Der FC Schalke 04 auf Twitter & Facebook

Unser Service... Schalke-Artikel exklusiv auf Twitter @westline_s04 und Facebook

Der Alles-doof-Spielbericht
Niederlage im Derby frustriert ganz Schalke

(Foto: Hein-Reipen)
244

Gelsenkirchen – "Nichts ist scheißer als Platz 2" befand Erik Meijer nach dem Vize-Triple von Bayer Leverkusen. Unsere Autorin Susanne Hein-Reipen findet nach dem 2:1-Sieg des BVB auf Schalke: Eine Heimniederlage in einem Derby, bei dem der Revierrivale trotz eines eher mittelprächtigen Auftritts in nahezu allen Belangen überlegen ist, fühlt sich mindestens genauso mies an.  

Vor dem Spiel das bei Risikospielen in Gelsenkirchen gewohnte Bild: Gefühlt genug Polizei, um jedem Gästefan seinen persönlichen Polizisten zu widmen, dazu kilometerweise Absperrgitter und einige No-Go-Areas für Schalker, während überall gelbe Farbkleckse das Bild stören. Die Reservierung des kompletten Parkplatzes E für die Nachbarn aus Lüdenscheid und die damit verbundene Sperrung des Vordereingangs des Clubheims auf dem Parkplatz 7 kommentiert ein Schalker dort trocken mit „wieder einmal roter Teppich für schwarze Füße und gelbe Zähne…!“

Auch der Eingang Ost 2 und die dazugehörigen Aufgänge und Treppenhäuser gehören alleine dem Revierrivalen, während sich auch BVBler in die Schalker Bereiche schummeln, teilweise sogar mit Unterstützung Schalker Freunde, die das schaurige Gelb durch eine barmherzige Jacken-Leihe an den Ordnern vorbeibugsieren. Die Hütte ist natürlich mit 61.767 Zuschauern - 504 Sitze mussten als „Sicherheitspuffer“ gesperrt werden – restlos ausverkauft.

Heiß wie Frittenfett

In der Arena bringt sich die Nordkurve derweil auf Betriebstemperatur. Die Begrüßung für die beiden BVB-Keeper Bürki und Hitz ist ebenso laut wie „liebevoll“. Als die Mannschaft sich dazugesellt, sind einige verbale Grabpflegearbeiten fällig. Auf Schalker Seite ernten Sané und Nastasic Unverständnis für ihre Entscheidung, ausgerechnet dieses Spiel in grellgelben Schuhen zu bestreiten.

Das Vorprogramm ist eine reichlich undankbare Aufgabe - wenn alle dem Spiel entgegenfiebern, sind Fanspiele oder Werbung für andere Arena-Veranstaltungen nicht wirklich gefragt. Ein Fragezeichen löst hingegen das Öffnen des Daches trotz äußerst ungemütlicher Witterung aus…

…aber nicht lange, denn die ungewohnte „Fahnen-Armut“ der Nordkurve beim Steiger- und Vereinslied lässt erahnen: Da ist etwas geplant, ansonsten wäre gerade bei einem Derby jetzt ein wogendes Meer blauweißer Fahnen und Schals zu sehen.

Kämpft für uns und unsre Farben!

Tatsächlich: Kurz vor dem Einlaufen der Mannschaften wogt über dem Unterrang der Nordkurve eine riesige weiße Blockfahne hoch, der Oberrang überspannt sich königsblau. Dazwischen prangt in Anlehnung an einen Kurvensong ein Banner mit der Aufforderung „Kämpft für uns und unsere Farben!“

Als „Bonbon“ wabern unter dem unteren Rand der Fahne dichte weiße Qualmwolken hervor, um der Kurve und der Mannschaft richtig einzuheizen, damit jeder 90 Minuten alles gibt. Stadionsprecher Dirk beruhigt derweil via Mikrophon das Publikum, dass der Rauch nicht gesundheitsschädlich sei, sondern von geprüften und in Deutschland zugelassenen Fackeln stammt.

Als sich der Nebel und die Blockfahnen lichten – die Mannschaften sind mittlerweile auf dem Feld – folgt der nächste Aha-Effekt: JEDEN, aber auch wirklich jeden Kopf in der Nordkurve ziert eine blau-weiße Mütze mit der Aufschrift „Kumpel- und Malocherclub Gelsenkirchen“, dazu ein Förderturm. Eine Einheit, die geschlossen hinter der Mannschaft steht – und ein GEILER Anblick!

 

Früher Rückstand

Apropos Mannschaft: Tedesco versucht es heute einmal mit Fährmann, Caligiuri, Sané, Nastasic, Oczipka – so weit, so normal, auch wenn viele Schalker gerade in diesem Spiel gerne Derby-Gott Naldo gesehen hätten - Rudy, Schöpf, Harit und Bentaleb und Burgstaller und McKennie (!!!) im Sturm. So beliebt der US-Youngster bei den Schalke-Fans dank seines unermüdlichen Einsatzes und nie versiegender guter Laune ist, so verwunderlich ist diese Position, zumal mit Konoplyanka und Teuchert noch zwei „gelernte“ Stürmer auf der Bank sitzen.

Die Nordkurve stimmt „Vorwärts FC Schalke, schieß‘ ein Tor für uns!“ an, doch Schwarz-Gelb findet deutlich besser ins Spiel. Hakimi verzieht zwar noch (3.), aber der nächste Schuss sitzt: Nach einem Freistoß von Reus – Schöpf hatte Hakimi gefoult – kommt Delaney vor dem einen Kopf größeren Sané an den Ball und köpft unhaltbar für Fährmann aus kurzer Distanz ein (6.). Im erstaunlich leisen Gästeblock leuchtet ein roter Bengalo auf. Nicht gerade der Start, den sich der Schalker Anhang gewünscht hatte!

Nach einer Schreckminute stellt sich die Kurve wieder hinter ihre Jungs. „Auf geht‘s Schalke, kämpfen und siegen!“ scheint jedoch nur bedingt durchzudringen, denn die „Fehlfarbenen“ bleiben tonangebend und haben durch Alcacer (19.) die Möglichkeit, die Führung auszubauen, er verfehlt jedoch den Kasten.

 


Lade Forenbeiträge...
Zurück zur Übersichtsseite

Nächstes Liga-Spiel

Weitere Schalke-Termine

  derzeit keine weiteren Termine  

Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Mainz 053446:57-1143
13Freiburg3446:61-1536
14Schalke 043437:55-1833
15Augsburg3451:71-2032
16Stuttgart3432:70-3828

FC Schalke 04