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S04 nach der Pleite gegen Hoffenheim
Stevens: "Habe nicht umsonst gesagt, dass dies meine schwierigste Aufgabe ist"

(Foto: dpa)

Gelsenkirchen – Schalke 04 kassierte gegen die TSG Hoffenheim eine derbe 2:5-Klatsche im eignen Stadion und verlor damit in dieser Saison bereits das zehnte Spiel in der eigenen Arena. Entsprechend „bescheiden“ war die Stimmung nach dem Abpfiff…

Die Fans entluden ihren Frust nach dem Debakel gegen Hoffenheim abermals mit einem lauten Pfeifkonzert. Die Spieler ließen es über sich ergehen, standen regungslos vor der Nordkurve. Ein wahrlich trauriges Bild nach einem erneut gebrauchten Tag für Königsblau, wobei die Schalker das Spiel eigentlich ganz ordentlich begonnen hatten. So sah es auch Trainer Huub Stevens. Der erste Gegentreffer machte dann aber alle guten Bemühungen zunächst wieder zunichte. „Die Köpfe sind dann wieder nach unten gegangen“, so der Trainer.

Kleiner Lichtblick im zweiten Durchgang verpufft auch schnell wieder

Mit Blick auf die zweite fällt die Analyse des Trainers ähnlich aus. „In der zweiten Halbzeit haben wir ein wenig umgestellt, die Mannschaft ist wieder ordentlich ins Spiel gekommen und macht auch den Anschlusstreffer. Doch dann machen wir wieder Fehler, die wir nicht machen dürfen. Das nutzt eine gute spielende Mannschaft, wie Hoffenheim es ist, aus. Aber das ist natürlich auch eine Kopfsache. Aber ich habe nicht umsonst gesagt, dass dies hier meine schwierigste Aufgabe ist.“

Die Grundeinstellung seiner Spieler will Stevens nicht kritisieren. Das Problem liege am Kopf, sobald die Mannschaft Gegentore kassiere, betonte der Coach und ergänzte dann: „Von der Einstellung her kann man den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben Fehler gemacht, natürlich. Aber wir haben ja auch nicht gegen irgendwen gespielt, sondern gegen eine Mannschaft, die einen Lauf hat. Dann darf man natürlich diese Fehler nicht machen, das wird abgestraft. Aber ich hoffe doch, dass bei allen, damit meine ich nicht nur die Spieler, die Augen offen sind und sie wissen, was jetzt gefragt ist.“

Ähnlich wie sein Trainer analysierte auch Daniel Caligiuri das Spiel nach dem Abpfiff in den Schalker Katakomben. „Wir waren am Anfang am Drücker, müssen dann aber einfach auch mit Überzeugung die Verantwortung übernehmen und ein Tor schießen, egal welcher Spieler. Nach den Gegentreffern ist dann eben wieder der Kopf ins Spiel gekommen.“ Dennoch habe die Mannschaft nach der ersten Halbzeit noch nicht aufgegeben, an diesen Punkt kam das Team allerdings schon wenig später. „Nach meinem Elfmeter hatte ich wieder ein gutes Gefühl. Die Fans waren da, die Jungs wollten das Spiel drehen. Das 3:1 war dann aber wieder ein Tiefschlag für uns. Ab da haben wir das Spiel aufgegeben.“

Caligiuri beschreibt Unterschied zwischen Training und Spiel

Im Training laufe dagegen vieles besser als im Spiel, das habe aber auch einen Grund, erklärte Caligiuri. „In den Trainingseinheiten ist jeder voll konzentriert da, hat Spaß am Fußball und haut alles aus sich raus. Im Spiel ist es aber natürlich eine andere Sache, da geht es um viel. Wenn wir in Rückstand geraten, werden eben die Köpfe sehr sehr schwer. Deshalb müssen wir einfach versuchen, unsere Tore in der Anfangsphase zu machen, dann wird so ein Spiel ein komplett anderes.“

Die nächste Gelegenheit, die Tore in der Anfangsphase zu machen, haben die Schalker ausgerechnet im Derby gegen den BVB, der noch um den Meistertitel mitspielt. Ebenfalls keine leichte Aufgabe für die Schalker, aber ein Derby hat ja bekannterweise seiner eigenen Gesetze. „Das Derby ist natürlich immer ein Siel für sich, da kann alles passieren. Es ist wie ein Pokalfight, wie ein KO-Spiel. Wir werden auf jeden Fall alles raushauen und hoffen, dass wir im Derby ein Erfolgserlebnis haben“, so Caligiuri.

Huub Stevens macht dagegen keinen Hehl daraus, dass er sich für dieses besondere Spiel lieber ganz andere Vorzeichen gewünscht hätte. „Das Derby ist natürlich etwas Spezielles, aber ich hätte lieber eine etwas andere Ausgangslage im Vorfeld gehabt. Aber die Situation ist jetzt so, da müssen wir mit umgehen.“

Ja, das muss Schalke wohl, aber vielleicht kommt das Derby zum jetzigen Zeitpunkt auch gar nicht so ungelegen, es kann schließlich auch neue Kräfte freisetzen …

 

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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Mainz 053446:57-1143
13Freiburg3446:61-1536
14Schalke 043437:55-1833
15Augsburg3451:71-2032
16Stuttgart3432:70-3828

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