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Der „andere“ Jahresrückblick Teil 2: Juli bis Dezember
Schalke: Das irre Fan-Jahr 2018 – Haareraufen in der zweiten Jahreshälfte

(Foto: Hein-Reipen)
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Gelsenkirchen – Der königsblaue Höhenflug der ersten Jahreshälfte wurde mit Beginn der neuen Saison äußerst unsanft gestoppt. Susanne Hein-Reipen über Vertragsverlängerungen, Auftaktniederlagen, Hoffnungsschimmer, geile Choreos, Tore, Tränen und Emotionen. Noch einmal viel Spaß beim Erinnern!

(Foto: Hein-Reipen)

Hier geht es zu Teil 1, der wunderbaren königsblauen Rückrunde

Juli: Die Macht aus dem Schacht und Höwedes‘ Abgang

Pünktlich zum 1. Juli bittet Tedesco die Profis, die nicht bei der WM im Einsatz waren, zum Trainingsauftakt. Bereits einen Tag später sitzt der königsblaue Tross im Flieger nach China, wo auf der zweiten Promotion-Reise neben zwei Testspielen gegen den FC Southampton (3:3) und den „Partnerverein“ Herbei China Fortune FC (3:1) jede Menge PR-Auftritte in Serie anstehen. Nicht mit an Bord sind der aus Turin zurückgekehrte Ex-Kapitän Benni Höwedes, der sich währenddessen „Gedanken über seine sportliche Zukunft“ macht und Bastian Oczipka, dessen langwierige Leistenprobleme letztlich doch eine Operation unumgänglich erscheinen ließen. Sorgenkind ist außerdem Amine Harit, der im Sommerurlaub in seiner Heimat Marokko in einen Verkehrsunfall mit Todesfolge verwickelt war. Die Schalke-Fans bilden derweil einen der kopfstärksten Blöcke bei der farbübergreifenden Demonstration gegen das neue Polizeigesetz.

Das einzige Testspiel im Ruhrgebiet erbringt einen knappen 1:0 Sieg am Uhlenkrug bei Schwarz-Weiß Essen, Torschütze des Tages ist Cedric Teuchert. Für das Ruhrgebiet im Allgemeinen und Gelsenkirchen im Besonderen trommelt auch die Kampagne #401GE, die mehr Stolz und Selbstvertrauen auf diesen für die Geschichte Deutschlands so wichtigen Flecken Erde wecken möchte.

Auf dem Weg ins zweite Trainingslager macht Schalke noch in Aue halt, um an der alten Wirkungsstätte von Coach Tedesco das hübsch umgebaute Erzgebirgsstadion einzuweihen. Bei Traumwetter gibt es jede Menge Gemeinsamkeiten zu entdecken – Stichwort „wir kommen aus der Tiefe, wir kommen aus dem Schacht“ - , sportlich jedoch nichts zu holen: Der Zweitligist ist deutlich weiter in der Vorbereitung und siegt verdient mit 1:0. Benedikt Höwedes unterzeichnet derweil einen Dreijahresvertrag bei Lokomotive Moskau.

(Foto: Hein-Reipen)

August: Trikot-Debatte, Tedesco bis 2022, Transferknaller, Nordkurvenkapitänsbinde

Der August beginnt im Trainingslager im österreichischen Mittersill. Bei einer deutlich vierstelligen Anzahl mitgereister Fans gerät die traditionelle „blauweiße Nacht“ zur Massenveranstaltung, außerdem gibt es dank eines Burgstaller-Tors einen 1:0-Erfolg über den französischen Erstligisten SCO Angers.

Die neuen Trikots, erstmalig vom Ausrüster umbro, sorgen für erbitterte Diskussionen: Das Heimtrikot mit dezent eingewebtem Schlägel und Eisen findet weitgehende Zustimmung, das zartgraue („angeschmuddeltes Weiß oder watt?!“) Auswärts- und vor allem das „gecko-grüne“ Ausweichtrikot kriegen ordentlich Mecker, wollen doch viele Schalker nicht als Leuchtboje rumlaufen.

Am kommenden Wochenende gibt es in der heimischen Arena einen 3:0-Sieg über den AC Florenz, bei dem Schalke zumindest in der zweiten Halbzeit – erstmals mit Viererkette - sehr ansehnlichen Fußball spielt und durch McKennie, Skrzybski und Teuchert dreimal einnetzt. Ein gutes Omen für die kommende Saison…? Als sehr gutes Vorzeichen wird am folgenden „Schalke-Tag“ die Verkündung der vorzeitigen Vertragsverlängerung mit Domenico Tedesco bis 2022 bejubelt…

In der Woche darauf eine mittlere Transfersensation: Satte 37 Millionen Euro lässt sich Paris St. Germain die Verpflichtung von Thilo Kehrer kosten, eine Summe, die Schalke bei aller Wertschätzung für den jungen Abwehrspieler kaum ausschlagen kann. Mit dermaßen frischgefüllter Portokasse wird Manager und Sportvorstand Christian Heidel sofort noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv: Weil Baba in den Testspielen als Vertretung von Oczipka nicht überzeugen konnte, verpflichtet er den erst 20jährigen Hamza Mendyl, aufstrebendes Abwehrtalent des OSC Lille.

Das erste Pflichtspiel führt Schalke im DFB-Pokal ins beschauliche Schweinfurt, wo in einer denkwürdigen Wasserschlacht die heimischen „Schnüdel“ mit 2:0 niedergerungen werden. Torschützen sind Bentaleb per Elfmeter und Nastasic per Kopfball, ein Klassenunterschied ist jedoch über weite Strecken nicht zu sehen. Beide Fanlager geben alles, am Ende „schwimmt“ die Schalker Mannschaft, angeführt von Fährmann mit der zuvor von den Ultras GE überreichten „Nordkurven-Kapitänsbinde“, bei den Anhängern vorbei, Tedesco glänzt als „Mister Wet Shirt“. Alle patschenass bis auf die Haut, alle glücklich. Einziger Wermutstropfen: Benjamin Stambouli hat sich eine Syndesmose-Verletzung zugezogen und wird über mehrere Wochen fehlen.

Der Bundesligastart hingegen geht in die königsblaue Hose: Schiedsrichter Ittrich und der Videobeweis killen das Spiel in Wolfsburg mit mehreren Karten-Verwirrspielchen (u. a. Witz-Rot für Nastasic) nachhaltig, zudem lässt sich die „Riesen-Abwehr“ ausgerechnet per Kopfball übertölpeln. Nach dem 2:1 in der Nachspielzeit haben alle Schalker gestrichen die Schnauze voll. Skeptisch beäugt wird auch der Last-Minute-Transfer von Sebastian Rudy: Mit „abgelegten" Bayern-Spielern hat Schalke selten gute Erfahrungen gemacht, zudem wurde bereits Mascarell als 6er verpflichtet.

 


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Tabelle

18. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
10Bayer 041826:30-424
11Mainz 051820:24-424
12Schalke 041822:25-321
13Freiburg1822:28-621
14Düsseldorf1821:34-1321

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