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Isch kandidiere!
Die Schalker Aufsichtsratskandidaten im ausführlichen Kreuzverhör

(Foto: Susanne Hein-Reipen)

Gelsenkirchen – Mark Twain wird das bissige Zitat zugeschrieben Es ist schon ein großer Trost bei Wahlen, dass von mehreren Kandidaten immer nur einer gewählt werden kann! Die Schalker, die am Samstagnachmittag die Gelegenheit nutzten, die vier Kandidaten für den Schalker Aufsichtsrat persönlich kennenzulernen, gingen mit dem gegenteiligen Gefühl nach Hause: Gut zu wissen, dass man die Wahl zwischen vier leidenschaftlichen Schalkern mit beeindruckender beruflicher Vita, Kampfgeist und frischen Ideen hat!

Pünktlich um 15.04 Uhr begrüßte Roman Kolbe in der Gelsenkirchener Flora im Namen der drei einladenden Schalker Fanorganisationen Supporters Club, Ultras Gelsenkirchen und Faninitiative rund hundert Schalker. "Ziel ist, dass Ihr Euch ein gutes Bild von den Kandidaten und idealerweise eine Wahlentscheidung machen könnt!" Die Vereinspolitik stehe seit dem erfolgreichen Kampf gegen den Vertragsabschluss mit viagogo viel stärker im Fokus und sei ein ganz wichtiges Instrument der Mitbestimmung.

Management-Bücher vergessen

Als Erstes trat Stefan Blaschak vor die versammelten Schalker, da er "zur Vermeidung schiefhängenden Haussegens" später zum Abiball seiner Tochter wollte. Er verwies auf rund 15 Jahre Berufserfahrung in Management- und Vorstandpositionen, "oft in Turnaround-Situationen, wo es galt, die Lage schnell zu analysieren und nachhaltige Entscheidungen zu treffen." Zuletzt sei er seit 2008 Vorstandsvorsitzender eines börsennotierten Unternehmens gewesen, das nach einer miesen Startbilanz mit hohen Verbindlichkeiten nunmehr schuldenfrei sei, den Börsenwert versechsfacht und eine erfolgreiche Anleihe ausgegeben habe.

"Vergessen Sie alle Management-Bücher!", wichtig für das Funktionieren eines Unternehmens seien genau zwei Dinge: Professionalität und Zusammenhalt. Es sei wichtig, endlich klar zu definieren, für welches Spielsystem Schalke stehe, denn daran hänge alles Weitere von der Trainerauswahl über das Scouting und die Jugend bis hin zu den Transfers. Ebenso wichtig sei eine finanzielle Strategie, wie Schalke z. B. die 60 Millionen Euro aus den Anleihen refinanzieren wolle; er sehe da keine klare Strukturierung "und was ich nicht sehe, glaub‘ ich nicht!" Auch in Sachen Gewinn- und Verlustrechnung - "wieso brauchen wir 100 Millionen für den Spielerkader?! Und woher sollen 40 Millionen für Investitionen kommen, nachdem der Kelch Khedira an uns vorbeigegangen ist? - und Kommunikation gebe es Defizite: "Warum werden wir als Chaosclub wahrgenommen? Weil schlecht kommuniziert wird!" Und schlechte Kommunikation sei teuer, wie man bei der Trainersuche gesehen habe.

Keine Ausgliederung

Er finde sich in den Werten des Leitbilds wieder. Sein Schwiegervater habe ihm bereits im Parkstadion erklärt, dass Kumpel sich aufeinander verlassen können MÜSSTEN, da sie sonst ein massives Problem hätten. Als er 2013 in die Nordkurve gewechselt sei, habe er sich trotz vielfältiger Erlebnisse rund um den Globus gefühlt "wie ein kleiner Junge an Heiligabend." "Wenn die zwei Jungs sagen, einhaken und hüpfen, dann wird das gemacht!". Wer wissen wolle, was Schalke sei, müsse sich in die Nordkurve stellen. Sein Schlusswort: Eine Ausgliederung werde es mit ihm nicht geben, er habe das Ganze bereits mit einem Unternehmen erlebt: "Wer glaubt, dass das einen Haufen Geld bringt, ist schiefgewickelt!" Für das Großhalten der Investoren müsse man die Mitglieder kleinhalten.

Für den couragierten Auftritt gab es eine Menge Applaus, dann ging es in die Fragerunde mit ihm. Direkt der erste Teilnehmer ging ans Eingemachte und fragte nach konkreten Vorstellungen, welche Strukturen Blaschak aufbrechen wolle und ob dazu auch "Köpfe rollen" sollten. Es solle nicht "Hire & Fire" sein, aber ein Aufsichtsrat sollte "Aufsicht leistet und Rat spenden" und die Geschäfte des Vorstands überwachen, wozu man notfalls mit externem Sachverstand tief einsteigen müsse was "sich so alles in einer konsolidierten Bilanz versteckt".

Rechte nutzen

Nach einigen persönlichen Fragen zum Wohnort - Polsum - und zur Frage der Mitgliedschaft in Fanorganisationen - nein - gab es von einem Teilnehmer den dezenten Hinweis, dass man sich auf Schalke nicht sieze. Wie er mit der "allgegenwärtigen Dominanz" des Aufsichtsratsvorsitzenden umgehen wolle? Er glaube daran, dass man vernünftig miteinander reden könne; auch wenn er CT nicht kenne, müsste dieser als Schalker auch ein Interesse haben, dass der Verein nicht in zwei Jahren pleite sei. Er selber wolle nicht nur konfrontativ sein, sei aber bereit zu streiten und "wirtschaftlich komplett unabhängig". Ob er denn glaube, dass es auf Schalke "5 vor 12" sei? Nein, eher 5 nach 12, daher habe er bewusst die Anleihe erwähnt. Entscheidungen gegen die Fans seien Entscheidungen gegen die Gesellschafter, denn jedem Mitglied gehöre ein Stückchen Schalke. Wir sollten diese Rechte nutzen und anfangen es besser zu machen, "die Zeit ist reif!"

Als Nächster trat Dr. Andreas Horn aufs Podium und verwies auf seine lange Verbundenheit mit Schalke: Vereinsmitglied seit 1987, seit 20 Jahren trotz räumlicher Entfernung regelmäßiger Heimspielbesucher und Vielfahrer, Sohn ebenfalls Schalker und als Dreieinhalbjähriger im Parkstadion Zeuge der Vierminutenmeisterschaft.

Der Verein habe ein massives Kommunikationsproblem und er wolle "die ganzen Worthülsen" beenden. Der Aufsichtsrat solle Aufsicht führen, aber nicht täglich ins operative Geschäft regieren und das Blitzlichtgewitter suchen. Es müsse ein Konzept entwickelt werden, wie alle mitbestimmen könnten.

Knackpunkte

Als Inhaber einer Gemeinschaftspraxis mit rund 35 Mitarbeitern kenne er sich mit Bilanzen und Verantwortung für den Einzelnen aus. Der Aufsichtsrat müsse Perspektiven, Dialog und Transparenz bieten und endlich das "wirklich tolle Leitbild" auch im Aufsichtsrat selber leben. Er stehe für den eingetragenen Verein und vermisse diesbezüglich ein klares Bekenntnis des Aufsichtsratsvorsitzenden; eine Ausgliederung werde es mit ihm nicht geben.

"Knackpunkte" der JHV seien für ihn die Sonderumlage ("brauchen wir nicht, zumal Peter Peters nicht einmal sagen kann, wofür!") und die Kooptation zusätzlicher Aufsichtsratsmitglieder, die Entscheidungsmehrheit müsse immer bei den von der Mitgliederversammlung legitimierten Aufsichtsräten liegen. Den gemeinsamen Ausschuss brauche er nicht, die Aufgabe könne der Wahlausschuss übernehmen, um die Strukturen nicht weiter zu verschachteln. Nach exakt zehn Minuten bat er unter Applaus um das Vertrauen, seine Positionen in den Verein einbringen zu dürfen, er verspreche, ein ständiger Ansprechpartner zu sein.

Ihm folgte Ludger Wibbeke, als einziger Kandidat nicht in Hemdsärmeln, sondern im Anzug angetreten. Er sei stolz, alle seine vier Kinder bereits am Tage ihrer Geburt auf Schalke als Vereinsmitglied angemeldet zu haben. Der Verein sei "unter dem Eis" so unglaublich stark, es gebe viele engagierte ehrenamtliche Mitglieder wie beispielsweise die Leitbildkommission, aber über dem Eis würden "nur ein paar Personen tingeln".

Dieses Eis müsse endlich aufgebrochen werden, der Vorstand dürfe nicht länger nach vorne laufen, ohne sich um den Aufsichtsrat oder die Mitglieder zu kümmern. Nach Aufsichtsratspositionen in einer Bank und einem Wirtschaftsunternehmen wisse er: Wenn der Vorstand seine Aufgaben nicht erfülle, müsse man Konsequenzen ziehen. "Herr Tönnies‘ nicht abgestimmte Spielchen in der Presse sind nicht zum Wohle, sondern zum Schaden des Vereins!"

Vier wichtige Punkte

Ihm seien vier Punkte wichtig: Das Potential der Knappenschmiede sei noch längst nicht ausgeschöpft; man wolle keine Söldner, sondern Spieler, die das "Schalker Blut" bereits in jungen Jahren aufgenommen hätten. Der Verein brauche eine bessere Marketingstrategie, es sei "superpeinlich", wie die geplante Asienreise abgesagt worden sei. Der Verein müsse sein Potential und seine Möglichkeiten auch dort besser nutzen. Die strukturellen Probleme, dass der Aufsichtsratsvorsitzende ständig in Fernsehshows sitze, müssten endlich behoben werden. Clemens Tönnies stehe 2016 wieder zur Wahl, da könnten die Mitglieder es verhindern, ein Cut sei dringend nötig. Es könne nicht sein, dass es Tönnies nicht interessiere, was das Leitbild zum eingetragenen Verein sage. Und ohne Zusammenhalt und Herzblut sei Schalke nichts - "wir sind stark, müssen es aber auch zeigen!" Auch er sehe keine Notwendigkeit zu einer Ausgliederung oder der Aufweichung der 50 + 1 - Regel. Die Rede endete ein wenig abrupt, Applaus gab es trotzdem.

Als nächster Kandidat ergriff Thomas Wiese das Mikrofon und erntete sofort einen Lacher für das Bekenntnis "nullvier Töchter, damit sind meine Hobbies auch erklärt!" Er wolle "nicht den Fragebogen wiederkauen", bei ihm in der Familie seien ALLE Schalker. Sein Opa sei Bergmann gewesen und habe ihn mit sieben Jahren mit auf Schalke genommen. Nunmehr habe er bereits seit 32 Jahren eine Dauerkarte. Den Anstoß für seine Kandidatur hätten seine Töchter gegeben, ob er nach seinem beruflichen Kürzertreten nicht Schalke helfen könne, da läge einiges im Argen. Er habe sich dann selbst hinterfragt, was aus seinem bisherigen Leben er zum Wohle des Vereins einbringen könne. Er habe mit 16 Jahren eine Schlosserlehre gemacht und dann zehn Jahre zuschauen müssen, wie der Betrieb von 1.500 auf 450 Mitarbeiter runtergewirtschaftet worden sei. In der Betriebsversammlung zur geplanten Abwicklung "habe ich an der falschen Stelle den Mund aufgemacht und plötzlich war ich Betriebsratsvorsitzender". Nach Jahren im Konzern- und Gesamtbetriebsrat sowie Aufsichtsrat stellte sich erneut die Frage, ob das Werk verkauft und geschlossen werden müsse, die Aktien standen bei 2,70 DM, die Verbindlichkeiten betrugen rund 19,3 Millionen DM. Er habe gemeinsam mit "meinen 250 Leuten" ein Konzept entwickelt, das Werk zu kaufen und in einem Verhandlungsmarathon die Banken überzeugt.

Offene Fragerunde

Als Erstes habe er garantieren wollen, dass seinen Leuten der Laden auch noch gehöre, wenn er nicht mehr da sei, deshalb habe er eine Sperrminorität von 25,1 Prozent der Anteile in einen eigens dazu gegründeten Verein eingebracht. Mittlerweile stehe die Aktie bei 220 €; jeder Mitarbeiter besitze Aktien im Wert von 130.000 €, "vielleicht wird so deutlich, wie ich ticke". Zusammenhalt sei unglaublich wichtig, man müsse sich Dinge gemeinsam erarbeiten, dann aber auch alle etwas erreichen lassen, ohne die Mannschaft gehe es nicht. Auch er stehe für den eingetragenen Verein, eine Ausgliederung werde es mit ihm nicht geben. Das Publikum honorierte auch Thomas Wieses Auftritt mit deutlichem Applaus.

Es folgte eine offene Fragerunde mit den drei verbliebenen Kandidaten Andreas Horn, Ludger Wibbeke und Thomas Wiese. Die erste Frage bezog sich auf Peter Peters‘ Aussage, der Aufsichtsrat dürfe auch operativ tätig werden, weil Verträge ja von ihm genehmigt werden müssten. Klare Kante dazu von Wiese: "Ganz großer Quatsch!" Der Vorstand und nicht der Aufsichtsrat müsste Verträge unterschreiben, wenn er dies nicht vernünftig mache, müsse man notfalls den Vorstand an die Luft setzen. Wibbeke und Horn stimmten ihm zu.

Unterschiedliche Ansichten der Kandidaten gab es hingegen bei der Frage, wie sie zur Genehmigung der Rechtsgeschäfte des Vorstands durch den Aufsichtsrat und zum Eilauschuss stehen. Wibbeke führte aus, dass die 300.000 €-Regel, "die eingeführt wurde, als Magath das Geld rausschmiss", überholt sei, auch 500.000 sei im Wirtschaftsleben zu wenig. Für Horn hingegen ist der Eilausschuss ein reiner "CT-Ausschuss" und "in Zeiten elektronischer Kommunikation das erste, was man abschaffen muss!" Wiese meinte, da habe sich Peters ein schönes Ei ins Nest gelegt; offenbar habe der Aufsichtsrat falsch verstanden, dass er alles unterschreiben müsse. Richtig sei, dass der Vorstand den Aufsichtsrat mit einem Konzept überzeugen müsse und dann ein Budget erhalte. Alleinunterhalter könne man da nicht brauchen, er glaube, dass man miteinander reden könne, "notfalls muss man sich auch mal fetzen". In seinem Unternehmen mit 220 Millionen € Börsenwert habe der Vorstand nur Prokura bis 100.000 €…

"Schon eine Hausnummer"

Der nächste Redebeitrag kam von Volker Stuckmann, Mitglied des Schalker Ehrenrats: Alle Kandidaten hätten sich "mächtig am Aufsichtsratsvorsitzenden aufgehalten", da gebe es aber auch noch mehrere andere Mitglieder die man überzeugen müsse, zudem man bedenken, dass der Aufsichtsrat "keinen Cent" bekomme. Wiese führte dazu aus, er kenne weder CT noch die anderen und bewerte deren Tätigkeit explizit nicht, aber er fände nicht gut, wie es derzeit an die Öffentlichkeit transportiert werde. Er unterstelle, dass CT ehrenhafte Motive habe und bewerte nicht nur die letzten zwei Jahre, aber insgesamt betrachtet sei ihm das zu wenig. Zudem seien die jedem Aufsichtsrat zur Verfügung stehenden Eintrittskarten im Wert von 18.000 € "schon eine Hausnummer", da sei Unabhängigkeit besonders wichtig. Auch Horn wollte "keine prinzipielle Tönnies-Schelte, aber wer sich als Lichtgestalt darstellt, muss auch mit der Kritik leben". Wibbeke betonte, es ginge nicht um Personen, sondern Strukturen. Wiese ergänzte, jeder müsse sich hinterfragen, ob er den Verein noch nach vorne bringe; wenn es Bessere als ihn gebe: Wunderbar!

Die nächste Rednerin wollte wissen, wie die Kandidaten zu der geplanten En-Bloc-Abstimmung über die Satzung stehen. Horn betonte, die Sonderumlage und der gemeinsame Ausschuss müssten weg, Wibbeke hingegen meinte, man könne nicht über alles einzeln abstimmen, lediglich die Sonderumlage sollte ausgenommen werden. Letzteres war auch Wiese wichtig.

Nachtreten?

Ein Teilnehmer thematisierte die Vertraulichkeit und kolportierte Einstimmigkeit aller Aufsichtsratsentscheidungen. Alle Kandidaten betonten, dass Vertraulichkeit wichtig sei, aber Mehrheitsbeschlüsse sollten auch mit dem Stimmenverhältnis als solche kommuniziert werden, Jasagermentalität sei nicht sinnvoll.

Die nächste Teilnehmerin kritisierte Wibbekes Aussage im Fragebogen, er sei froh, dass die beiden bisherigen Amtsinhaber keine zweite Chance bekommen hätten, das sei wenig faires Nachtreten. Wibbeke entgegnete, so sei es nicht gemeint gewesen, aber er habe einfach zu wenig Veränderung wahrgenommen, zudem sei viagogo "förmlich explodiert".

Danach wurde es lustiger: Alle Teilnehmer hätten wunderbar ihre Stärken dargestellt, was denn die Schwächen seien…? Spontane Antwort von Wiese "Die Frauen!" Die Einschränkung "in meiner Familie" ging im Gelächter der Teilnehmer unter, gemeint war, dass er insbesondere seinen Töchtern nichts abschlagen könne. Horn sah es als Schwäche an, erst 1987 und nicht bereits früher in den Verein eingetreten zu sein "und zu gerne zu schnell Auto zu fahren". Ähnlich äußerte sich Wibbeke, man müsse sich überlegen, ob man genug Zeit für ein tatsächliches Engagement auf Schalke aufbringen könne.

Lanze für den Wahlausschuss

Ob man die "Black Box Aufsichtsrat" durch die Veröffentlichung der Geschäftsordnung wie bei den anderen Vereinsgremien ein wenig aufbrechen könne, wurde von allen Kandidaten bejaht. Wiese betonte, ihm sei bewusst, dass man nicht immer Mehrheiten für sich haben könne, aber er wolle, dass die Mitglieder dann auch erfahren, "es war eine 5:3-Ergebnis und nicht einstimmig". Moderator Roman Kolbe warf ein, wie die Kandidaten "als Nichtfußballer" zu mehr sportlicher Kompetenz im Aufsichtsrat stünden. Alle verwiesen auf ein eigenes, unterklassiges Fußballerdasein als Basiswissen, betonten jedoch, dass der Aufsichtsrat nicht dazu da sei, Spielsysteme zu diskutieren. Notfalls könne man sich das notwendige Wissen beispielsweise durch einen Sportbeirat holen.

Wiese brach zudem eine Lanze für den Wahlausschuss, der mit der Auswahl der Kandidaten seine satzungsmäßige Aufgabe erfüllt habe und dafür "viel Prügel kassiert habe". Wenn man nicht wolle, dass auch Etablierte rausfliegen könnten, müsste man die Satzung ändern, dass Amtsinhaber ein Vorgriffsrecht hätten. Der nächste Redner meinte, es würde sich alles ganz toll anhören, aber was sei, wenn die Kandidaten merkten, dass ihre Vorstellungen im Aufsichtsrat partout keine Mehrheit fänden - den Aufsichtsrat wieder verlassen, jahrelang dagegen ankämpfen oder die Öffentlichkeit suchen? Horn betonte, die Öffentlichkeit sei keine Option, sonst verfestige sich das Bild vom Skandalverein weiter, Wibbeke meinte, "steter Tropfen höhlt den Stein" und auch Wiese betonte, sie alle tritten für drei Jahre an, zudem gäben Veranstaltungen wie diese eine gute Möglichkeit, den Aufsichtsräten auf den Zahn zu fühlen, wer welche Interessen vertritt.

Nach rund zwei Stunden hatten die Zuhörer das gute Gefühl, vier engagierte Schalker mit durchaus unterschiedlichen Schwerpunkten kennengelernt zu haben. Oft gehörtes Fazit war "da hat der Wahlausschuss aber vier wirklich interessante Persönlichkeiten ausgewählt!" In diesem Sinne dürfen alle Schalker auf die Auftritte bei der Jahreshauptversammlung gespannt sein…

 

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Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Freiburg2939:50-1132
14Augsburg3046:55-931
15Schalke 043032:52-2027
16Stuttgart3027:67-4021
17Nürnberg3024:56-3218

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