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Der Same-Procedure-as-every-year-Spielbericht
Von Brüllaffen und Stadionsprechern

 

Das Ergebnis aus Lüdenscheid, wo der BXB ein 3:0 noch aus der Hand gibt, amüsiert Schalker und Bayern in der mit 75.000 Zuschauern ausverkauften Hütte gleichermaßen, dann legt der Stadionsprecher mit seinem Geschrei los. Der REKORDMEISTER macht sich doch tatsächlich WARM, sowas hat die WELT noch nicht gesehen!!! „Wer kaum einen Satz ohne sich überschlagende Stimme hinbekommt, hat bestimmt einen Brüllaffen in der Ahnenreihe!“, knurrt ein genervter Schalker. Und wenn er gerade einmal nicht schreit, gibt’s ebenfalls überlaute Selbstbeweihräucherung vom Band. Ginge es nach den Schalkern, würde der Stern des Südens sofort als Schnuppe verglühen…! Danach wird das neue „Baby der Audi-Familie“ vorgestellt: Ivica Olic fährt den neuen A 1 in die Arena. 

Die Südkurve  ist mal wieder unglaublich kreativ: „Ihr werdet nie deutscher Meister!“ – Die passende Antwort der Gästekurve, die gerade das große Ruhrpottkanaken-Banner vertäut, lautet natürlich „Der FC Schalke wird deutscher Meister und wir holen den Pokal!“ Immerhin: Der FC Bayern macht ebenfalls einen Nachruf auf Rudi Assauer, kurz, aber sehr treffend. Der FC Bayern trauere um einen „absoluten Ehrenmann, vor dem wir bei aller sportlichen Rivalität immer allerhöchsten Respekt hatten!“

Die Ruhrpottkanaken legen los

Tedesco startet heute mit Fährmann, Caligiuri, Sané, Bruma, Oczipka, McKennie, Rudy, Serdar, Bentaleb, Konoplyanka und Kutucu. Die Schalker Kurve vermisst Uth, der in den letzten Spielen gut drauf war. Die Aufstellung der Heimmannschaft wird wieder mit sehr viel Gebrüll und dramatischen Lichteffekten zelebriert, dazu malträtiert „Forever number one“ die königsblauen Trommelfelle. Als der Lautsprecher endlich schweigt, hört man nur noch die Ruhrpottkanaken. Neben vielen blau-weißen Fahnen ist auch die berühmt-berüchtigte „mazedonische Sonne“ wieder am Start, doch der Blocksturm bleibt gottlob aus.

Beide Kurven beharken sich mit „Lalalala Bayern München“ und „Lalalala singen FC Schalke!“, auf dem Feld gehen die Hausherren sofort in die Offensive. Fährmann muss bereits in der 04. Minute vor dem einschussbereiten Lewandowski retten, auch danach befindet sich der FC Bayern im Vorwärtsgang. Mitten hinein in „Eine Stadt erstrahlt in Blau“ platzt denn auch 11. Minute das 1:0: Nach einem Patzer von Bentaleb kommt der Ball über James zu Lewandowski. Der mitlaufende Bruma ist dann der Pechvogel, der den Ball ins eigene Netz bugsiert. Mist!

Alter, ist der Kutucu ein geiler Kicker!

Die Schalker Kurve intensiviert sofort den Schalalalaaa-Schalke-Wechselgesang, die Südkurve plärrt „Deutscher Meister wird nur der FCB!“ Im Mittelpunkt des Geschehens steht nunmehr Ralf Fährmann, denn die königsblaue Defensive lässt die schnellen Bayernspieler zu oft entwischen. Ralle rettet gegen Alaba und zweimal Gnabry (17.).

Nach etwa 20 Spielminuten erlahmt der bayrische Angriffsschwung ein wenig; es gibt erste zaghafte Schalker Bemühungen nach vorne, zumeist über Konoplyanka, dessen Zusammenspiel mit Oczipka allerdings noch ausbaufähig ist. Den entscheidenden Anstoß zum Ausgleich gibt dann Bentaleb, der sich nach einem bayrischen Ballverlust gegen zwei Rote durchsetzt und zu McKennie übergibt, der Kutucu schickt – und der zündet den Turbo und verlädt Ulreich. Das 1:1 in der 25. Minute, jawollja! „Wir haben wieder einen Vollblutstürmer, wie geil, Alter!“ seufzt ein junger Schalker verzückt.

Höchststrafe für Rudy

Leider ist der Schalker Jubel nicht von langer Dauer; nur zwei Minuten später erzielt Lewandowski nach Fehlpass von Serdar und Vorarbeit von Gnabry und James die erneute Führung für die Hausherren. Nunmehr hat die ansonsten ziemlich einfallslose Südkurve kurzzeitig akustisches Oberwasser, zur Melodie von „Hey Jude“ intoniert sie „La-la-la-lalala… Bayern“. Der Gästeblock hält mit „Wir kommen aus Gelsenkirchen“ tapfer dagegen.

Fährmann muss erneut gegen James retten, dann zieht Tedesco die Höchststrafe für Rudy: Bereits in der 33. Minute muss der extrem passive Ex-Bayer für Mascarell runter. Aktivposten bei den Knappen sind neben Fährmann vor allem Kutucu und McKennie, auch Konoplyanka findet bisweilen den Weg nach vorne. Lewandowski grätscht von hinten Caligiuri rüde um und sieht (nur) gelb, zum Glück kann „Cali“ nach kurzer Zeit weiterspielen. An der Seitenlinie leidet Tedesco heftig mit.

„Steht auf wenn Ihr Bayern seid“ erntet ebenso königsblauen Spott wie „Münchens wahre Liebe – FCB“. Leider sieht Caligiuri wegen eines taktischen Fouls an Thiago kurz vor dem Seitenwechsel seine fünfte gelbe Karte und muss gegen Freiburg zugucken. 

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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Mainz 053446:57-1143
13Freiburg3446:61-1536
14Schalke 043437:55-1833
15Augsburg3451:71-2032
16Stuttgart3432:70-3828

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