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Der Same-Procedure-as-every-year-Spielbericht
Bayern - Schalke 3:1: Das Deja-Vu der Schalkefans

(Foto: Hein-Reipen)
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München – Wie bei der Neujahrsansprache des Bundeskanzlers fiele es auch beim jährlichen Auftritt des FC Schalke 04 bei den Münchner Bayern kaum auf, wenn über das Vorjahresspiel berichtet würde - besteht doch die Tour für die Schalker Fans seit Jahren aus winterlichem Wetter, einer fantastischen Fete bei den Isarschalkern, tollem Support und trotz kurzzeitig aufkeimender Hoffnung null Punkten. Susanne Hein-Reipen über die diesjährige 3:1-Niederlage...

Ein absolutes Muss auf jeder Auswärtstour nach München ist die Fanfete der Isar-Schalker München in der großen Muffathalle. “Anpfiff“ ist standesgemäß um 11.04 Uhr, die Halle füllt sich schnell. Zunächst ist die Stimmung jedoch etwas gedämpfter als sonst, denn unter dem bekannten Riesen-Banner der Isar-Schalker hängt ein großes Schwarz-Weiß-Portrait von Rudi Assauer. Das Kondolenzbuch für den verstorbenen Manager hat ebenso regen Zulauf wie die Shirts und Rucksäcke mit der Aufschrift „Danke, Rudi!“ Der Begrüßung folgt dann auch eine Schweigeminute, in der man eine Stecknadel fallen hören könnte. 

Doch Rudi war selbst einem leckeren Pils und feiernden Schalker nie abgeneigt und so steigt das Stimmungsbarometer hoffentlich in seinem Sinne bald rapide an. Ein junger Schalker stapelt unter großem Applaus eine meisterschaftsreife Becherpyramide auf; die bereits aus den Vorjahren beliebte Blaskapelle „Kirta Blosn“, stilecht in Krachlederner mit Schalke-Schal, intoniert neben klassisch bayrischen Klängen auch „Blau und Weiß, wie lieb ich Dich“ und das Steigerlied. Daneben gibt es königsblaue Klassiker vom Band. 

Den höchsten Mitgröhl-Faktor hat „Wir würden nie zum FC Bayern München geh’n“, auch „Wer hat die Abwehr umgerannt? – Ebbe, Ebbe Sand“ und „Ob ich erlahme und ergrau, ich liebe Königsblau“ kommen gut. Auf der Hitliste der spontan angestimmten Publikumsgesänge belegen dieses Jahr „Der FC Schalke wird deutscher Meister und wir holen den Pokal“ und Rudi-Assauer-Sprechchöre unangefochten Platz 1. Nur „Tote Enten lässt man nicht verwesen, tote Enten bringt man zum Chinesen, tote Enten sehen traurig aus, doch der Chinese macht was draus!“ lässt nicht malle-erprobte Schalker an der Menschheit verzweifeln. Wer. Denkt. Sich. Sowatt. Aus?! 

Wer hat den Längsten…?

Der Inhalt einer von „Schalke hilft!“ gestifteten Kumpelkiste geht in einer gutgelaunten Prämierung unter – wer hat den längsten Schwanz, pardon, Pferdeschwanz? Die weiteste Anreise…? Garniert wird das Ganze mit reichlich Gerstensaft und weiteren musikalischen Perlen wie „Heute schütte ich mich zu, denn ich habe allen Grund dazu“, „In Lüdenscheid steh‘n Ochsen auf dem Fußballplatz“ und „Wie heißt die Mutter von Niki Lauda? Mama Lauda, Mama Lauda…!“ 

Zu etwas vorgerückterer Stunde marschieren auch zahlreiche Ultras ein, die in anderen Lokalitäten nicht mit offenen Armen empfangen wurden. Die Halle platzt jetzt mit über 1.500 Schalkern fast aus den Nähten; die Schlange vor der Herrentoilette wird lang und länger, mehrere Jungs schleichen sich bei den Damen ein. Die charmanten Spendensammlerinnen für Lia und Sophie füllen eifrig die Sparschweine. Um 15.45 Uhr heißt es „Rien ne va plus“, der Wirt meldet „Alle Biervorräte wech!“ Und die Moral von der Geschicht? Unterschätze durstige Schalker nicht!

Bedürfnisanstalten und Schlauchboote

Also ab auf den Weg zum Schlauchboot aka Arro…, pardon, Allianz-Arena. Während sich mehr oder minder „harmlos“ aussehende Schalker individuell auf den Weg machen dürfen und sich herzlich über die „Bedürfnisanstalten-Benutzungsverordnung“ – in Bayern herrschen noch Zucht und Ordnung: Wer dort mehr als seine Notdurft verrichtet, kriegt einen Strafantrag! – amüsieren, werden die Ultras von der Polizei über die Maximilianstraße zum Marienplatz geführt und sind erst kurz vor knapp im Stadion.  

Der Gästeparkplatz befindet sich, wie bereits von der Abteilung Fanbelange vorgewarnt, im Umbau und ist eine einzige Schnee- und Schlammwüste, doch die Schalker kämpfen sich zum Schlauchboot durch und die dortigen Treppen hoch. Und weil wir alle so fürchterlich gefährlich sind, ist nur Leichtbier im Ausschank und das Rauchen in den Blöcken ebenfalls verboten.

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Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Freiburg3039:54-1532
14Augsburg3046:55-931
15Schalke 043032:52-2027
16Stuttgart3027:67-4021
17Nürnberg3024:56-3218

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