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Spitzenreiter zu Gast
Zum Nachlesen: Preußen Münster und VfL Osnabrück spielen 0:0 im Derby

Training am Tag vor dem Derby. (Foto: Schulte)
Preußenfans im Stadion. (Foto: Schulte)
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Münster – Und auf geht's in das Derby-Wochenende: Wenn am Samstag der VfL Osnabrück im Preußenstadion aufläuft, ist wieder Leben in der Bude. Über 10.000 Zuschauer werden dabei sein, keine Rekordkulisse, aber lauter und voller als üblich.

Hier geht es zum Liveticker:

Das Derby Preußen Münster gegen VfL Osnabrück im Liveticker

Vorbericht:

Alles ist bereitet für das Derby. Am Freitagmittag waren 10..082 Karten verkauft, dann kommen noch ein paar hundert an der Tageskasse dazu, am Ende werden es vielleicht knapp 11.000 Zuschauer sein. Das wäre dann die zweitbeste Kulisse der bisherigen Saison und definitiv derby-tauglich. 

Derby-tauglich war dagegen nicht die jüngste Leistung der Preußen in Lotte. In einem zerfahrenen Spiel kassierte der SCP ein dummes Gegentor, lief sich dann über 80 Minuten die Füße wund. Gegen einfach agierende Gastgeber ließen sich die Preußen einfach den Schneid abkaufen. Zu viele Zweikämpfe gingen verloren - und damit die klaren Bälle. Zu brav waren sie, die Adler; da konnte nicht einmal die Hereinnahme von Tobias Rühle etwas ändern. "Das war teilweise ängstlich, was wir in Lotte abgeliefert haben." 

Auf bissige Gegner hätten sich die Preußen besser eingestellt, denn die werden auch am Samstag im Preußenstadion auflaufen. Osnabrück ist nicht gerade der Klub des Zauberfußballs, aber defensiv ist der VfL einfach kaum zu knacken. Auch wenn Großaspach just am vergangenen Wochenende etwas anderes bewies. Aber das wird Osnabrück wohl kein zweites Mal anbieten. 

18 Gegentore kassierte der VfL bisher - das ist Ligabestwert und wird nur vom Halleschen FC um ein Gegentor verfehlt. Münster dagegen? Eher fahrlässige 30 Gegentore. In der ersten Tabellenhälfte liegen nur Wiesbaden (32) und Rostock (34) schlechter. Dass der VfL allerdings seine Spiele irgendwie glücklich oder nur dank starker Defensive gewonnen hätte, will Preußen-Trainer Marco Antwerpen bewusst nicht sagen. "Mit Glück stehst du nicht auf Platz 1. Das gibt es nicht. Wenn du oben stehst, dann machst du viele Dinge richtig." 

Die Kunst sei es, bei einem Rückstand eben nicht gleich aufzustecken, sondern einfach eigene Durchschlagskraft zu entwickeln. Osnabrück hatte genau diese Fähigkeit direkt am ersten Saisonspieltag bewiesen. Gegen Würzburz lagen die Lilaweißen mit 0:1 zurück, aber drehten das Spiel noch in der Nachspielzeit in einen 2:1-Heimsieg. Der Beginn einer richtig starken Serie.

Münster dagegen? Liegt das Team hinten, verliert es fast immer. Man kann die Uhr danach stellen und im Grunde das Stadion verlassen. Nur in zwei Spielen lief es anders: Den Rückstand in Kaiserslautern drehte der SCP zum grandiosen 2:1, das 0:1 in Unterhaching holte der SCP immerhin zum 1:1 auf. Alle übrigen Niederlagen, acht an der Zahl, waren mit dem Rückstand festgeschrieben. 

Die Probleme sind bekannt und werden sich phasenweise verbessern - schließlich war das Gegentor in Lotte das erste im Kalenderjahr 2019. Aber die fehlende Konstanz, das gelegentlich seltsame Auf und Ab ist aus dieser Mannschaft nicht ganz herauszubekommen.

Immerhin bietet sich im Derby die Chance, den Eindruck von Lotte vergessen zu machen. Tolles frühlingshaftes Wetter und ein volles Stadion sind die Zutaten, die es dafür braucht. Ein bisschen Stimmung in der Bude, etwas mehr Konzentration, unbedingter Wille. Wenn der SCP das lieferte, wäre schon viel gewonnen.

 

Außer Danilo Wiebe (Aufbautraining) und Tobias Warschewski stehen fast alle Spieler zur Verfügung. Für Jannik Borgmann allerdings gelten Einschränkungen. Er ist erst seit dieser Woche wieder im Training und sein Einsatz wäre doch eher verfrüht. Auch Lion Schweers ist seit Mittwoch wieder dabei - auch er wird wohl keiner für die Startelf sein.

Eher schon René Klingenburg, der am Tag vor dem Derby munter und ohne sichtbare Einschränkungen mittrainierte. Der wuchtige 25-Jährige hat dank disziplinierten Aufbautrainings kaum Kraft verloren - und weil Typen wie er im Preußenspiel wichtig sind, wird er wohl zurückkehren. 

Das soll auch Cyrill Akono, den Antwerpen in Lotte zur Halbzeit rausnahm. Nicht, weil Akono schlechter als alle anderen gewesen wäre, sondern um den Stürmer zu schützen. Warum sollte sich der 18-Jährige in so einem Spiel aufreiben? Aber die Erfahrung, die Cleverness, die Akono in solchen Spielen fehlt, soll er bekommen. Daher spricht viel für einen direkten Einsatz im Derby. Änderungen werden sich allerdings anbieten. "Wir waren in Lotte nicht mit der Leistung aller Spieler einverstanden", so Antwerpen. "Da werden wir reagieren." 

Weil der VfL Osnabrück das Spiel in Lotte aufmerksam verfolgt hatte, rechnet Trainer Antwerpen auch nicht mit einem Sturmlauf der Gäste. Dass der VfL viele Räume anbietet, ist ausgeschlossen. Und weil das mittlerweile kaum ein Team tut, kommt der SCP nicht entscheidend durch - wenn die grundlegenden Anforderungen wie Zweikampfverhalten und "Ball-Halten" nicht voll erfüllt werden. 

Um 14 Uhr wird sich zeigen, was der SCP aus Lotte gelernt hat. Und um 14 Uhr wird auch angepfiffen - weil TV-Anstalten live übertragen und das Zeitfenster dafür eng und begrenzt ist. Wer den Anpfiff im Stadion erleben will, muss früh da sein, so einfach ist das. 

Statistik

Es ist das 16. Derby in der 3. Liga. Insgesamt schneidet der SCP dabei besser ab: Sieben Siege stehen vier Niederlagen gegenüber. Zuhause im Preußenstadion sieht es sogar noch besser aus: Von sieben Spielen gewann der SCP vier, verlor aber nur ein Spiel. 

 

 

Spielplan

22.03.2019
Fortuna Köln
1:1
VfR Aalen
23.03.2019
FC Carl Zeiss Jena
0:0
KFC Uerdingen
Hallescher FC
1:4
SV Wehen Wiesbaden
Karlsruher SC
1:1
FC Hansa Rostock
SC Preußen Münster
3:0
SpVgg Unterhaching
SG Sonnenhof Großaspach
2:1
FC Würzburger Kickers
TSV 1860 München
1:0
SV Meppen
24.03.2019
1. FC Kaiserslautern
1:3
VfL Osnabrück
Sportfreunde Lotte
0:1
Eintracht Braunschweig
25.03.2019
FSV Zwickau
19:00
FC Energie Cottbus
Marco Antwerpen. (Foto: Schulte)
Malte Metzelder am Tag vor dem Derby. (Foto: Schulte)

 


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Nächstes Liga-Spiel

3. Liga, 31. Spieltag
Würzburger Kickers - Preußen Münster
Samstag, 30. März, 14 Uhr
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Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3036:39-342
7Würzburg3043:36741
8Münster3037:36141
91. FCK3036:39-341
10Uerdingen3033:43-1041

SC Preußen Münster