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Der Gottseidank-vorbei-Spielbericht
Quittung für eine miese Saison: Schalke kassiert Spott der eigenen Fans

(Foto: Hein-Reipen)
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Ingolstadt – Trotz Blitzstarts und abgewehrten Elfers hätte der FC Schalke 04 es fast noch geschafft, auch beim Absteiger FC Ingolstadt zu verlieren. Die Schalker Fans zeigen mit Galgenhumor und Sarkasmus, was sie von der „Leistung“ in den vergangenen 34 Partien halten: „Wir danken der Mannschaft, dass sie uns auch in dieser Saison so zahlreich hinterher gereist ist!“ Susanne Hein-Reipen berichtet über die Old-School-Saisonabschlussfahrt.

Ob es einen Himmel für Fußballfans gibt, in dem sich alle liebhaben und das „Bier 2 Euro“ kostet, ist nicht bewiesen, aber der Ingolstädter Viktualienmarkt ist verdammt nah dran. Bei allerschönstem Frühlingswetter feiern Horden von Königsblauen und Schanzern beim preiswerten Gerstensaft zusammen. Abgerundet wird das Ganze durch ein paar tröstende Bayernfans, Augsburger mit Jägermeister und Fanfreunde aus Nürnberg.  

Im Himmel gibt’s kein Bier, drum trinken wir es hier

In allerbestem Einvernehmen amüsiert man sich über den Herrenausstatter mit dem schönen Namen „Kuttenreich“ am Rande des Platzes, vergleicht Tattoos und überlegt, was vom Hinweis „Personen, die sich aufgrund von Alkoholkonsum auffällig verhalten, kann der Einlass verweigert werden“ auf den Eintrittskarten für die Partie zu halten ist. Was, wenn jemand nur auffällig, aber nüchtern ist? Ok, das Problem hat keiner auf dem Platz! Und unauffällig und besoffen…? Die Stimmung ist jedenfalls klasse.

Busse schaukeln Schanzer und Schalker gemeinsam zum Audi Sportpark, wo auch die Marschierer aus dem Sonderzug ankommen, die vom Hauptbahnhof bis zum Stadion gelaufen sind. Und damit so viel Schönheit nicht blendet, tragen alle todchice Fischerhüte. Hurra, Hurra, die Schalker die sind da!

Unter die Marschierer und Hutträger hat sich auch der gelbgesperrte Sead Kolasinac gemischt, der sich bei facebook prompt für die „andere Perspektive“ und den „Spaß“ bedankt.

Danke und Tschüss

Die Begrüßung der Gästefans durch den Stadionsprecher ist sehr freundlich, auch „Blau und Weiß, wie lieb ich Dich“ wird angespielt. Insgesamt herrscht äußerst lockere Stimmung, geht es doch für beide Teams nur noch um die goldene Ananas. Sogar ein gemischter Stehblock – linke Hälfte Schanzer, rechte Hälfte Schalker – probt die friedliche Koexistenz.

Im Schalker Kader stehen die Noch-A-Junioren Haji Wright und Weston McKennie, die für die nächste Saison ebenso wie Luke Hemmerich einen Profivertrag erhalten haben, dazu Bernard Tekpetey. Als Vorgriff auf die Zukunft ist neben den „Oldies“ Naldo und Riether in seiner letzten Partie für Königsblau auch Donis Avdijaj in der Startelf.

Vor dem Anpfiff werden noch einige Ingolstädter Akteure mit Blumen bedacht und verabschiedet, die Kurve zeigt dazu eine sehenswerte Choreo „Wir stehen zu Dir ohne Frage bis ans Ende unserer Tage“. Auch die Schalker Kurve lässt sich nicht lumpen und verwandelt sich in ein blauweißes Fahnen—und Hütchenmeer, Motto IMMER DABEI.

Blitzstart

Vom Anpfiff an ertönt „Schalke 04 für jetzt und alle Zeit…“; doch nach nur 90 Sekunden muss auf Torschrei umgestellt werden: Doppelpass Leon Goretzka und Donis Avdijaj, dieser tunnelt FCI-Keeper Nyland und rast zur Bank, um Trainer Weinzierl in die Arme zu springen. 0:1 in der 2. Minute.

Wie bereits (zu) oft in dieser Saison ruht sich die Schalker Mannschaft auf der frühen Führung aus und lässt die spielerisch klar unterlegenen, aber tapfer kämpfenden Ingolstädter das Spiel machen. Das „Vorwärts Schanzer! Kämpfen und siegen“ klingt irgendwie vertraut; aber „Auf geht’s Blau-Weiß“, „Gelsenkirchen ist ne schöne Stadt, da muss man sich benehmen...“ und „Wir sind die Ruhrpottkanaken“ sind dann wieder „Schalke exklusiv“.

Das Spiel plätschert so vor sich hin

Der sportliche Unterhaltungswert der Partie ist sehr überschaubar, außer zwei Schussgelegenheiten für Goretzka (11.) und Suttner (16.) bleiben Torraumszenen Mangelware. Das ändert sich erst kurz vor der Pause, als Rückkehrer Naldo Lezcano nur handgreiflich stoppen kann. Den fälligen Elfer verwandelt der stark aufspielende Groß zum 1:1-Ausgleich (41.).  Die Schanzer jubeln, die Gästekurve steuert ein „liebevolles“ „Ihr seid nur ein H*rensohnverein“ bei.

Die Pause wird mit Diskussionen über die Zwischenstände in den anderen Stadien überbrückt. Die Ingolstädter Kurve, in der so niedliche Zaunfahnen wie „Sitzschalenultras“, „Wir kuscheln weiter“ und „XII. Legion“ hängen, bedankt sich bei „Andi“ für 11 Jahre Vereinstreue. Die Schalker Kurve besingt „Schaaalke und der FCN“ und feiert Klaas-Jan Huntelaar, der sich an seinem letzten Arbeitstag für die Knappen mit sichtlich gemischten Gefühlen warmmacht. Einhellige Meinung der Kurve: Da es um nichts mehr geht, hätte Weinzierl dem Hunter mehr als einen Kurzeinsatz gönnen können!

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Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Freiburg2939:50-1132
14Augsburg2940:55-1528
15Schalke 042930:47-1727
16Stuttgart2927:61-3421
17Nürnberg2924:54-3018

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