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Umstrittener Strafstoß für Porto
Naldo spottet nach Elfer: "Ich besuche ihn im Krankenhaus ..."

(Foto: dpa)
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Gelsenkirchen – Am Ende ein Punkt gegen den FC Porto. Für Schalke 04 war es keine "Auferstehung", aber ein phasenweise guter Auftritt. Trotz des Witz-Elfers am Ende, über den sich nicht nur "Verursacher" Naldo aufregte. 

Das war schon bitter für die Schalker. Gleich zweimal im Spiel gegen den FC Porto gab Schiedsrichter Jesús Gil Manzano Elfmeter für die Gäste aus Portugal. Einer davon war jedoch mehr als strittig: Über den ersten (Handelfmeter, 13.) könne man diskutieren, so Sportdirektor Christan Heidel nach dem Spiel in den Katakomben. „50 Prozent sagen sicher, es ist ein Elfer, und die anderen 50 Prozent sagen, es ist eben keiner.“ Der zweite Elfmeter aber sei eine klare Fehlentscheidung gewesen. „Das war ein bisschen Comedy“, so Heidel.  

Unglücksrabe Naldo, der beide Elfmeter verursachte, konnte sich deshalb mit Blick auf den zweiten Elfmeter auch ein bisschen Sarkasmus zunächst nicht verkneifen: „Er (Marenga) ist jetzt im Krankenhaus. Ich denke, ich besuche ihn“, spottete er. Danach aber schlug der Brasilianer ernstere Töne an: „Nein, das war kein Elfmeter. Dieses Niveau des Schiris darf in der Champions League nicht passieren.“ Es sei eine klare Schwalbe gewesen. Und sieht man sich die Szene der 74. Minute in der Wiederholung an, kann man tatsächlich Fragen aufwerfen, wie diese Miniberührung einen Elfmeter hergibt.

Aber Fehlentscheidung hin oder her: Die hart erarbeitete Schalker 1:0-Führung (Embolo, 66.) brachten die Königsblauen nicht über die Zeit. Zwar hofften alle erneut auf Keeper Fährmann. Dieser hatte schließlich den ersten Elfmeter noch erfolgreich abwehren können. Beim zweiten Anlauf blieb ihm keine Chance. 

Das sei etwas blöd gelaufen, sagte er anschließend. Natürlich habe er sich mit dem Torwarttrainer die Schützen des FC Porto angeschaut. Ausgerechnet der zweite Schütze habe jedoch nicht viel Videomaterial geboten. „Er hat in den letzten Jahren nicht oft geschossen. Ich glaube nur einmal. Deswegen wussten wir nicht viel über ihn“, so Fährmann. Selbstbewusst: „Sonst hätte ich ihn aber vielleicht auch halten können.“   

So aber sprang Fährmann dieses Mal in die falsche Ecke und es stand eine gute Viertelstunde vor Schluss 1:1. Dabei blieb es. Für Naldo ein Grund, sich trotz des Ärgers über den Schiedsrichter bei seinem Team zu entschuldigen. 

Naldo: „Müssen nur die positiven Sachen mitnehmen“

Scher war es für alle Beteiligten am Ende ein eher ärgerliches Remis. Keine Frage. Dennoch richtete sich der Blick auf Schalke schnell wieder nach vorn, denn es gab schließlich Verbesserungen im Vergleich zu den letzten Spielen in der Bundesliga: „Wir haben vom Auftreten her wieder viel von unserem Spiel der letzten Saison gezeigt. Das müssen wir jetzt einfach mitnehmen in die nächsten Spiele“, so Fährmann. Und Heidel betonte, die Reaktion auf die drei Bundesliganiederlagen sei gegen Porto völlig in Ordnung gewesen. „Die Mannschaft ist 100-prozentig intakt. Sie glaubt an sich.“ Und erneut mit einem kleinen Seitenhieb auf die strittige Schiedsrichterentscheidung ergänzte er: Was momentan einfach fehle, sei eine kleine Explosion. „Wir dachten, die wäre heute da, aber dann gab es noch mal eine kleine Explosion auf der anderen Seite.“ Nichtsdestotrotz zweifle die Mannschaft nicht an sich und sie werde auf keinen Fall mit wackeligen Knien in das Spiel gegen die Bayern gehen.  

Naldo fand sogar noch mehr lobende Worte für den Auftritt seines Teams: „Die Mannschaft hat heute eine super Leistung gezeigt. So muss das auch in der Bundesliga sein. Wir müssen deshalb nur die positiven Sachen mitnehmen.“ Porto sei ein starker Gegner gewesen, aber die Mannschaft habe defensiv sehr gut gespielt. „Ich hoffe, dass wir Samstag gegen Bayern auch so eine Leistung zeigen.“ 

Defensive stabiler – Offensive weiterhin mit Luft nach oben 

Vor allem defensiv standen die Schalker insgesamt tatsächlich deutlich stabiler als noch in den letzten Bundesligaspielen. Wenngleich sie doch in beiden Halbzeiten jeweils in der Anfangsphase so ihre Probleme mit den Gästen hatten. Was aber auch nach dem Spiel gegen die Portugiesen bleibt, ist Luft nach oben in der Offensive. Hier kam über die komplette Spielzeit gesehen, immer noch eindeutig zu wenig. Aber wie dem auch sei, ein Schritt in die richtige Richtung war das Spiel gegen den FC Porto in jedem Fall. 

Zuschauerzahl als Minusrekord

Neben der strittigen Schiedsrichterentscheidung gab es für Königsblau auch noch einen ganz anderen Wermutstropfen am Abend: „Nur“ 45.775 Fans waren in die Arena gekommen, um ihren Verein bei der Rückkehr in die Königsklasse anzufeuern. Das ist für ein Champions-League-Spiel auf Schalke ein neuer Minusrekord. 

Warum viele Plätze leer blieben, ist unklar. Natürlich könnte es mit dem schlechten Saisonstart zu tun haben, ist allerdings nicht wahrscheinlich. Nach der letzten Pleite in Gladbach deutete jedenfalls wenig darauf hin. Und auch Heidel sieht den Grund für die geringe Zuschauerzahl eindeutig woanders, nämlich in der späten Ansetzung des Spiels. „Es ist natürlich heftig, wenn man unter der Woche hier erst um halb Zwölf rauskommt.“ Da ist ohne Zweifel etwas dran.

Die da waren, sorgten für eine angenehme Atmosphäre in der Arena. Kapitän Ralf Fährmann hatte während des Spiels noch nicht mal bemerkt, dass deutlich weniger Fans da waren als üblich. Er muss zugleich aber zugeben: „Ich habe da ehrlich gesagt auch gar nicht so drauf geachtet. Ich habe mich im Vorfeld einfach so sehr auf dieses Spiel gefreut, denn die Champions League ist die größte Bühne im Fußball.“ Das sahen am Dienstagabend auf Schalke nicht alle Fans so. Gegen Galatasaray Anfang November wird's wohl voller ... 

 


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14Augsburg2940:55-1528
15Schalke 042930:47-1727
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