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"Schalke ist einfach Wahnsinn!"
Ein königsblauer Abend mit Herrn Giefer

Fabian Giefer tief drin im Schalker Leben... (Foto: Susanne Hein-Reipen)
Kommt da eine mit dem Fährmann-Trikot an... Menschenskinder... (Foto: Susanne Hein-Reipen)

Gelsenkirchen – Die Quartalstreffen mit den Fans gehören zum guten Ton auf Schalke. Diesmal in der Kneipe "Auf Schalke": Fabian Giefer. Mittendrin unsere Autorin Susanne Hein-Reipen, die von einem königsblauen Abend zwischen Real und BVB berichtet...

Der FC Schalke 04 lud zum vierteljährlichen Stammtisch ein: Nach Manager Horst Heldt und Kapitän Benedikt Höwedes stellte sich am Mittwoch Fabian Giefer in der Kneipe "Auf Schalke" den Fragen der königsblauen Anhänger.

Unter vielen hundert Schal-Raritäten konnte Moderator "Lord Helmchen" pünktlich um 19.04 einen blendend aufgelegten Torhüter begrüßen, der sich sofort das Mikro schnappte und versicherte, bald wieder auf dem Damm zu sein: Anders als im Sommer sei diesmal nichts gerissen. Für das Wochenendspiel gegen Frankfurt werde es zwar eng, aber er hoffe auf einen Einsatz gegen Real Madrid. Trockener Kommentar des Moderators "Verletzte Keeper entwickeln sich zum bösen Runninggag auf Schalke!"

Giefer outete sich dann als Karnevalsfan, der schon in der Eifel und erst recht in Düsseldorf "eigentlich immer gefeiert!" habe - "da gibt es so schöne Lieder, die man auch so richtig mitgrölen kann!" Dieses Jahr werde er aber natürlich erstmals nicht feiern, da am Aschermittwoch nicht alles vorbei sein solle… Überhaupt werde es auf Schalke nie langweilig, so dass immer ein bisschen Karneval sei.

Bloß nicht Schei**e

Ein Fan wollte dann wissen, was ihm durch den Kopf gegangen sei, als er durch Fährmanns Verletzung endlich die Chance bekommen habe, sein Können zu zeigen und prompt im zweiten Spiel bei Bayern München selber wieder verletzt ausgewechselt werden musste. "Und sach jetzt nicht Schei**e!" - "Schei**e!" platzte es prompt lachend aus Giefer raus, so sei es nun mal. Er werde immer alles geben, was er könne, aber die Gesundheit müsse nun einmal mitspielen.

Entspannt zeigte sich Giefer in puncto Systemumstellung: Ob vor ihm eine Dreier-, Vierer- oder Fünferkette agiere, sei für den Torhüter kein großer Unterschied; wichtiger sei, das System an die zur Verfügung stehenden Spieler anzupassen, da Schalke leider sehr viele Verletzte habe. "Und Uschi und der Fuchser sind auch noch da, sie machen das sehr gut!"

Gegen Real Madrid dürfe Schalke nicht zu hoch stehen, "das nutzen die sonst brutal aus!" Und "natürlich wird es schwer, aber wenn wir einen guten Tag erwischen…". Allgemeines Gelächter, als "Lord Helmchen" zusammenfasste, "okay, den Sieg gegen Real betrachten wir als abgehakt!"

Geradezu ins Schwärmen geriet Giefer auf die Frage, mit welcher Nuance von Schalke er denn vor seinem Wechsel nicht gerechnet habe: Natürlich habe er sich vorher Gedanken gemacht, aber das, was er vor Ort erlebe, könne man nicht vorhersagen, "das ist einfach Wahnsinn!" Ob auswärts, beim Training, sogar im Trainingslager sei alles blau-weiß gewesen. Das baue die Mannschaft unheimlich auf und sie versuchten ein Stück weit, das zurückgeben.

Funkeln in den Augen

Vor seinem Wechsel habe er seinen damaligen Trainer Olli Reck gefragt, der sofort ein "Funkeln in den Augen" gehabt habe. "Du siehst und spürst heute noch, welche starke Verbindung er zu Schalke hat!" - Den Einschub von Lord Helmchen, auf Schalke könne man sich unsterblich machen, wenn man einen Titel gewinnt, konterte Giefer grinsend mit "Meinst Du einen bestimmten Titel …?"

Fabian Giefer hat übrigens anders als ein Spieler aus einem gewissen Verein in der Nähe von Lüdenscheid nicht nur einen PKW-, sondern auch einen Busführerschein, was zu einigen launigen Überlegungen, den Mannschaftsbusfahrer einzusparen, führte. Apropos Lüdenscheid: Befragt, wie er denn das Derby sehe, entgegnete Giefer, selbst für völlig Unbeteiligte sei dieses Spiel DAS deutsche Derby, da kämen Spiele wie Dortmund gegen München (Zwischenruf: "Sach‘ bloß nich‘ Dortmund, datt heißt Zecken!!!") oder auch Köln gegen Düsseldorf einfach nicht mit.

Mit der Tabelle von heute könnte unser Keeper übrigens am 34. Spieltag gut leben. Er könne den VfL Wolfsburg nicht so gut einschätzen und hoffe natürlich, dass "sie uns noch einmal die Chance geben, ranzukommen!"

Alles unterschreiben...

Als den Fans die Fragen ausgingen - das "Auf Schalke" war leider nicht voll besetzt, vielleicht kann man solche interessanten Termine, die Spieler "hautnah" und offen zu erleben, demnächst etwas breiter ankündigen - mussten die anwesenden Vertreter der Schalker Medienabteilung Farbe bekennen: Alles vergessen, nicht eine einzige Autogrammkarte des Hauptakteurs hatte man mitgebracht, "aber der Fabian unterschreibt jetzt ALLES, was Ihr wollt!" Von einigen eilends aufgetriebenen Sprachrohr- und Kreiselexemplaren über Handschuhe, Socken, Bälle, Bierdeckel bis zum Unterarm einer jungen Verehrerin wurde alles signiert.

Auch mit einer älteren Dame im Fährmann-Trikot unterhielt sich Fabian angeregt, als Lob wurde ihm treuherzig bescheinigt, "‘n janz Töften" zu sein. Das konnten 1.904 Fotos und Selfies später alle Anwesenden nur bestätigen!


Susanne Hein-Reipen ist freie Autorin bei westline.de. Sie verfasst unter anderem Fankolumnen über Schalke, berichtet über königsblaue Veranstaltungen und Themen. Als Bloggerin ist sie u.a. auf fankultur.com zu finden.

 

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Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Freiburg3039:54-1532
14Augsburg3046:55-931
15Schalke 043032:52-2027
16Stuttgart3027:67-4021
17Nürnberg3024:56-3218

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