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Dritter-Sieg-in-Folge-Spielbericht
Der S04 ist wieder da-aaaa! Schalke malocht sich nach oben

Auswärtssieg! (Foto: Hein-Reipen )
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Düsseldorf – Krise war gestern! Der FC Schalke 04 schließt eine perfekte Woche mit einem verdienten 2:0-Auswärtssieg bei Fortuna Düsseldorf ab und verlässt die Abstiegsränge. Über 14.000 mitgereiste königsblaue Fans sorgen für ein akustisches Heimspiel und feiern ihre Mannschaft euphorisch. Susanne Hein-Reipen über den umjubelten Auswärtssieg…

Königsblauer Himmel, perfektes Fußballwetter, kurze Anreise, erstes Aufeinandertreffen seit sechs Jahren – kein Wunder, dass sich die reisefreudigen Schalkefans gleich in Armeestärke auf den Weg nach Düsseldorf machen. Vor dem Eingang zum Gästesektor wartet die Gaststätte mit dem hübschen Namen „Auszeit“ mit Alt und Pils und Schalker Mukke auf. Nur „Ein blau-weißes Mädchen am Straßenrand stand...“ sorgt für Verwunderung, hat doch keiner der Anwesenden jemals zuvor diese Perle der Gesangskultur gehört.

Blendende Stimmung bereits vor dem Anpfiff

Gegenüber leuchtet der Schalker Mannschaftsbus wunderschön in der Sonne; es wird geklönt, gelacht, getrunken und alle sind sich einig: SO dürften Auswärtsspiele immer beginnen! Sogar die übliche Damentoiletten-Knappheit wird durch solidarischen Ehrgeiz – wer schafft den schnellsten Boxenstopp, damit sich die Schlange nicht endlos ausdehnt? – bekämpft.

Entsprechend gutgelaunt geht es entlang der Blau-Weiss-Allee (!) Richtung „Merkur Spiel-Arena“ – beim letzten Besuch hieß das Dingen noch esprit-Arena. Die Kontrollen sind zahlreich und penibel, aber freundlich. Und je näher man Richtung Gästeblock vorrückt, desto deutlicher wird die enorme Zahl Königsblauer, die nicht nur den eigentlichen Auswärtsbereich, sondern fast die ganze Nordtribüne und Teile der Gegengeraden bevölkern. Entsprechend laut werden die Schalker Torhüter begrüßt, als sie zum Warmmachen rauskommen, „Asoziale Schalker“ und Attacke! inklusive. Nur auf den gelben Exemplaren der bunten Sitze will keiner sitzen…

Dann werden einige verbale Zärtlichkeiten mit den Heimfans ausgetauscht, die sich unglaublich kreativ an „Scheixxe 04“ – dass da vorher noch keiner drauf gekommen ist…! – abarbeiten: „Scheixx Fortuna“, „Auswärtssieg!“, „Absteiger!“, „Hier regiert der S 04!“, „Warum seid Ihr *uren so leise?“ und „Ihr seid nur ein *urensohn-Verein“ schallt zurück. Sicher nix für die Sonntagsschule, aber allemal besser als die gruselige Hei-Ho-Karnevalsmusik, die aus den Lautsprechern kommt.

Choreo & königsblaues Liedgut

Kurz vor dem Einlaufen der Mannschaften präsentiert die Südtribüne eine gelungene Choreographie: Die komplette Südhälfte der Arena leuchtet Rot-Weiß, dazu wird als „Rahmen“ eine überdimensionale Bühne hochgezogen, welche die wogende Fankurve als „The greatest Show on Earth“ präsentiert. Garniert wird das Ganze oben und unten durch zwei Spruchbänder „Diese Stadt gehört uns“ und „Spür das Herz dieser Stadt!“

Die Gästekurve unter dem RUHRPOTTKANAKEN-Banner präsentiert kurz ein Spruchband „Fußballspielen statt diskutieren - Videobeweis abschaffen!“ und legt dann den Schwerpunkt klar auf Lautstärke und stimmt zum Einlaufen „Jeden Tag und jede Nacht… singen wir immer wieder blauweiße Lieder, weil es uns glücklich macht!“ an. Zum Anpfiff gibt es „Eine Stadt erstrahlt in Blau“ unplugged; danach springt bei „Steht auf, wenn Ihr Schalker seid“ die halbe Arena auf. Außer „Fortuna olé olé“ kommt trotz mit 52.000 Zuschauern ausverkaufter Hütte wenig Gegenwehr.

Erste Halbzeit ausbaufähig

Tedesco hat wieder kräftig rotiert; neben den in die Nationalelf berufenen Uth und Rudy müssen auch Konoplyanka und Embolo auf die Bank. Es beginnen Fährmann, Caligiuri, Sané, Naldo, Mendyl, Mascarell, McKennie, Serdar, Bentaleb, Burgstaller und di Santo. Insbesondere der Argentinier spaltet die Gemüter; die einen fürchten einen Leberschaden, wenn sie „saufen, bis di Santo trifft“, die anderen hätten lieber den im Aufwind befindlichen Embolo oder den schnellen Konoplyanka gesehen.

Die Abtastphase fällt aus, beide Mannschaften legen sofort los und haben durch Naldo (2.) und Raman (4.) bereits frühe und hochkarätige Torchancen. So spannend bleibt es aber zunächst nicht; Schalke nimmt zwar nach den Anfangsminuten angetrieben von „Schalke 04 für jetzt und alle Zeit“ und „Auf geht‘s Schalke schieß‘ ein Tor“ das Heft in die Hand, hat aber keine zwingenden Einschussmöglichkeiten. Gute Noten verdienen sich in dieser Phase der unermüdlich rackernde Burgstaller und Neuzugang Mendyl, der ohne Konoplyanka vor ihm mit vielen Balleroberungen und Tempovorstößen gefällt. „Wenn der jetzt noch das Flanken lernt, adoptier‘ ich ihn!“ seufzt ein Schalker.

 

In den Zweikämpfen geht es kräftig zur Sache, insbesondere Morales fällt Schalker gleich reihenweise, ohne dass er eine gelbe Pappe sieht. Auch in der 40. Minute bleibt die Pfeife von Schiedsrichter Jablonski stumm, als di Santo im Strafraum zu Fall kommt. Für die Schalkefans ein klarer Fall von „Scheixx DFB“, aber wohl nicht unberechtigt. In der eigenen Hälfte ist Naldo wieder auf dem Weg zur Topform der vergangenen Saison und räumt als Ein-Mann-Bollwerk alles ab. Also geht es mit „Geh‘n mit dir auf jede Reise“, „Schalke nur Du alleine bist meine Liebe“ und den Ruhrpottkanaken und 0:0 in die Kabinen.

Fulminanter Start in Halbzeit Zwo

Die Pause verbringen die Fans auf der Suche nach einer Herrentoilette im Oberrang und vorsichtigem Optimismus, dass Schalke das Spiel weiter im Griff behält. Als Pausenunterhaltung werden Fußbälle auf eine überdimensionale Dartscheibe geballert.

Dann geht es in den zweiten Durchgang – und wie!!! Das „Auf geht‘s Schalke schieß ein Tor“ erstickt bereits in der 48. Minute im Jubel, als der Ball über di Santo und Serdar vor den Füßen von McKennie landet, der aus kurzer Distanz mit links zur Führung trifft. Das 1:0 in der 48. Minute, im Gästeblock fliegen Bier und Konfetti tief. 

Das Bier ist noch nicht trocken, als die nächste Dusche ansteht: Erst reißt ein Naldo-Freistoß die Königsblauen hoch, unmittelbar danach ein Bombenschuss von Bentaleb mit noch bombigerer Parade von Rensing – und dann kommt Burgi, der den Abpraller mit purem Willen und Unterlatte ins Tor bugsiert. 0:2 (53.), JAAAAAAA! Und überhaupt, Bier soll ja gut für die Haare sein.

 

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Tabelle

8. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
14Nürnberg88:19-118
15Hannover810:16-66
16Schalke 0485:11-66
17Stuttgart86:17-115
18Düsseldorf86:18-125

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