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Blick nach vorn nach dem Derby
Trotz allem: Preußen Münster ist konkurrenzfähig

Fabian Menig mit Gesprächsbedarf. (Foto: Schulte)
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Münster – Was für eine ärgerliche Niederlage, was für ein Desaster im Derby. Preußen Münster steckt ein 0:3 beim VfL Osnabrück ein – eine Pleite, die ihn Prestige kostet und gewiss auch einige Zuschauer beim kommenden Heimspiel. Doch schaut man auf die Tabelle: Preußen Münster ist mittendrin in einer Liga, die spannend und hochklassig ist. Nun braucht es Vertrauen in die eigene Stärke, meint Jan Ahlers.  

Das deutliche, eher überdeutliche 0:3 in Osnabrück ist von zwei Seiten zu betrachten. Der SC Preußen kann einerseits mit sich und dem Schicksal hadern, das es am Samstagnachmittag eindeutig nicht gut mit ihm meinte. Großchancen, Pfostentreffer und wieder einmal ein verwehrter Strafstoß trafen auf die Verletzung von Oliver Schnitzler, die einen, vielleicht zwei Gegentreffer zum ungünstigsten Zeitpunkt begünstigte.

Eins kam dann zum anderen. Münster traf nach teils sehenswerten Kombinationen alles, nur nicht das Tor, während Lila-Weiß drei ruhende Bälle genügten, um anschließend zu feiern. Dass sich ausgerechnet Marcos Alvarez zum Matchwinner aufschwang, passte ebenso ins Bild wie der Platzverweis von Simon Scherder. Es war ein unglücklicher, bitterer Samstag, an dem die Mannschaft mit Matchglück und dem Quäntchen mehr Galligkeit jene besiegte, die deutlich strukturierter und planvoller aufspielte. 

Manko in der Offensive

Andererseits kann und muss beim SCP aufgearbeitet werden, wie die Siegchancen hätten erhöht werden können. War etwa das Mittelfeld um Kevin Pires-Rodrigues, Sandrino Braun und den unermüdlichen René Klingenburg ebenso auffällig wie die Außenbahnspieler Niklas Heidemann und Fabian Menig, der immer mehr an Offensivkraft gewinnt, erfüllten die beiden Halbstürmer ihre Aufgabe nicht wie gewünscht.

So ließ Tobias Rühle seinen vielversprechenden Worten wenige Taten folgen und wählte wie Philipp Hoffmann oft den falschen Weg. Der eingewechselte Rufat Dadashov zeigte – bis auf einen cleveren Querpass auf Menig – noch immer zu wenig Bindung zum Offensivspiel, leistete sich unnötige Fouls und wandelte zwischenzeitlich sogar ebenfalls nah am Platzverweis. Martin Kobylanski fiel nur auf, als er einen Freistoß über den Fangzaun in den Gästeblock beförderte. 

Kurzum: Auch in Osnabrück bewarb sich kein Stürmer, ob gelernt im Zentrum oder auf dem Flügel, nachhaltig für einen Stammplatz. Ein Manko, aus dem als positive Konsequenz in der Trainingswoche ein ordentlicher Konkurrenzkampf entstehen sollte.

Preußen-Publikum hat feines Näschen

Die Tabellenführung an den VfL Osnabrück weiterzureichen, dessen Fans ausgelassen feiern zu sehen, war der schwierigste Moment der noch jungen Spielzeit. Die Preußen-Elf nahm die Niederlage aber erhobenen Hauptes. Und: Sie wurden von ihren Fans mit Applaus verabschiedet. Das Münsteraner Publikum hat ein feines Gespür bewiesen. Es schaute nicht auf das blanke Ergebnis, sondern auch auf dessen Zustandekommen. Es sah, dass im Kader und in der Spielanlage Potenzial schlummert. Dass sich eine Mannschaft gefunden hat. Und dass keiner der fünf bisherigen Gegner dem SCP überlegen war.

Gute Saison ist realistisch

Wie schon beim Heimspiel gegen Jena haben die Preußen eine Chance liegengelassen. Die Chance, am kommenden Wochenende gegen den KFC Uerdingen als Spitzenreiter eine Spitzenkulisse zu begrüßen. Doch die nächste Gelegenheit wird kommen. Denn die 3. Liga bleibt enorm ausgeglichen und wunderbar unvorhersehbar. Rostock verliert 0:4 gegen Würzburg, Aalen 1:4 gegen 1860 München. Topfavorit Wiesbaden strauchelt mächtig. Dagegen steht Schwarz-Weiß-Grün noch ziemlich gut da.

Alles andere als unrealistisch ist, dass sich der SC Preußen Münster langfristig in der oberen Tabellenhälfte festsetzt. Dort hat im Übrigen auch Daniel Thioune, der sehr angenehme Coach des Derbygegners, die Antwerpen-Elf verortet. Gerne würde er auch im Rückspiel zwei Top-Vier-Teams aufeinandertreffen sehen. Liebe Preußen – erfüllt ihm diesen Wunsch.

Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

 


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38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

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