Der FC Schalke 04 auf Twitter & Facebook

Unser Service... Schalke-Artikel exklusiv auf Twitter @westline_s04 und Facebook

Schalke-Torwart im westline-Interview
Alexander Nübel über einen Wechsel: "Es wird Zeit für mich"

Alexander Nübel im Schalker Trainingslager. (Foto: Weber)
Alexander Nübel im Schalker Trainingslager. (Foto: Weber)
29

Drei Jahre stand Alexander Nübel auf Schalke im Schatten von Ralf Fährmann. Mit der Rolle als Nummer Zwei will sich der Keeper aber nicht mehr lange begnügen. Im Interview mit westline.de spricht er offen über seine Wechselgedanken im kommenden Sommer, worauf es ihm bei einem neuen Klub ankommt, warum auch das Ausland für ihn einen gewissen Reiz hätte und natürlich auch über die aktuelle sportliche Situation auf Schalke … 

Hallo Herr Nübel, Sie sind jetzt 22 Jahre alt. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

(Lächelt) In einer der drei Topligen – Premiere League, Bundesliga oder La Liga. Und zwar als Nummer eins. 

2018 war für Sie ein tolles Jahr. Sie hatten Ihre ersten Starelfeinsätze bei den Profis. Wie fühlte sich das an?

Ein überwältigendes Gefühl. Dafür trainiere ich. Ich bin jetzt seit etwa drei Jahren auf Schalke, durfte immer mit der Mannschaft trainieren, aber noch nie mit einlaufen. Deswegen war es etwas ganz Besonders für mich, gerade zuhause vor unseren tollen Fans. 

Nach sechs Spielen mussten Sie aber trotz guter Leistungen zurück auf die Bank. So schnell wird man nicht Stammtorhüter auf Schalke, oder?

Es war von Beginn an klar, dass Ralf Fährmann wieder ins Tor zurückkehrt. Unabhängig davon, ob ich gut oder schlecht spiele. Ralf ist unser Kapitän. Er hatte über 150 Spiele in Folge gemacht und sehr gut gehalten. Deswegen war es für mich klar, dass ich wieder ins zweite Glied rücke.

Ihre Leistung war aber auch nicht schlecht. Und im Pokal gegen Köln avancierten Sie dann sogar noch zum Elfmeterhelden. 

(Schmunzelt) Einen Elfmeter habe ich gehalten, als Held würde ich mich aber nicht bezeichnen. Es war ein geiles Gefühl weiterzukommen. Das Spiel war ausgeglichen, dann kam es eben zum Elfmeterschießen. Für die Torhüter ist es da einfacher als für die Spieler. Die haben einen größeren Druck. Da konnte ich dann einen Elfer halten, einer ging übers Tor und wir sind weitergekommen. Aber natürlich auch, weil die anderen Jungs gut geschossen haben.  

Ganz schön bescheiden. Dabei haben ja manche Schalker schon eine Zeitenwende im Schalker Tor gesehen und ganz zufrieden Sie sind mit Ihrer Situation ja nicht. Zuletzt haben Sie selbst mal einen Vereinswechsel ins Spiel gebracht.

Ich saß jetzt ein paar Jahre auf der Bank, nun will und muss ich auch mal über längere Zeit spielen, möglichst Woche für Woche. Seit einem Jahr kann ich zum Glück regelmäßig in der U21-Nationalmannschaft Spielpraxis sammeln. Aber das ist natürlich etwas anderes als in der Bundesliga. Ich will mich auch dort zeigen, aber auf Schalke ist das eben schwierig. Wir haben einen der besten Torhüter in Deutschland in unseren Reihen. Deswegen muss ich einfach abwägen, was für mich am besten ist. Möglicherweise ist das eine Leihe. Aber das bespreche ich noch in Ruhe mit dem Verein und meinem Berater.

Alexander Nübel im Schalker Trainingslager. (Foto: Weber)

Konkrete Pläne gibt es demnach noch nicht? 

Nein, aber es wird jetzt Zeit für mich. Wenn es hier auf Schalke noch nicht klappt, dann muss ich einen Schritt zurück machen zu einem im Vergleich zu Schalke vielleicht kleineren Verein. Erstmal liegt der Fokus im Team jetzt aber voll und ganz auf der Vorbereitung und dem Rückrundenstart. Ich denke, wir werden rechtzeitig sprechen. Dann werden wir entscheiden, was das Beste für mich ist. 

Von Schalke weg? Was müsste denn ein neuer Verein zu bieten haben?

Schalke gehört zu den größten Vereinen in Deutschland, hat eine lange Tradition und tolle Fans. Diese Punkte sind mir schon wichtig, aber so einen Klub findet man eben nicht oft. Ich muss in dieser Hinsicht sicherlich Kompromisse eingehen und den Fokus wirklich auf die möglichen Einsatzzeiten legen. Wenn es geht, würde ich natürlich auch zu einem großen Klub wechseln, aber da ist die Wahrscheinlichkeit wieder eher klein, dass ich dort spiele. Wichtig ist für mich vor allem, dass es von der Mannschaft her passt. 

Wäre für Sie denn auch das Ausland interessant? 

Ja, da bin ich überhaupt nicht voreingenommen. Ob ich in Deutschland spiele oder im Ausland, ist für mich nicht so entscheidend. Reizvoll wäre der Schritt ins Ausland sicher, weil ich andere Erfahrungen sammeln kann, eine andere Kultur kennenlerne. 

Sie sprachen gerade die U21-Nationalmannschaft an. Dort drängt der Mainzer Florian Müller auch ins Tor, ist aber derzeit verletzt. Droht nach seiner Rückkehr auch in der U21 ein Wechsel?

Ich habe meine Sache in der U21 bisher ganz gut gemacht und will meinen Platz verteidigen. Ich habe dort gezeigt, was ich kann. Wir fahren ja vorher ins Trainingslager. Wenn Florian fit ist, werden wir da einen guten Konkurrenzkampf haben. Und wer besser ist, wird spielen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich ins Tor darf, weil ich noch nie ein Turnier gespielt habe. Das ist einfach eine besondere Sache. 

Weiter auf Seite 2

 


Lade Forenbeiträge...
Zurück zur Übersichtsseite

Nächstes Liga-Spiel

Bundesliga, 19. Spieltag
Hertha BSC - Schalke
Freitag, 25. Januar, 20.30 Uhr
Liga-Spielplan | Schalke-Spielplan
Kader | Schalke-Forum

Weitere Schalke-Termine

  derzeit keine weiteren Termine  

Tabelle

18. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
10Bayer 041826:30-424
11Mainz 051820:24-424
12Schalke 041822:25-321
13Freiburg1822:28-621
14Düsseldorf1821:34-1321

FC Schalke 04