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Die Winter-Serie
Teil 2: So könnte Preußen Münster offensiv arbeiten

(Foto: Schulte)
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Münster – In der spielfreien Winterpause schauen wir in einer kleinen Serie auf den SC Preußen, den neuen Trainer und die Mannschaft. Martin Stadelmann beleuchtet im zweiten Teil das Offensivspiel der Adlerträger.

Offensivarbeit im Fußball erfordert neben klaren Grundstrukturen noch mehr Variabilität, denn prinzipiell ist Verteidigung erst einmal einfacher als das Offensivspiel zu gestalten.

Auf Basis des 4-2-3-1 ergeben sich natürlich mehrere Situationen, wie das eigene Team in Ballbesitz kommt und dann damit umgeht. Gelingt es Antwerpens Mannschaft, wie erhofft, bereits tief in der gegnerischen Hälfte den Ball zu erobern, wird der schnelle Weg Richtung Tor gesucht. Die Balleroberung als Spielmacher ist für Antwerpens System sicherlich ein Schlüsselelement.

Vom Moment der Balleroberung verteilen sich die Offensivspieler in der Breite, um anspielbar zu sein und die Torchance zu ermöglichen. Aber solche Balleroberungen sind trotz aller Bemühungen mehr Ausnahme denn Regel.

Der reguläre Spielaufbau beginnt auch bei Antwerpen in der eigenen Hälfte.  Und auch hier wird als Grundlage das 4-2-3-1 genutzt, aber bereits variiert. Bei Spielaufbau aus der Viererkette wird diese eher zu einer Dreierkette. Einer der Außenverteidiger orientiert sich weiter nach vorne, der zweite Innenverteidiger geht ein Stück weiter in Richtung des ursprünglichen Außenverteidigers. Auf dieser Basis wird versucht, eine Lücke zu finden. Gelingt es den Abwehrspielern nicht, lässt sich einer der Sechser zurückfallen.  Hat der Ball das Mittelfeld erreicht, so rücken die beiden bisher versetzt stehenden Verteidiger nach vorne (beziehungsweise: der mittlere Verteidiger lässt sich etwas zurückfallen) um lange Bälle hinter die Abwehr abzufangen.

Die beiden Sechser sind auch in der Offensivbewegung für die Absicherung zuständig,  die Angriffe werden prinzipiell eher über die Außen eingeleitet. Dabei soll der Ball möglichst am Boden bleiben, hohe Seitenwechsel oder halbhohe Anspiele werden vermieden. Läuft der Ball dann über die Seite, orientiert sich der Mittelstürmer ins Zentrum. Der Außenverteidiger unterstützt den ballführenden Spieler, dazu sind der offensive Außenspieler, der zentrale Spieler der Dreierkette und auch einer der Sechser einbezogen, so dass sich immer wieder drei Spieler in der Nähe des Ballführenden befinden. Das funktioniert natürlich nicht immer, der Gegner spricht ja auch noch ein Wort mit...

Insgesamt rücken aber die beiden offensiven Außen bei Ballbesitz gerne bis zur Strafraumgrenze auf, um mit einem kurzen Pass hinter die Abwehr zu gelangen. Und auch hier wird eine gewisse Variabilität von der offensiven Dreierkette inklusive Stürmer erwartet. Keine der Positionen ist in Stein gemeißelt, Rochaden sollen die Abwehr durcheinander bringen.

Um dies zu leisten, sind natürlich auch in der Offensive Lauf- und Einsatzbereitschaft maßgeblich. In der Regel treten die Spieler auch offensiv recht aggressiv auf, der ballführende Spieler darf mit der Unterstützung seiner Mitspieler rechnen, körperlich wird dagegen gehalten. Dieser Rollentausch ermöglichte es zuletzt bei der Viktoria, den Ausfall von Mittelstürmer Sven Kreyer in Köln intern zu kompensieren. Linksaußen Timm Golley rückte in die Mitte, der Ausfall hinderte Köln also nicht an der erneuten Tabellenführung. Prinzipiell sollen die offensiven Spieler über ein gutes Tempo verfügen, das ist aber wahrlich kein Alleinstellungsmerkmal.

Schlüsselrolle

Eine Schlüsselrolle nimmt der zentrale Spieler der offensiven Dreierreihe ein. Er muss sich entweder ballnah orientieren, um eine Anspielstation hinter der Spitze zu sein, gerne unterstützt er den Mittelstürmer auch am Strafraum. Situativ lässt er sich aber auch in das tiefere Mittelfeld fallen, vor allem, wenn einer der Sechser sich in das Offensivspiel einschaltet.

Denn trotz aller offensiven Bemühungen soll die Abwehr nicht zu offen bleiben, um dem Gegner Konter zu ermöglichen. In Köln standen als Innenverteidiger Spieler wie Reiche, Lanius oder am Ende Willers zur Verfügung. Robuste Spieler, aber keine Sprintertypen.

Antwerpen will durch aggresives Pressing frühe Ballgewinne erzeugen, um durch kurze Wege schnell zum Abschluss zu kommen. Im normalen Aufbau setzt er auf kurze, flache Pässe über die Flügel, versucht so hinter die Abwehr zu kommen. Hohe, lange Bälle werden eher auf die Außenbahnen gespielt, seltener in das Zentrum. Bricht das Team in den Strafraum ein, soll ein schneller Abschluss her, die Offensivspieler sollen sich den Abschluss zutrauen.

Antwerpen erfindet den Offensivfußball nicht neu, er setzt aber auf jeden Fall interessante Reizpunkte. In der neuen Liga mit einer anders zusammengestellten Mannschaft wird Antwerpen natürlich auch auf diese Rahmenbedingungen reagieren müssen.

 


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Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

SC Preußen Münster