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Kader-Analyse Teil 3
Wie will der SC Preußen Münster spielen?

Marco Antwerpen. (Foto: Schulte)

Münster – In zwei Teilen haben wir den Kader des SC Preußen Münster unter die Lupe genommen. Im dritten und letzten Teil geht es um die Frage: Wie wird der SCP auftreten? Was will das Trainerteam auf dem Platz sehen?

In den ersten beiden Teilen wurden die einzelnen Mannschaftsteile vorgestellt. Nun stellt sich die Frage, was will das Trainerteam um Marco Antwerpen mit der Mannschaft auf dem Platz sehen? Und wie wahrscheinlich ist das?

Die 3. Liga hat nach einigen Rückschritten durch die Auf- und Absteiger deutlich an Qualität gewonnen. Mannschaften wie 1860 München und der 1. FC Kaiserslautern sind jedem Fußballfan ein Begriff; und diese Neulinge wollen die Liga so schnell es geht wieder verlassen. Teilweise werden Summen eingesetzt, die weit über die Möglichkeiten der Preußen hinausgehen. Man nehme als Beispiel den KFC Uerdingen. Dazu gibt es natürlich auch die üblichen Verdächtigen aus Liga 3 wie Wehen, Würzburg oder Rostock, die eben auch den Aufstieg anstreben. Die nersten 8 bis 10 Plätze scheinen angesichts dieser Situationen fast schon vergeben, noch ehe der erste Ball gespielt wurde.

Das bedeutet für den SCP, dass bereits vom Saisonstart der Druck recht groß sein wird, nicht direkt in den Tabellenkeller zu rutschen. Gerade mit Blick auf diesmal vier direkte Absteiger.

Taktik

Eine Position steht außer Frage. Preußen Münster wird jedes Spiel mit einem Torhüter beginnen, aber danach sind den Ideen des Trainers kaum Grenzen gesetzt. Antwerpen und Öztürk haben in der Rückrunde mehr als angedeutet, dass sie gerne eine gewisse Flexibilität sehen wollen, sich den Gegnern durchaus anpassen können und manche Überraschung, auch personell, ist den beiden zuzutrauen.

So wird abhängig von den eigenen Stärken, vom Gegner und anderen Rahmenbedingungen entweder mit einer Dreierkette (also drei ausgebildeten Innenverteidigern, bei denen der mittlere schon Aufgaben eines Libero übernimmt) gespielt, der Viererkette oder gar einer Fünferkette, wenn die Außenverteidiger primär Defensivaufgaben erhalten. 

Es ist derzeit davon auszugehen, dass die Preußen primär mit einer Dreierkette in die Spiele gehen werden. In Schweers, Kittner und Scherder liegt eine der Stärken des Kaders und diese wird das Trainerteam nutzen wollen. Defensiv werden die drei durch die Außenverteidiger Menig (rechts) und Heidemann (links) unterstützt, offensiv sollen beide das Spiel über die Außen nach vorne verlagern. Wobei Heidemann dort sicherlich eine wichtigere Rolle als Menig einnehmen wird. 

Im zentralen Mittelfeld setzte Antwerpen in der Rückrunde im Regelfall auf eine Doppellösung. Neben dem gesetzten Braun, der als kampfstarker Spieler im Zentrum gegnerische Angriffe abfing, wurden spielstärkere Lösungen, gerade nach der Verletzung von Wiebe gesucht. Ab dem Sommer werden die Nebenleute Rodrigues Pires oder Klingenburg mehrheitlich heißen. Klingenburg wäre dann die körperlich wuchtigere Variante, Rodrigues Pires der „Spielmacher“ gegen tiefstehende Gegner.

Vor dieser Doppelzentrale werden dann drei Mann offensiv agieren, in der Regel zwei Flügelspieler und ein zentraler Angreifer. Auch hier hat sich Antwerpen mehr Variabilität geschaffen, auch wenn ein echter Linksfuß wünschenswert gewesen wäre.

Aus der stabilen Deckung

Prinzipiell bedeutet es zunächst, dass der SCP aus einer stabilen Deckung heraus zum Erfolg kommen will. Balleroberung im Mittelfeld, dann wird über die Außen der Ball nach vorne getrieben. In der eigenen Spielgestaltung haben die Preußen in der Vorbereitung bisher allerdings Probleme gehabt. Gerade gegen tiefstehende Gegner muss der SCP noch mehr Wege finden, um die Abwehr auszuhebeln.

Ansonsten wird gerade in der Offensive die Variabilität der Einzelspieler eine Rolle spielen. Wird mit den bekannten zwei Flügelspielern agiert,  kann Antwerpen aus einem großen Angebot wählen. Allerdings sind auch weitere Varianten denkbar. 

Preußen Münster könnte auch mit einer Doppelspitze agieren, - so wie zuletzt Dadashov und Hoffmann. In diesem Fall würde Hoffmann seine Außenposition sehr zeitig räumen, um bei Ballbesitz ins Zentrum vorzurücken, dafür müsste dann der Außenverteidiger entschlossen vorrücken, um die Vakanz auf der Seite zu schließen. Ein laufintensives Spiel, das viel Disziplin verlangt. In der Defensive würde der zweite Stürmer dann wieder sich eher seitlich orientieren.

Aber auch der zweite zentrale Mittelfeldspieler könnte im Ballbesitz eine neue Ausrichtung erfahren und sich unterstützend nach vorne einschalten, um mit Schwung die Abwehr zu überrumpeln.

Der Kader bietet Spielraum vom 3-5-2 bis hin zum 4-1-4-1, je nachdem wie fit und in Form die einzelnen Akteure sind. Oder welche Taktik für den Gegner am besten geeignet scheint. Hier haben sich Öztürk und Antwerpen aus der Rückrunde durchaus einen Vertrauensbonus verdient

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15. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1Osnabrück1521:101130
2Münster1524:18626
3Karlsruhe1520:16426
4Rostock1524:23125

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