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Der wieder-ein-Punkt-Spielbericht
Rot, Unterzahl, großer Kampf: Schalke weiter Richtung Champions League

(Foto: Hein-Reipen)
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Gelsenkirchen – Schalke 04 holt mit einer insbesondere in der zweiten Halbzeit bravourösen kämpferischen Leistung trotz 80 Minuten Unterzahl ein 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach und steuert weiter auf Championsleague-Kurs. Den Zorn des Schalker Publikums ziehen sich dabei „Schauspieler“ Lars Stindl und Schiedsrichter Harm Osmers zu. Susanne Hein-Reipen mit den königsblauen Aufregern und Freuden des Spiels.

Der Trödelmarkt auf dem Parkplatz bleibt bei Samstagnachmittagsspielen ein Ärgernis: Auch die frühzeitig zur Partie gegen die „Elf vom Niederrhein“ anreisenden Schalker müssen wieder Slalom um Müllberge, ausrangierte Elektrogeräte und sonstige Hinterlassenschaften fahren. Deutlich besser ist die Stimmung an den königsblauen Treffpunkten, diesmal ergänzt durch etliche grün-weiß-schwarze Farbtupfen, haben doch viele Königsblaue Gladbacher Freunde und Kollegen im Schlepptau.

Diese Fans haben es verdient, dass man sich den Arsch aufreißt!
Beim Fanspiel treten diesmal die von der beliebten Fanfete in München bekannten Isar-Schalker gegen den Schalke-Fanclub Hohenlohe an; beim Wetten müssen ein Schalker und ein Borusse, beide aus Essen, ran. In Anspielung auf einen unbedeutenden schwarz-gelben Verein meint dieser „es gibt nur EINE Borussia!“ Quatscher Dirk kontert umgehend: „Du meinst Tennis Borussia …?“

Dann gibt es watt für’s königsblaue Herz: Don Schubert, Regisseur des Rudi-Assauer-Films „Macher – Mensch – Legende“ wirbt für die große Filmpremiere am 04. Mai in der Arena. Rudi sei „eine verdammt coole Socke“ gewesen; bei den Dreharbeiten habe sich ihm ein Satz ganz besonders eingeprägt: „Dieser Verein, diese Fans haben es verdient, dass man sich den Arsch aufreißt und ich werde alles dafür tun, auch wenn es mich meine Gesundheit kostet.“ Das gibt königsblaue Gänsehaut und dicken Applaus.

Der Hecking-Fluch

Freundlichen Beifall bekommt auch Tim Latka, der für das Schalker E-Sports-Team kürzlich die NGL Championsship gewann und dafür einen imposanten silbernen Henkelpott überreicht bekommt. Die Statistik spricht klar für Königsblau, zumal Gästecoach Dieter Hecking in seiner langen Karriere noch nie auf Schalke gewinnen konnte.

Dann ist Kehlen ölen angesagt, das Steigerlied und „Blau und Weiß, wie lieb‘ ich Dich“ verlangen vollen stimmlichen Einsatz. Auf dem Videowürfel schmettert auch AR-Vorsitzender Clemens Tönnies aus vollem Halse mit. Für leise Verwunderung sorgt das trotz angenehmer Temperaturen vollständig geschlossene Dach.

 „Heute Bayern, morgen Deutschland - neues Polizeiaufgabengesetz stoppen!“ 

Zum Einlaufen der Mannschaften gehen in beiden Fankurven zwei gleichlautende große Banner hoch: „Heute Bayern, morgen Deutschland - neues Polizeiaufgabengesetz stoppen!“ kritisiert den nicht nur für viele Fußballfans bedenklich über rechtsstaatliche Grundsätze hinausschießenden bayrischen Entwurf für eine deutliche Erweiterung der Rechte der Polizei. In den Farben getrennt, in der Sache vereint!

Wer hingegen mit Transparenten gegen den in der zurückliegenden Woche als „Trotzköpfchen“ aufgefallenen Max Meyer gerechnet hatte, wird enttäuscht. Der abwanderungswillige Blondschopf steht nicht im Kader – und keiner vermisst ihn. „Selbst für ein Plakat ist dieser Möchtegern zu unwichtig“ feixt ein Schalker. Stattdessen stehen Burgstaller, Schöpf, Harit und Bentaleb wieder in der Startelf.

Provokation, Klatsche, frühes Rot

Zum Anpfiff ist die Stimmung noch bestens. Die Nordkurve intoniert „Geh‘n mit Dir auf jede Reise“, „Steht auf, wenn Ihr Schalker seid“ und die „Ruhrpottkanaken“, die gut 4.500 Gladbacher in der mit 62.271 Zuschauern restlos ausverkauften Veltinsarena kontern mit der „Elf vom Niederrhein“. 

Und nach rund 10 Minuten Abtastphase reißt es Schalker wie Gladbacher gleichermaßen von den Sitzen: Stindl und Bentaleb geraten in einer Allerweltssituation im Mittelfeld aneinander, der Gladbacher fasst den algerischen Nationalspieler an den Arm und sagt etwas, daraufhin revanchiert dieser sich mit einem „Wischer“ mit der flachen Hand an die Stirn des Stürmers. Stindl gibt zum Ärger des Publikums mit einigen Sekunden Verzögerung theatralisch den sterbenden Schwan – und Schiedsrichter Osmers, der zunächst auf Gelb erkannt hatte, zückt nach Konsultation des Videobeweises trotz wütender Proteste des Schalker „Rudels“ rot. Die Kurve tobt „Scheiß DFB!!!“; „mieser kleiner Schauspieler“ ist noch die freundlichste Bezeichnung für Stindl, der für seine Provokation nicht einmal gelb sieht. Fortan werden bei jeder Ballberührung von ihm laute Pfiffe laut.

Schalke „von der Rolle“

Nach diesem frühen Platzverweis sind die verbliebenen zehn Schalker aus dem Rasen zunächst „von der Rolle“, die Gäste vom Niederrhein dominieren das Geschehen und gehen in der 21. Minute fast durch Elvedi in Führung, doch Kapitän Fährmann macht sich lang und kann den Ball gerade noch über die Latte boxen.  Die Nordkurve stimmt „Schalke 04 für jetzt und alle Zeit“, „Vorwärts Schalke, kämfen und siegen!“ und den Wechselgesang mit der Südkurve an.

Nach einer halben Stunde dann der erste erfolgversprechende Vorstoß der Schalker: Caligiuri marschiert, Burgstaller zieht ab, doch Yann Sommer ist ebenfalls auf dem Posten. Fast im Gegenzug fällt der Gladbacher Führungstreffer: Hazard überwindet das Mittelfeld und steckt zu Stindl durch, dieser verlädt Fährmann und bedient den Ex-Schalker Raffael, der nur noch ins leere Tor vollenden muss.0:1 in der 32. Minute, die Gästekurve wird laut, die Heimfans ärgern sich: Roch datt nich‘ nach Abseits? Und wieso haben wir damals bloß für Meyer auf die Weiterverpflichtung von Raffael verzichtet?

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Tabelle

8. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Hoffenheim711:12-17
14Bayer 0477:13-67
15Schalke 0475:9-46
16Hannover78:14-65
17Düsseldorf75:11-65

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