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Der brisante Spielbericht
Niederlage trotz Stevens: Schalke-Fans danken Tedesco und watschen Söldner ab

(Foto: Hein-Reipen)

Schalke 04 präsentiert sich beim Comeback von „Jahrhundertcoach“ Huub Stevens zwar verbessert, verliert aber durch ein Tor von Timo Werner auch die vierte Bundesligapartie in Folge. Die Nordkurve präsentiert lange ein Banner „Danke Domenico!“ für den freigestellten Coach Tedesco und arbeitet sich an der Mannschaft ab, Rudy meckert zurück. Susanne Hein-Reipen mit allen königsblauen Einzelheiten…   

Schon vor dem Spiel wird an den einschlägigen Treffpunkten heiß und kontrovers über die ereignisreiche Schalker Woche diskutiert. Die Meinungen, ob die Entlassung von Chefcoach Domenico Tedesco nach dem 0:7-Desaster bei Manchester City überfällig oder ein Bauernopfer war, gehen weit auseinander. Nahezu alle Schalker eint aber die innige Hoffnung, dass es Huub Stevens möglichst schnell gelingen möge, der Mannschaft Beine zu machen und den Klassenerhalt zu sichern. 

„DEN TRAINER RASIERT, UNS IN EUROPA BLAMIERT UND SCHALKE NIE KAPIERT: SÖLDNER AUSSORTIEREN!“ und „DANKE DOMENICO!“ 

In die gleiche Kerbe schlagen die Transparente, die bereits vor dem Aufwärmen der Mannschaften die Nordkurve schmücken: An Stelle des Nordkurve Gelsenkirchen-Banners hängt, an Deutlichkeit kaum zu überbieten, „Den Trainer rasiert, uns in Europa blamiert und Schalke nie kapiert: Söldner aussortieren!“ Unten neben dem Vorsängerpodest wird Weiß auf Blau „Danke Domenico!“ hochgehalten.

Mit großer Spannung wird die Aufstellung erwartet: Wer ist „der mit Handschuhen“, den Stevens ins Tor stellen will…? Es ist Alexander Nübel, der für den Kampf um den Stammplatz im Schalker Kasten sogar der U 21-Nationalelf abgesagt hat. Vor ihm steht eine Dreierkette aus Bruma, Sané und Nastasic; McKennie vertritt Caligiuri auf rechts, Oczipka beackert die linke Seite. Stambouli, Serdar und Rudy bilden das Mittelfeld, vorne stehen Embolo und der zuletzt von Tedesco aussortierte Uth. Harit und Bentaleb fehlen aufgrund von Blessuren aus dem Abschlusstraining gänzlich.

Haare schön, Fußball scheiße – f*ckt Euch!

Sowohl die Torhüter als auch die Mannschaft werden nahezu stummempfangen: Es bewegen sich zwar einige Fahnen, aber persönliche Zuneigungsbekundungen müssen sie sich erst wieder verdienen. Pfiffe bleiben allerdings auch aus, um die Mannschaft nicht noch weiter zu demoralisieren; die Nordkurve beschäftigt sich lieber mit einem Ball.

Drastischer drücken es die „Marler Jungs“ aus dem I-Block aus. „Haare schön, Fußball scheiße - fickt Euch“ lautet ihre Botschaft nach dem Besuch des Starfriseurs vor dem Horrorkick in Manchester. Zumindest die Einschätzung bezüglich des Fußballs ist auch bei besonnenen Gemütern absolut mehrheitsfähig…  Später erscheint noch „Wenn wir so arbeiten wie Ihr spielt, haben wir montags frei für Liga 2!“ Die Stadionregie dreht derweil die Regler ein wenig nach rechts, damit das Schweigen und die „Timo Werner ist ein...“-Gesänge nicht so auffallen.

The Knurrer is back

Vor dem Ausgang aus dem Spielertunnel wartet eine deutlich größere Traube an Fotografen als sonst. Das Objekt ihrer Begierde ist Huub Stevens, der die knipsende Meute keines Blickes würdigt und sich völlig ungerührt und breitbeinig an den Spielfeldrand stellt, als gelte es gleich ein Duell gegen Cristiano Ronaldo oder John Wayne zu gewinnen. „Huub ist und bleibt’ne coole Sau!“ lautet das fachmännische Urteil eines altgedienten Schalkers.

Beim Steigerlied und Vereinslied „Blau und Weiß, wie lieb ich Dich“ bietet die Kurve das gewohnt prächtige blau-weiße Wimmelbild; die Schals, Fahnen und Doppelhalter immer noch ergänzt durch „Danke Domenico“. Die Mannschaften kommen aufs Feld, doch den mit Abstand lautesten Applaus bei Verlesung der Aufstellung bekommen Stevens und Büskens. Für die Mannschaft gibt es hingegen außer einigen Pfiffen nix zu ernten, als sie sich vor dem Anpfiff kurz klatschend den Schulterschluss mit der Nordkurve suchen, entsprechend schnell macht sie wieder kehrt.

Gegründet von Kumpeln und Malochern 

Die Kurve steigt dennoch mit „Schalalalala Schalke 04“ in den Support ein, dazu weicht das „Söldner aussortieren“-Banner dem „Gegründet von Kumpeln und Malochern“, das traditionell gegen Red Bull-Vereine ausgepackt wird, weil die sich so schön darüber ärgern. Können wir etwas dazu, dass Ihr von einem Brausehersteller aus der Taufe gehoben wurdet…? Der knapp 1.800 Mann starke Gästeblock in der mit 59.913 Zuschauern erneut nicht ganz ausverkauften Arena schwenkt dazu ebenso ausdauernd wie still seine Fähnchen.

Danach wendet sich das Interesse schlagartig dem Spiel zu: Nach nicht einmal 120 Sekunden reißt es alle Schalker von den Sitzen hoch, denn Mark Uth hat nach Zuckerpass von Rudy eingenetzt – doch der Linienrichter ist der Meinung, dass Uth beim Zuspiel haarscharf im Abseits stand. Sch…., das wäre ein Start nach Maß gewesen!

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Samstag, 27. April, 15.30 Uhr
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Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Freiburg3039:54-1532
14Augsburg3046:55-931
15Schalke 043032:52-2027
16Stuttgart3027:67-4021
17Nürnberg3024:56-3218

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