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Königsblauer Halbzeitcheck Teil 2: Offensive
Trainer und Manager: Wer trägt mehr Schuld an der verpatzten Hinrunde?

 

Wenn ausnahmslos alle Mannschaftsteile hinter den Erwartungen zurückbleiben, drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob der Manager die Mannschaft nicht ausgewogen zusammengestellt hat oder der Trainer zu wenig aus den Spielern herausholt. 

In der öffentlichen Wahrnehmung hat Domenico Tedesco den brutalsten Absturz erfahren und wird u. a. im kicker als „größter Verlierer“ aufgeführt. Vieles, was noch in der Vorsaison gelobt und gefeiert wurde, scheint nicht mehr zu funktionieren. Erreicht er die Mannschaft noch? Überfordert er die Spieler mit seinen Laptop-Taktikideen und der ständigen Rotation? Ist sein Umgang mit verdienten Spielern wie Höwedes und Naldo richtig? 

Der junge Deutschitaliener wirkt zunehmend mitgenommen und ratlos, wenn er in den Presskonferenzen zu Niederlagen befragt wird. Seine sachlichen Fehleranalysen, mit denen er im Vorjahr dafür sorgte, dass die nicht alles rosarot gesehen wurden, sind Erklärungen gewichen, die zum Teil kein Betrachter mehr nachvollziehen kann. Wenn sich die Fans über die Fehlpassquote die Haare raufen, kommt „wir haben den ersten Ball absichtlich auf den Gegner gespielt“ ebenso wenig gut an wie der Einwand, dass man bei einer Niederlage doch 70 Minuten prima mitgespielt habe.  

Nun muss ein Trainer nicht zwingend die Beliebtheitsskala anführen, aber es hilft – in einem emotionalen Verein wie Schalke allemal -, auch in schwächeren Phasen auf die wertvolle Unterstützung des Publikums zählen zu können. Bislang blieb der „Liebesentzug“ der Nordkurve weitgehend aus, aber die Personalie Naldo hat die ohnehin gereizte Stimmung weiter angefacht. Wenn der Start in die Rückrunde misslingt, wird es für Tedesco sehrschwer. Gelingt ihm und dem um den erfahrenen Seppo Eichkorn ergänzten Trainerteam hingegen die Wende, steht einer Aufholjagd nichts mehr im Wege.

Wenn Tedesco wackelt, wackelt auch Christian Heidel, der sich nicht nur mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung vorbehaltlos hinter „seinen“ Trainer gestellt hat und mit Weinzierl bereits einen sehr teuren Fehlgriff „produziert“ hat. In der Vorsaison gelang es ihm erstmals, den Ruf des „ewigen Mainzers“ abzuschütteln und sich als bekennender Kopfmensch zumindest teilweise auf die überschäumenden Schalker einzulassen. Verpflichtungen wie Stambouli und Caligiuri, die mit etwas Verzögerung durchstarteten und „Schnäppchen“ wie Burgstaller und der alles überragende Naldo polierten seine Transferbilanz auf, der „Identifikationsschänder“ schien vergessen. Auch sein konsequentes Handeln in der „Causa Meyer“, sich nicht von Berater Wittmann vor sich her treiben zu lassen, fand Anerkennung.

Die Anerkennung ist einer gewissen Ratlosigkeit gewichen – von der „Papierform“ erschienen alle Neuverpflichtungen sinnvoll und nachvollziehbar, praktisch passen sie nicht richtig zusammen bzw. nicht in das Spielsystem (oder das System nicht zu ihren Stärken). Dass der Aufsichtsrat öffentlich darüber nachdachte, ihm einen „Kaderplaner“ zur Seite zu stellen, unterstrich die Zweifel an seinen Fähigkeiten, nicht nur gute und teure Einzelspieler, sondern eine funktionierende Mannschaft zu verpflichten. Seine Aussagen zum Abgang von Naldo („Zustimmung ist uns sehr schwergefallen“) wurden von vielen Fans als unehrlich empfunden.

Die Winterpause ist nun wieder weit fortgeschritten, das Trainingslager fast um – wenn jetzt noch Transfers getätigt werden sollen, ist die Gefahr wieder sehr groß, dass diese der Mannschaft erst nach einer längeren Eingewöhnungsphase helfen können, insbesondere, wenn sie sich erst an die Bundesliga gewöhnen müssen. Diese Zeit oder das Geld, „ganz oben ins Regal zu greifen“ hat Schalke aber nicht, deshalb sollte statt exotischen Schnellschuss-Verpflichtungen lieber der vorhandene Kader in die Pflicht genommen und nötigenfalls durch motivierte Jungs aus der Knappenschmiede ergänzt werden. 

Primäres Ziel muss die möglichst baldige Sicherung des Klassenerhaltes sein. Parallel dazu ist auf allen (!) Ebenen zu überlegen, mit welchem sportlichen Personal Schalke die nächste Saison bestreiten will und von wem man sich im Sommer trennen sollte. 

 


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Tabelle

26. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Mainz 052627:45-1830
14Augsburg2637:47-1025
15Schalke 042627:44-1723
16Stuttgart2626:56-3020
17Hannover2624:61-3714

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