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2:3-Niederlage
Wieder zu spät aufgewacht: Preußen Münster verliert in Würzburg

(Foto: Sanders)
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Würzburg – Es bleibt dabei: Auswärts sind die Preußen aus Münster ein beliebter Gast. Immer pünktlich da, oft mit Geschenken, am Ende bleiben in aller Regel zufriedene Gastgeber übrig. Die 2:3-Niederlage bei den Würzburger Kickers unterstrich das am Samstag. Die Drangphase der Preußen kam zu spät. 

Das lange Saisonfinale entwickelt sich für den SC Preußen Münster zu einer zähen, langwierigen Sache. In der Tabelle rangiert der Klub eher im Niemandsland, daheim reicht es oft, auswärts fast nie. 

In Würzburg unterlag das Team am Ende vor 4.800 Zuschauern knapp mit 2:3 - aber wachte erneut erst auf, als der Rückstand im Spiel schon eine echte Belastung war. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten sich die Preußen dabei durchaus noch einen Punkt verdient, aber die Hypothek des 0:2-Rückstands erwies sich wieder einmal als zu schwer.

Mit 41 Punkten rangiert der SCP nun auf Platz 11 der Tabelle, der Abstand zu den Abstiegsrängen blieb aber aber dank der Niederlage von Großaspach bei sieben Punkten. 

Aber von Beginn an: Trainer Marco Antwerpen hatte wieder gewechselt. Die beiden einzigen Stürmer im Kader (Dadashov und Akono) blieben auf der Bank, stattdessen bildeten die beweglichen und schnellen Außenspieler Philipp Hoffmann und Tobias Rühle das Angriffsduo. Defensiv kehrte der SCP zu einer Dreierkette (Scherder, Kittner, Schweers) zurück, vor der eine Mittelfeldreihe mit Schwarz, Rodrigues Pires, Klingenburg und Menig agierte. Im Zentrum sollte Philipp Müller die Fäden ziehen - Martin Kobylanski blieb wie gegen Unterhaching auf der Bank. Sandrino Braun fehlte dann doch wegen der anstehenden Geburt seines ersten Kindes. 

Im Spiel gehörte die erste Szene den Preußen. Tobias Rühle legte den Ball zurück auf René Klingenburg, doch der setzte den Ball knapp links am Tor vorbei. Es blieb für lange Zeit der einzige Torschuss der Preußen. Schnell wachten die Gastgeber auf und kamen dann auch zu Chancen. Peter Kurzweg lieferte den ersten (harmlosen) Warnschuss für die Gastgeber (10.), aber dann wurde es schnell gefährlicher. 

Phil Ofosu-Ayeh flankte ins Zentrum, dort köpfte erneut Kurzweg scharf aufs Tor. Max Schulze Niehues war auf dem Posten, musste aber alles aufbieten, um den Ball noch zu entschärfen. 

Würzburg mit Dauerdruck

Nur eine Minute später war es Simon Skarlatidis, der es mit einem knallharten Schuss versuchte. Münsters Abwehr klärte. Aber klar war: Die Kickers waren nun auf Betriebstemperatur. 

Fast hätte der zuletzt so starke Klingenburg die Gäste in Vorlage gebracht. Sein böser Fehlpass ermöglichte einen schnellen Angriff, den Kurzweg wieder mit einem Kopfball beendete. Sieger am Ende auch hier: Schulze Niehues. Zeit zum Durchatmen blieb aber nicht. 

Schon kurz danach brachte Dominic Baumann den Ball wieder vor das Preußentor, Dave Gnaase scheiterte aber freistehend aus zwei Metern. Da war eine halbe Stunde gespielt und Würzburg mit klaren Vorteilen. 

Dennoch: Münster kam noch zu einer Chance. Klingenburg setzte zum Kopfball an (nach Freistoß), das war gefährlich, aber leider war dann am Ende kein Preuße mehr, um den Ball zu verwerten. 

Glück für die Preußen, dass der Freistoß auf der anderen Seite von Würzburgs Baumann praktisch selbst "geklärt" wurde. Der Freistoß hätte vielleicht auch so ins Tor gepasst, aber Baumanns Kopfball gegen die Laufrichtung von Schulze Niehues strich dann auch am langen Pfosten vorbei. 

Aus dem 0:0 zur Pause wurde aber trotzdem nichts. Denn nach 43 Minuten bekam Caniggia Elva den Ball am Fünfmeterraum, drückte den per Volleyabnahme direkt in die rechte Ecke. Die verdiente Führung für die Kickers und auch der Pausenstand.

Trainer Antwerpen reagierte zur Pause. Cyrill Akono kam für Benjamin Schwarz. Die Preußen wollten noch etwas holen - doch direkt die erste Chance gehörte wieder den Gastgebern. Und was für eine! Skarlatidis zog aus elf Metern mal frei ab, aber zu zentral und knapp über das Tor! 

Die Preußen reagierten erneut - brachten Martin Kobylanski für Kevin Rodrigues Pires. Doch der Mittelfeldmann war kaum am Ball, da lag der SCP schon mit 0:2 hinten! Breitkreuz durch die Beine von Schulze Niehues, da waren 52 Minuten gespielt. Und fast hätten die Gastgeber sofort noch das 3:0 nachgelegt... 

Stattdessen kam der SCP, nun endlich wach und im Spiel, zum Anschlusstor. Cyrill Akono staubte aus Kurzdistanz ab, nachdem zuvor schon Simon Scherder im Gewühl die Chance bekam. Der Treffer gab den Preußen endlich Aufwind und verunsicherte die Gastgeber spürbar. 

Nun waren die Preußen wirklich im Spiel: Freistoß für den SCP, Nachschuss-Chance, knapp über das Tor. Dann ein langer Einwurf zu Kobylanski, dessen Volleyabnahme Klingenburg am Ende am Pfosten vorbeiköpfte. 

Und wieder Kobylanski nach 68 Minuten: Eine Vorlage von Müller setzte Preußens Nummer 10 dann aber weit in den Würzburger Himmel. Aber immerhin: Die Preußen waren nun endlich im Spiel - wenngleich wieder erst nach einem 0:2-Rückstand. 

Würzburg bekam in dieser Phase nur eine Chance: Elva setzte den Ball nach einer Ecke nur Zentimeter am Pfosten vorbei. Vielleicht hatten die Pereußen dann sogar Glück, dass ein rüdes Foul von Kobylanski nur mit Gelb geahndet wurde. Der Preuße war da mit offener Sohle gegen das Schienbein seines Gegenspielers eingestiegen. Das gab auch schon mal Rot. 

Wie zur "gerechten Strafe" kassierten die Preußen dann das dritte Gegentor. Nach 78 Minuten traf Baumann - nachdem die Gastgeber den Ball binnen Sekunden dreimal vor das Preußentor geschlagen hatten. Das Tor kam aus Sicht der Kickers gerade rechtzeitig, denn Münster war drauf und dran, den Ausgleich ins Visier zu nehmen.

Doch sicher sein konnten sich die Würzburger trotz des 3:1 nicht sein. Nur vier Minuten später erzielte Kobylanski sein zweites Freistoßtor der Saison - abgefälscht von Baumann, aber wen kümmerte es? Acht Minuten waren da noch regulär zu spielen. Münster machte auf und ließ zwangsläufig gefährliche Konter der Gastgeber zu. Dreimal rettete Fabian Menig in höchster Not vor einem Gegentor. 

Würzburg warf alles rein, Münster startete seine Schluss-Offensive. Das war nun ein Spiel, das sich in beide Richtungen hätte neigen können. Aber nach fünf Minuten Nachspielzeit war es vorbei, Münsters Aufwand der zweiten Halbzeit blieb unbelohnt. Erneut kehrt das Team ohne Punkte nach Münster zurück. 

Am kommenden Freitag ist dann der SV Meppen zu Gast. 

Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

 


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8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

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