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Der Auf-die-Freundschaft!-Spielbericht
Die geilste Fanfreundschaft Deutschlands, eine tolle Choreo – und ein Spiel zum Abgewöhnen

(Foto: Hein-Reipen)

Der 1. FC Nürnberg und der FC Schalke 04 trennen sich nach 90 Minuten, die insbesondere die königsblauen Zuschauer zu allerlei Flüchen animieren, mit einem 1:1-Remis. Deutlich unterhaltsamer als die Offensivbemühungen auf dem Rasen sind dabei die große Freundschaftschoreographie vor dem Spiel und die Leistung von Alexander Nübel. Susanne Hein-Reipen mit allen Einzelheiten der Tour nach Franken.

Schaaaalke und der FCN, das ist nicht nur ein Fußballspiel, nein, das ist viel mehr – und so nutzen auch dieses Mal wieder tausende Schalker die Gelegenheit, den Freunden aus Franken einen Besuch abzustatten. Da es sich die DFL nicht verkneifen konnte, die Begegnung trotz der Entfernung und der allseits bekannten Tatsache, dass Rot-Schwarz und Blau-Weiß gerne miteinander feiern, auf den Freitagabend zu verlegen, rollen bereits am Donnerstagabend etliche Schalker nach Süden; am Freitag folgen u. a. der Sonderzug und zahlreiche Busse.

Scheixx auf die Tabellensituation

Die Nürnberger Innenstadt ist durchsetzt mit königsblauen Tupfern, die sich auf dem Ostermarkt umsehen, einmal den Ring am „schönen Brunnen“ reiben – nein, wir sind natüüürlich nicht abergläubisch, aber schaden kann es ja nichts – und sich über die dezenten Erziehungshinweise in den Bussen („Niemals schmeißt ein Kavalier mit Bonbonpapier“) und den Untertitel der Kulturtage „Die blaue Nacht - Himmel und Hölle“ amüsieren. Jawoll, als Schalker ist zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt immer alles in der Verlosung!

Das Brauhaus zum Barfüßer füllt sich zusehends mit Königsblauen, die Lust auf Selbstgebrautes und deftige fränkische Leckereien haben, jeder Glubberer wird begeistert begrüßt. Allgemeiner Tenor: Verdammt schade, dass es tabellarisch so eng ist! Der Schalker Mannschaftsbus vor dem Grand Hotel Meridien ist für alle ein beliebtes Fotomotiv.

Wanted: Der Freundschafts-Choreoschal!

Der Weg zum Max-Morlock-Stadion ist gepflastert mit Stickern und Graffiti der Ultras Nürnberg 1994 UN und der Banda di Amici, einige blau-weiße Kleber gesellen sich hinzu. Im Fanshop an der Geschäftsstelle und am Max-Morlock-Treff am Max-Morlock-Stadion am Max-Morlock-Platz – Ehre, wem Ehre gebührt! – gibt es viele Fanartikel vom Glubb, nicht jedoch die angekündigten Choreo-Seidenschals, die auf einer Seite „Schalke und der FCN wird es für alle Zeiten geben“ und auf der anderen ein Bild der „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“-Choreographie einer früheren Begegnung zeigen.

Die heißbegehrten Stücke werden nur im Stadion und dort auch nur hinter den Gästeblöcken und der Nürnberger Nordkurve verkauft, was einigen Schalkern, deren Tickets trotz Aufhebung der Fan- und Blocktrennung partout nicht funktionieren wollen, den Schweiß auf die Stirn treibt. Am Umtauschschalter am Eingang Süd zeigt man sich wenig hilfsbereit, aber die Ordner erbarmen sich und lotsen die Gäste via Schalverkauf in die richtigen Blöcke. Noch einmal Dankeschön dafür!

Choreo mit Gänsehaut-Garantie

Im „ESW-Familienblock“ dann der nächste Herzkasper: In der uns zugedachten Reihe 26 sieht man viel heruntergezogenes Dach und viel Rasen, aber nicht die gegenüberliegenden Tribünen, auf denen die Choreo stattfindet. Ein wenig Zusammenkuscheln in den vorderen Reihen hilft auch über diese Hürde hinweg, zumal viele Besucher noch auf Papas Schoß passen. Die Nachwuchs-Glubberer und –Schalker stürzen sich begeistert auf Adam Zrelak, dessen lädiertes Knie keinen Einsatz erlaubt und der deshalb geduldig Autogramme schreibt und für Fotos strahlt. 

Bereits beim Warmmachen der beiden Mannschaften klingt immer wieder „Schaaaalke und der FCN“ auf, auch ein Wechselgesang – die Nordkurve Nürnberg mit SCHALKE!, der Gästeblock mit NÜRNBERG! – funktioniert prima. Gerald Asamoah und sein Nürnberger Pendant präsentieren derweil strahlend die Sondertrikots für die Begegnung, die trotz des stolzen Preises von 85 Euro ratzfatz ausverkauft waren.

Dann geht es endlich mit der Choreo los: Die Nürnberger Kurve wird durch lange Stoffbahnen und tausende Luftballons in blau-weiß, die Gästekurve in rot-schwarz getauscht. Ergänzt wird das Ganze durch den großen Schriftzug „ROT-SCHWARZ BLAU-WEISS BIS IN DIE EWIGKEIT“ im Oberrang, dazu präsentiert jede Kurve Vereinslogo und Ultra-Wappen des anderen Freundes. Und als wäre das noch nicht genug Gänsehaut, wird so gerüstet gemeinsam „Blau und Weiß, wie lieb ich Dich!“ und „Die Legende lebt“ geschmettert. Einfach. Nur. Schön!

Auch die Mannschaften – Huub Stevens hat sich für Nübel, Nastasic, Sané, Stambouli, Oczipka, Caligiuri, Mascarell, Harit – ein wenig überraschend -, Boujellab, Burgstaller und Skrzybski, der im Hinspiel zwei Tore erzielte, entschieden – kommen mit Luftballons in den Farben des Freundes aufs Feld, die anschließend gemeinsam mit denen der Fans in den Himmel steigen.

Stimmung exzellent, Spiel ausbaufähig

Die Stimmung bleibt auch nach dem Anpfiff prima, beide Kurven supporten ihr Team lautstark, die Schalker beginnend mit „Steht auf, wenn Ihr Schalker seid“ und „Um die halbe Welt sind wir gefahr‘n“, die Nürnberger unter anderem mit „FC Nürnberg olé“. Den besseren Start auf dem Rasen erwischt der Glubb, der engagierter in die Zweikämpfe geht und durch Ishak zu ersten Einschussmöglichkeiten kommt. Die größte Herausforderung für Nübel ist allerdings ein Beinahe-Eigentor von Kapitän Stambouli, der fast eine der zahlreichen Nürnberger Ecken – am Ende stehen 11:9 Ecken für die Hausherren zu Buche – ins eigene Netz verlängert hätte. Puh.

Die Nordkurve Nürnberg präsentiert ein großes Banner, das – auf Italienisch! – den Stadionverbotlern Mut macht: La leone grida sempre, non mollare mai! Der Löwe weint immer, gib niemals auf… Von Schalker Seite gibt’s Applaus und ein herzhaftes „Schalke! Kämpfen! Siegen!“ Auf dem Grün bleibt Nürnberg spielbestimmend und hat durch Pereira und mehrfach Behrens einige kleinere Chancen, so dass die Schalker unter den 50.000 im ausverkauften Haus die Pause, charmant angekündigt mit „Noch 10 Minuten bis zum Weckla“, herbeisehnen.

 

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Samstag, 27. April, 15.30 Uhr
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Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Freiburg3039:54-1532
14Augsburg3046:55-931
15Schalke 043032:52-2027
16Stuttgart3027:67-4021
17Nürnberg3024:56-3218

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