffmann: Note 3

Die erste komplette Saison nach seinem Totalschaden im Knie – sie war akzeptabel für Philipp Hoffmann. Allerdings dauerte es eine ganze Weile, bis er etwas Konstanz in seine Leistungen brachte. Oft konnte er sein Tempo zunächst nicht ausspielen, war im Eins gegen Eins ohne Durchschlagskraft. Erst als die Spielzeit in den letzten Zügen lag, wurde er zum Leistungsträger, steuerte regelmäßig Tore und Vorlagen bei. Und zeigte, warum Coach Antwerpen so viel von ihm hält.

Lennart Stoll: Note 4+

Dass Lennart Stoll den SC Preußen verlassen wird, ist folgerichtig. Obgleich er als Allrounder stets ins kalte Wasser geworfen werden konnte, fehlte ihm zu einem Drittliga-Stammspieler die ein oder andere Spitzenqualität. Stoll, ein intelligenter Spieler ohne Schwächen, aber auch ohne gezielte Stärken. Er wird voraussichtlich bald in Ulm Medizin studieren – in jedem Fall eine bessere Zukunftsperspektive, als auf eine Karriere zwischen dritter und vierter Fußball-Liga zu hoffen.

Lucas Cueto: 5

Er ist wohl oder übel der Flop-Transfer des vergangenen Sommers: Lucas Cueto, ein Talent mit Knacks in der Vita, sollte bei den Preußen einen großen Schritt nach vorne machen. Zunächst stoppte ihn monatelang eine Entzündung im Bein. In der Rückrunde dann nutzte er keine seiner Chancen, wurde schlussendlich sogar in die zweite Mannschaft versetzt. Dort meldete er sich vor den Pflichtspielen ab. Findet sich ein Interessent, würde Münster den Vertrag wohl umgehend auflösen.

Martin Kobylanski: Note 2-

Es ist doch eine Krux mit Martin Kobylanski. Zehn Tore und acht Vorlagen lesen sich richtig stark für einen Mittelfeldspieler, sie sind aber nur die halbe Wahrheit. Die Leistungen des Polen schwanken sehr. Spiele ohne Scorerpunkt des Polen waren in der Regel verbunden mit unsichtbaren Auftritten. Dennoch kann er den Unterschied machen. Hätte er das noch konstanter getan, hätte Preußen Münster wohl keine Chance, ihn im Sommer bei sich zu halten.

Moritz Heinrich: Note 4

Bei den A-Junioren von 1860 München war er mal Torjäger: Moritz Heinrich. Doch der 20-Jährige hat in seinem ersten Drittliga-Jahr kaum auf sich aufmerksam gemacht. Benno Möhlmann gab ihm einige Bewährungschancen, der Durchbruch folgte nicht. Eine Kapselverletzung kostete ihn einige Wochen der Rückrunde, danach gab es nur noch Joker-Einsätze. Steigerung erwünscht!

Tobias Rühle: Note 3+

Ein typisches Rühle-Jahr. Für einen Stürmer hat er bemerkenswerte 37 von 38 möglichen Spielen gemacht, aber eben auch nur zwei Tore erzielt und fünf vorbereitet. Sein bestes Spiel: das 4:1 im Derby gegen den VfL Osnabrück. Der Unterschied zu manch anderem Preußen-Akteur ist, dass Rühle mit jedem energischen Zweikampf für Unruhe sorgen kann. Das macht ihn wertvoll – und könnte ihn zu einem starken Partner an der Seite von Neuzugang Rufat Dadashov machen.

Tobias Warschewski: Note 5

Ein Jahr zum Vergessen für Tobias Warschewski – aber das kann passieren. Der 20-Jährige, der in der Vorsaison vielleicht einige Vorschusslorbeeren zu viel erhalten hat, fiel nach seinem Mittelfußbruch weit zurück. Weil sein einmaliger Stürmer-Instinkt nicht mehr so selbstverständlich funktionierte wie im Vorjahr, wurden manche Schwächen in der Ballverarbeitung offensichtlicher. Gravierender aber scheint aktuell das Mentalitätsproblem. Ein Leihgeschäft soll Abhilfe schaffen.

Adriano Grimaldi: Note 2+

Als sein Abgang feststand, machte Kapitän Adriano Grimaldi aus einer zufriedenstellenden Saison eine richtig gute: Vier Doppelpacks gelangen ihm in seinen letzten acht Spielen für den SC Preußen Münster. 15 Tore und sieben Vorlagen hat er sich 2017/18 notieren dürfen – die Bilanz eines kompletten Stürmers, der ohne eine lange Flaute in der Hinrunde wohl sogar auf die Torjägerkanone hätte schielen dürfen.

Cyrill Akono: Keine Note

Zweimal half der 18-jährige Cyrill Akono in der 3. Liga aus – er ist der erste Preußen-Spieler, der in diesem Jahrtausend geboren ist. Schnell wusste Akono, für sich zu werben: Gegen den Halleschen FC erzielte er sein erstes Drittliga-Tor. Durch den Abgang von Adriano Grimaldi werden auch die Erwartungen an ihn in der kommenden Saison steigen.

Julian Conze: Keine Note

Er wird zur nächsten Saison offiziell in den Profikader aufrücken, erhielt aber schon am 38. Spieltag in Großaspach seinen ersten Drittliga-Einsatz. Herzlichen Glückwunsch, Julian Conze!

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3. Liga, 21. Spieltag
Carl Zeiss Jena - Preußen Münster
Samstag, 26. Januar, 14 Uhr
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Tabelle

21. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5U´haching2042:202235
6Wiesbaden2037:28930
7Münster2028:29-129
8Rostock2027:30-327
9TSV 18602030:23726

SC Preußen Münster