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Schalke nach der Derbyniederlage
Deshalb spielte Mendyl für Burgstaller - Heidel: „Ich ziehe den Hut vor unserem Trainer“

Domenico Tedesco musste am Samstag seine erste Derby-Niederlage hinnehmen. (Foto: dpa)
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Gelsenkirchen – Das erste Mal seit fünf Jahren haben die Schalker zuhause ein Derby verloren. Entsprechend niedergeschlagen präsentierten sich Spieler und Verantwortliche nach dem Abpfiff in den Katakomben. Trotzdem gab es Lob von Christian Heidel. Besonders eine Sache bereitet dem Schalker Sportvorstand aber große Sorgen…

Mit hängenden Köpfen verließen viele Schalke-Profis nach der ersten Derbyniederlage die Katakomben. Die Wenigsten standen für Interviews bereit. Für Sportvorstand Christian Heidel mehr als verständlich: „Die Niederlage tut eben weh. Wir wissen, wie wichtig das Spiel für die Stadt, die Region und unsere Fans ist.“ So sei es auch bei den Spielern.

Und auch bei einer anderen Gesamtsituation wäre die Niederlage so schmerzhaft gewesen, so Heidel, der anschließend aber auch in dieser Hinsicht kein Blatt vor den Mund nahm: „Unserer aktuellen Situation sind wir uns aber auch bewusst. Wir machen uns da nichts vor. Wir haben 14 Punkte, stehen hinten und kommen da momentan nicht raus. Die Personalsituation wird sich gleichzeitig bis zur Winterpause eher noch dramatisieren als weniger werden. Dem müssen wir uns stellen.“

Es genügt ein Blick auf die im Sturm eingesetzten Spieler, um zu wissen, was Heidel meint. Hier spielte nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Guido Burgstaller Linksverteidiger Hamza Mendyl neben Weston McKennie, der ebenfalls kein gelernter Stürmer ist.

Lob von Heidel trotz Niederlage

„Ich ziehe den Hut vor unserem Trainer, dass er nie darüber spricht“, so Heidel. Heute habe er lediglich kurz erwähnt, dass ein linker Verteidiger im Sturm gespielt hätte. Aber aufgrund genau dieser personellen Engpässe in der Offensive könne man einfach auch kein Offensivspektakel erwarten: „Die Jungs zerreißen sich. Weston hat alles probiert und Mendyl auch. Aber es sind natürlich keine Stürmer.“ 

Hinzukommt, dass es dieses Zusammenspiel so noch nie gegeben habe. „Wir müssen es aber natürlich trotzdem so akzeptieren und weiterspielen, weil es eben keine Entwarnung geben wird.“ Was Guido Burgstaller betrifft gebe es aktuell übrigens noch keine Prognose. Der Österreicher ging schon mit Leistenproblemen in die Partie, diese verschlimmerten sich. Nach nur 37 Minuten war dann Schluss für den Stürmer.

Beim BVB sieht die Lage dagegen aktuell ganz anders aus. Zumindest das wollte Heidel auch erwähnen und warf dabei zugleich auch einen Blick auf die Dortmunder Bank: „Bei Dortmund saßen mit Pulisic, Philipp und Götze sogar noch drei Offensivkräfte auf der Bank. Wenn man die alle mal beim Gegner rausnehmen würde, weiß ich nicht, wie viele Tore er geschossen hätte in den letzten Wochen.“

Hier hinkt der Vergleich allerdings ein bisschen, denn zumindest saßen mit Yvehen Konoplyanka, den Tedesco erst in der 76. für Oczipka aufs Feld schickte, und Cedric Teuchert auch auf der Schalker Bank noch Offensivkräfte. Außerdem treffen beim BVB auch durchaus andere Spiele. Mittelstürmer Paco Alcácer gelang schließlich kein Tor auf Schalke.  

Domenico Tedesco erklärte später, warum er sich trotz offensiverer Alternativen für den Außenverteidiger als Burgstaller-Ersatz entschied und wie er im Nachhinein darüber denkt: „Nach der Verletzung von Burgstaller wollten wir jemanden mit Tempo im Sturm haben. Hamza ist unser schnellster Spieler, der die Tiefe attackieren kann. Er ist ein Spieler, der schon auch einem Akanji oder Diallo weglaufen kann. Deswegen haben wir uns für ihn entschieden.  Ich muss da aber ehrlich zugeben, das hat nicht so funktioniert, wie ich es mir gedacht habe. Wir haben es zweimal probiert, aber Akanji ist doch schneller am Ball gewesen.“

Eine Entschuldigung aber sollte Heidels Vergleich ohnehin nicht sein. Zumal sich Schalke auch lange trotz Personalnot gut geschlagen hat. „Bis zu dem 2:1 war es in meinen Augen ein Spiel auf Messerschneide“, so Heidels Blick auf das Spiel. Unverdient sei der Sieg der Gäste am Ende aber trotzdem nicht: „Nach dem 2:1 war es für uns ganz ganz schwierig in der Zusammensetzung, in der wir gespielt haben. Dortmund hat Überwasser bekommen. Wenn man dann ihre Chancen sieht, ist das sicherlich ein verdienter Sieg.“ Da müsse man, auch wenn es etwas unangenehm sei, nicht drumherum reden.

 


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27. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Mainz 052627:45-1830
14Augsburg2637:47-1025
15Schalke 042627:44-1723
16Stuttgart2626:56-3020
17Hannover2624:61-3714

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