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Viele Fragen offen
Ist Schalke 04 nur noch Mittelmaß?

(Foto: dpa)
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Gelsenkirchen – Die fünf Auftaktniederlagen werden Schalke 04 in diesem Jahr wohl noch eine Weile nachhängen – vorerst ist Abstiegskampf angesagt. Das 0:2 gegen Werder Bremen zeigte, dass sich die Elf von Domenico Tedesco schon mit dem ambitionierten Mittelfeld der Bundesliga richtig schwertut. Liegt es daran, dass die Knappen selbst den Anschluss verloren haben?

Sportvorstand Christian Heidel stellte nach der ernüchternden Niederlage gegen Bremen jedenfalls klar, dass nun „nicht mehr in Rückständen auf bestimmte Plätze“ gerechnet werden müsse. Er wolle auch nicht mehr hören, dass Schalke 04 gerade dem Geschehen „hinterherlaufe“. Das ist wohl besser so – der Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund, den Königsblau im Vorjahr als Vizemeister zu distanzieren wusste, beträgt satte 14 Punkte und noch deutlich mehr Tore.

Tabellarisch ist das „Mittelmaß“, die Plätze jenseits von Gut und Böse, das kurzfristige Ziel der Tedesco-Elf, die aktuell den Relegationsplatz belegt. Gewiss ist es aber nicht der langfristige Anspruch von Schalke, das Jahr für Jahr international spielen will und am liebsten einen Champions-League-Startplatz für sich reservieren würde.

„Wir treffen oft die falsche Entscheidung“

Davon ist S04 gerade weit entfernt. In dieser Saison dominierte Schalke kein einziges seiner acht Spiele. In Wolfsburg und gegen den FC Bayern setzte es verdiente Pleiten, die anderen Partien standen auf der Kippe. „50:50-Spiele“, wie es Heidel nannte. Während in der Vorsaison viele dieser engen Partien zugunsten von Schalke 04 ausgegangen waren, sieht es nun umgekehrt aus: Hertha, Gladbach, Freiburg und nun Bremen knöpften den Mannen vom Berger Feld Punkte ab.

Auch die Bezeichnung „50:50-Spiele“ macht das Dilemma deutlich. Schalke, gewiss nicht auf dominanten Ballbesitzfußball oder neunzigminütiges Power-Pressing gedrillt, tritt kaum noch wie ein Favorit auf. Spielerisch häufen sich die Verlegenheiten. „Wir treffen oft die falsche Entscheidung“, stöhnte Domenico Tedesco nach dem 0:2 gegen Bremen. „Die Bälle kommen nicht da an, wo sie sollen.“

Andere Teams sind deutlich weiter

Doch es war mehr als das. „Uns fehlte im ersten Durchgang die Phantasie, um uns Torchancen zu erspielen“, führte der junge Übungsleiter fort. Er hatte Probleme in der Innenverteidigung von Werder Bremen ausgemacht – doch um das ausnutzen, fehlten „der zweite Ball“ als auch „die unmittelbare Nähe zum Strafraum“ mancher Spieler, so Tedesco. 

Gerade die erste Halbzeit, eine Spielhälfte zum Einschlafen, zeigte, wie weit Schalke 04 von attraktivem Fußball entfernt ist. Fußball, wie ihn Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC und nicht zuletzt auch der BVB bieten. 

Der stark ergebnisorientierte, auf sicherer Defensivarbeit fundierende Ansatz, der Königsblau eine überraschend erfolgreiche Vorsaison beschert hatte, ist in dieser Saison möglicherweise nicht mehr zeitgemäß – es braucht neue, kreative Lösungen, und das schnell. "Unten rauskämpfen", ist Heidels Primärziel. Ob es dieses Jahr zu mehr reichen wird, ist fraglich.

Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Mainz 053446:57-1143
13Freiburg3446:61-1536
14Schalke 043437:55-1833
15Augsburg3451:71-2032
16Stuttgart3432:70-3828

 


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34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Mainz 053446:57-1143
13Freiburg3446:61-1536
14Schalke 043437:55-1833
15Augsburg3451:71-2032
16Stuttgart3432:70-3828

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