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Königsblaues Zwischenfazit
FC Schalke: Was ist schlecht, was läuft gut?

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Gelsenkirchen – Nach einem Grottenstart mit fünf Liga-Niederlagen in Folge hat sich der FC Schalke 04 mit drei Zu-Null-Siegen in Folge wieder halbwegs auf Kurs gebracht. Susanne Hein-Reipen nutzt die Länderspielpause für eine Bestandsaufnahme – und prognostiziert einen weiteren Aufschwung.

Die Erwartungen und Hoffnungen an die Saison waren nach der umjubelten Vizemeisterschaft auf Schalke hoch: Der Vertrag mit Chefcoach Domenico Tedesco wurde bis 2022 verlängert, dazu wurden über 53 Millionen Euro für Neuzugänge in die Hand genommen, die größtenteils in der vergangenen Saison zu den besten Akteuren der Liga gehörten (Salif Sané, Mark Uth, Omar Mascarell), als Nationalspieler Hoffnungen auf sofortige Verstärkungen boten (Sebastian Rudy, Hamza Mendyl) oder als Riesentalent galten (Suat Serdar). 

Verlernen die alle plötzlich das Kicken…?

Entsprechend hart war die Landung auf dem Boden der Realität, als die ersten fünf Bundesligaspiele verloren gingen und Schalke alleiniges Tabellenschlusslicht war. Nach ungewohnten Patzern von Sané und sehr durchwachsenen Leistungen von Rudy und Baba stellten sich die treuen königsblauen Fans stellten halb scherzhaft, halb im Ernst wieder einmal die Frage, warum viele Fußballspieler, die bei anderen Vereinen geglänzt haben, mit der Ankunft in Gelsenkirchen plötzlich zu Holzfüßen zu mutieren scheinen. Es wurde neidisch auf andere Vereine wie die ungeliebten Nachbarn geschielt, wo Neuzugänge scheinbar mühelos sofort Spiele entscheiden können.

Pluspunkt: Kein hysterischer Aktionismus

Doch – und das ist eine ausgesprochen erfreuliche Entwicklung – die große Unruhe auf Schalke blieb aus, obwohl sich Teile der Medien und einige Internet-Rambos darin gefielen, von „Endspielen“ für Tedesco zu faseln, der ja viel zu unerfahren und durchschaubar sei. Die große Mehrheit der Fans und der Vereinsführung erinnerte sich jedoch daran, dass immer kommuniziert wurde, dass es Rückschläge geben könne und werde, wenn die Mannschaft spielerisch und taktisch weiterentwickelt wird. Sie hielten entweder eisern den Mund wie beispielsweise Clemens Tönnies, der in der Vergangenheit in solchen Situationen oft ungewollt Öl ins Feuer goss, oder stärkten wie Sportvorstand Christian Heidel und die Nordkurve im Heimspiel gegen Mainz Trainer und Mannschaft demonstrativ den Rücken.  

Nur so kann nachhaltig etwas aufgebaut werden, wenn nicht bei der ersten Krise sofort rollende Köpfe gefordert werden! Denn regelmäßige Zuschauer der Schalker Spiele wissen: Weder war in der letzten Saison alles Gold, was ergebnistechnisch glänzte, noch war zu Beginn der neuen Spielzeit alles sch…lecht. Die spielerischen Unterschiede waren kleiner als gedacht; es fehlte aber nach dem lukrativen Verkauf von Kehrer und der Verletzung von Stambouli die letztes Jahr nahezu unüberwindliche Dreierkette -  und das Quäntchen Glück des Tüchtigen.  

Kader stand spät

Hinzu kommt, dass entgegen Heidels Ankündigung, der Kader werde vor dem ersten Trainingslager nahezu feststehen, noch bis in den Pflichtspielstart hinein wichtige Zu- und Abgänge erfolgten. Spieler wie Sebastian Rudy oder Hamza Mendyl mussten ins kalte Wasser geworfen werden, obwohl sie nur wenige Trainingseinheiten mit ihren neuen Mannschaftskameraden hatten. Teilweise war diese späte Transferpolitik natürlich dem unerwarteten Geldsegen durch den Kehrer-Transfer zu Paris Saint Germain geschuldet, ideal ist eine so späte Kaderzusammenstellung trotzdem nicht, insbesondere, wenn noch verhältnismäßig wenige „ernsthafte“ Testspiele dazukommen. 

Wie viel Rotation ist sinnvoll?

Und als wäre das nicht bereits genug Abstimmungsbedarf im Team, ließ Domenico Tedesco in den ersten Begegnungen zusätzlich ungewöhnlich viel rotieren: In den 10 bisherigen Pflichtspielen testete er 10 (!) unterschiedliche Startformationen und wechselte in allen Mannschaftsteilen so durch, dass bis auf die verletzten Oczipka, Stambouli und Skrzybski, „Edelreservist“ Riether und der eigentlich aussortierte Geis sämtlicheFeldspieler bereits im Einsatz waren.  

Für das Mannschaftsgefüge und das Gefühl jedes einzelnen Spielers, nahe an der Startelf zu sein und ihr weiterhelfen zu können, sind die ständig wechselnden Aufstellungen gut; für die Abstimmung der Spieler untereinander wäre eine Stammformation als Basis, die je nach Gegner und Spielverlauf punktuell geändert wird, wohl besser. Ob Naldo und Sané oder Burgstaller und Uth: Die fehlende gemeinsame Spielpraxis wurde in den ersten Spielen sehr deutlich, bessert sich aber langsam. 

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Tabelle

8. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
14Nürnberg88:19-118
15Hannover810:16-66
16Schalke 0485:11-66
17Stuttgart86:17-115
18Düsseldorf86:18-125

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