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Königsblauer Kommentar
Rotiert Domenico Tedesco den FC Schalke in den Abgrund?

(Foto: dpa)
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Chefcoach Domenico Tedesco ließ Schalke in dieser Saison noch nicht zweimal mit derselben Startelf auflaufen. Susanne Hein-Reipen hält das für ein Problem und würde lieber weniger Rotation sehen. Ihr Kommentar:

Im Schnitt tauschte Tedesco in den bisherigen 17 Pflichtspielen in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal wettbewerbsübergreifend von Spiel zu Spiel vier Spieler aus, mehrfach wurde die Startelf sogar auf sechs Positionen verändert. Und der Trainer bekannte sich im Oktober in einem Interview mit dem kicker dazu, dass es keine erste Elf geben werde.

Die starke Rotation erfolgte weitgehend unabhängig vom Ausgang des vorherigen Spiels, nach Siegen wurde kaum weniger getauscht als nach Niederlagen; auch die individuelle Leistung des Spielers scheint nur sehr bedingt eine Rolle zu spielen: Yevhen Konoplyanka beispielsweise fand sich oft auf der Bank wieder, auch wenn er nach Meinung vieler Fans in der Partie zuvor derjenige war, der offensiv wenigstens ansatzweise Gefahr ausstrahlte.

Vizemeistersaison: Erfolg durch Vertrautheit

Die vielen Wechsel tragen nicht dazu bei, dass sich die Mannschaft (endlich) einspielen und Automatismen für Laufwege und Abstimmungen entwickeln kann. Das war in der erfolgreichen Vorsaison noch ganz anders: Es gab eine feste Stammelf, die nur bei Bedarf und vor allem positionsgetreu variiert wurde. Egal, welcher Spieler reinkam, er wusste genau, was er zu tun hatte.

Nunmehr sind jedoch insbesondere im Mittelfeld Veränderungen Programm – und das obwohl McKennie, Rudy, Bentaleb, Serdar, Mascarell und Schöpf größtenteils komplett unterschiedliche Spielertypen mit ebenso unterschiedlichen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen sind. Was beispielsweise mit Rudy funktioniert, muss mit Bentaleb noch lange nicht hinhauen und umgekehrt. Mascarell, der bislang kaum auflaufen durfte, interpretiert die defensive Mittelfeldrolle vollkommen anders als McKennie.

Wird Tedesco nun zu seinem Glück gezwungen?

Auch im Sturm wurde fleißig rotiert, was nun bedingt durch die langfristigen Verletzungsausfälle von Teuchert, Uth, Embolo und möglicherweise noch Guido Burgstaller – der Publikumsliebling musste wegen Leistenproblemen der österreichischen Nationalmannschaft absagen – erst einmal der Vergangenheit angehören dürfte. Vielleicht wird Tedesco so ein Stück weit zu seinem Glück gezwungen, damit die Spieler über mehrere Spiele hinweg besseres Verständnis mit ihrem jeweiligen Nebenmann entwickeln können.

Tedescos bereits in der Vorsaison geäußerte Absicht, dass sich keiner im Kader nicht gebraucht und überflüssig fühlen solle, ist ehrenvoll, aber zunächst muss sich wenigstens ein stabiles Gerüst, eine Achse gefunden haben, um die herum man dann wechseln und – abhängig von der Form der eigenen Spieler und ggf. dem Spielsystem des Gegners - variieren kann. Bei drei Wettbewerben wird im weiteren Saisonverlauf trotz des gegenüber der vergangenen Spielzeit deutlich größeren Kaders nahezu jeder fitte Spieler auch Einsatzzeiten bekommen, wenn nicht auf Teufel komm raus jedes Mal um des Wechselns willen gewechselt wird. Und zum jetzigen Zeitpunkt in der Saison dürften die Akkus der Spieler auch in englischen Wochen noch nicht vollkommen leer sein.

Weniger ist mehr

Bei der 0:3-Niederlage in Frankfurt war wieder deutlich zu erkennen, dass das Selbstbewusstsein der Mannschaft noch sehr brüchig und durch ein Gegentor viel zu leicht zu erschüttern ist. Gefragt ist daher alles, was mehr Sicherheit und in einem zweiten Schritt hoffentlich auch etwas besseres Spielverständnis ermöglicht: Stabilität. Tedesco sollte daher zumindest bis zur Winterpause auf nicht durch Verletzungen oder deutliche Formschwäche erforderliche Rotationen verzichten und der Mannschaft die Chance geben, sich einzuspielen.

 


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Tabelle

18. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Freiburg1822:28-621
13Düsseldorf1821:34-1321
14Schalke 041720:24-418
15Augsburg1826:31-515
16Stuttgart1814:38-2414

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