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Preußen Münster gegen den KSC
"Wir sind zur Zeit der unangenehmste Gegner für Karlsruhe"

(Foto: Sebastian Sanders)
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Münster – Im Dezember 2018 gab es in Karlsruhe richtig auf den Deckel. 0:5 unterlag der SC Preußen Münster - aber das war von vorne bis hinten ein Spiel zum Vergessen. Am Samstag kommt es zum Wiedersehen, aber für die Gäste ist der SCP derzeit wohl "der unangenehmste Gegner, der vorstellbar ist". Sagt der Preußen-Trainer Marco Antwerpen.

Anstoß 13:30 Uhr!

Rund um das Spiel des SC Preußen Münster gegen den Karlsruher SC gibt es allerhand zu besprechen. Nur sportlich bleibt es überschaubar. Das übliche Mediengespräch am Freitag dauerte 13 Minuten. Fragen zum Gegner? Fragen zur Taktik? Fragen zu Gegenspielern? Fast Fehlanzeige. Die Themen sind am vorletzten Spieltag einfach andere. Aber dazu gleich.

Sportlich kann der SCP im letzten Heimspiel der Saison fast aus dem Vollen schöpfen. Dominik Lanius verpasst die Partie, darf sich vorher lediglich zum Abschiedsfoto stellen. Tobias Warschewski ist weiterhin bei der U23. Sonst sind aber alle da. 

Und noch mehr Sport: Preußen-Trainer Marco Antwerpen hob am Freitag den Charakter der Mannschaft hervor, die zum Saisonende noch einmal richtig in Fahrt gekommen ist. Folgerichtig lautet seine Einschätzung: "Wir sind zur Zeit der unangenehmste Gegner, den sich der KSC vorstellen kann." Und da ist was dran. Seit fünf Spielen ist der SCP ungeschlagen, holte drei Siege. Das hätten leicht auch vier Siege werden können, aber in Braunschweig pfiff das Schiedsrichtergespann ein reguläres Preußentor ab - die Adler wären sonst früh mit 3:1 in Führung gewesen. Nun gut, nicht mehr zu ändern. Aber die Preußen seien derzeit auch "sehr dynamisch" und mit der Raute im Mittelfeld wirklich schwer zu bespielen. 

"Wir sind gewillt, auf drei Punkte zu gehen", so der Trainer. "Da können wir den SV Wehen Wiesbaden definitiv beruhigen. Wir wollen dem KSC nichts verderben, aber wir wollen unsere Leistung anbieten. Und da haben wir auch eine Verantwortung anderen Klubs gegenüber."

Also: Sommerfußball zum Abschied ist nicht drin. Alle wollen noch etwas mehr erreichen. Es hilft vielleicht, dass das 0:5 in Karlsruhe wegen der irren Begleitumstände noch etwas in den Köpfen spukt. Mit brutalen Entscheidungen brachte der Schiedsrichter damals den KSC in Vorteile, binnen weniger Minuten war ein bis dahin völlig ausgeglichenes Spiel entschieden. "Ein ganz kleiner Gedanke ist noch da", so Antwerpen süffisant. Dass die Gäste im Preußenstadion vielleicht über einen Aufstieg jubeln können, sei "nicht angenehm". Aber das könne man eben nicht ändern. 

Und auch Preußens Kapitän Simon Scherder sagte am Freitag: "Wir haben da noch eine Rechnung offen..." 

Abschiede und Gästejubel?

Abgesehen davon dreht sich das letzte Heimspiel der Saison immer auch um Abschiede. Marco Antwerpen hat Blumen höflich abgelehnt, verweist auf mehrere Abschiede als Spieler. Und er wolle sich auch konzentrieren. Deswegen werde auch die Mannschaft erst ein richtiges Aufwärmtraining absolvieren und dann erst kurz vor Anpfiff die Blumen entgegennehmen. Das störe die Konzentration nicht so sehr, als wenn man das alles vor dem Aufwärmen durchgezogen hätte. Okay. 

Rund 8.200 Karten waren am Freitag verkauft, mit etwa 10.000 Zuschauern rechnet der SCP. Diese Zahl ist es, die das für sich genommen harmlose Spiel zu einem sogenannten "Rot-Spiel" macht. Und damit greifen allerhand Einschränkungen und Sicherheitsauflagen. Sie haben auch dazu geführt, dass die Polizei eine Öffnung des Gästeblocks kategorisch abgelehnt hatte. In jedem anderen Spiel hätte der Block auch mehr als 1.500 Fans gefasst - vom Platz her würden dort über 3.500 Zuschauer reinpassen.

In jedem anderen Spiel.

Nur nicht bei einer "Rot-Partie". Man muss das alles nicht verstehen, aber den Ärger über alles bekommt der Klub ab, der dafür nur wenig kann. Höfliche Kritik mögen Fans an die Sicherheitsbehörden richten, die keine andere Lösung verantworten wollten. 

Von den bis zu 10.000 Zuschauern werden am Ende wohl rund 3.000 aus Karlsruhe anreisen. Die Gästeblockkarten waren schnell weg, rund 400 Fans hatten sich für den Block K Tickets besorgt, nach Freigabe des Blocks bekam Karlsruhe weitere 1.000 Karten. 

Keine KSC-Fans im Heimbereich

Die Ansage ist: Am Samstag sollen erkennbare KSC-Fans nirgends in die Heimbereiche gelangen. Schon an den Eingängen sollen - das ist die Idee - alle KSC-Fans in den Block K oder den Gästeblock umgeleitet werden.

Das hat in der Vergangenheit nur selten geklappt, aber so ist die Ansage. Dass eben diese KSC-Fans im Aufstiegsfall versuchen werden, den Innenraum zu entern, ist allen Beteiligten klar. Man werde versuchen, die Fans zumindest am Betreten des Rasens zu hindern, heißt es beim Klub. Dazu werde vielleicht die Polizei notwendig sein - kein schönes Bild, aber am Tag darauf muss die U23 einen bespielbaren Platz haben. 

Irgendwie sollen die Fans auf den alten Laufbahnen gehalten werden - eine Hoffnung mit fraglicher Qualität. 

Vielleicht werden all diese Gedanken aber auch obsolet. Wenn der SV Wehen Wiesbaden sein Heimspiel gegen Osnabrück gewinnt, der KSC aber nicht in Münster gewinnt, verschiebt sich die Aufstiegsfeier auf den letzten Spieltag. Aus Sicht der Preußen die denkbare beste Variante. Und so werden sie ganz uneigennützig alle Daumen drücken, dass Osnabrück in Hessens Landeshauptstadt verliert.

Der Rest ist dann Sache für die Annalen. Die Saison 2018/2019 geht zu Ende und was das kommende Jahr bringt, weiß noch niemand. 

Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

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