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Königsblauer Halbzeitcheck Teil 1: Defensive
Die defensive Außenbahn und das defensive Mittelfeld

 

Defensive Außenbahn: Caligiuri alternativlos, Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Mendyl und Oczipka

Neben Sané kam auch Daniel Caligiuri (30) auf der rechten Defensivseite in allen 17 Spielen zum Einsatz. Er steigerte sich nach einem anfänglichen Formtief wieder deutlich und war insbesondere beim 5:2-Heimsieg über den 1. FC Nürnberg neben Doppeltorschütze Steven Skrzybski der „Man of the match“.

Interessant wird sein, ob für die rechte Defensivseite personell nachgerüstet wird, da Oldie Sascha Riether (35, kein Einsatz) es nur ein einziges Mal überhaupt in den Kader schaffte und nicht mehr als ernsthafte Option angesehen werden kann. Alessandro Schöpf kann diese Position zwar notfalls auch spielen, wird aber meistens im rechten oder linken Mittelfeld dringender gebraucht.

Auf der linken Defensivseite erwies sich Abdul Rahman Baba (24) auch im zweiten Leih-Jahr als Flop und stand nach zwei sehr schwachen Auftritten in den ersten beiden Spielen in Wolfsburg und gegen Hertha meistens nicht einmal mehr im Kader. Die Einsätze als Linksverteidiger teilen sich Hamza Mendyl (21, 8 Ligaeinsätze) und Bastian Oczipka (29, 6 Ligaeinsätze), die über äußerst unterschiedliche Spielweisen und Stärken bzw. Schwächen verfügen.

Mendyl ist sehr schnell und sorgt auch für Schwung nach vorne, hatte aber defensiv einige Patzer und zu viele Unbeherrschtheiten drin, die ihm 5 gelbe Karten in 8 Spielen bescherten. Der bei den Fans beliebte Oczipka hingegen ist sehr diszipliniert und defensiv absolut verlässlich, findet aber eher selten den Weg nach vorne. Wenn beide fit sind – derzeit laboriert Mendyl an der Sprunggelenksverletzung, die er sich im Championsleague-Spiel gegen Lok Moskau zugezogen hat -, hat Tedesco die Qual der Wahl oder die Möglichkeit, Mendyl einfach vor Oczipka auf die linke Seite zu stellen…

Defensives Mittelfeld: Rotation auf die Spitze getrieben

Die Abwehr hat sich aufgrund der Verletzungen oft fast von selber aufgestellt, im defensiven Mittelfeld war das Angebot deutlich größer – und diese Auswahl wurde von Tedesco weidlich ausgenutzt, um nahezu in jedem Spiel zu rotieren.

Größter Gewinner war ein wenig überraschend keiner der hochgehandelten Neuzugänge Sebastian Rudy oder Omar Mascarell, sondern Nabil Bentaleb (24). Der Franko-Algerier kam in allen 17 Ligaspielen defensiv oder zentral zum Einsatz und überzeugte als sicherer Elfmeterschütze. In den Spielen, in denen Bentaleb wie in Düsseldorf, Hoffenheim oder Stuttgart oder gegen Nürnberg „gut drauf“ war, spielte auch Schalke zumindest zufriedenstellend. Hatte Bentaleb hingegen wie in den Heimspielen gegen Bremen, Dortmund oder Leverkusen einen sehr gebrauchten Tag erwischt, gab es auch für Schalke nichts Zählbares. Bentaleb hat die Fähigkeiten, um dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken, er muss sie aber noch stärker nutzen. Leider musste er wegen anhaltender Oberschenkelprobleme vorzeitig aus dem Trainingslager in Benidorm abreisen.

Neben Bentaleb bekamen Suat Serdar (21, 14 Ligaspiele) und Weston McKennie (20, 13 Ligaspiele) die meisten Einsätze; allerdings durften beide nicht nur im defensiven Mittelfeld ran, sondern wurden auch offensiv bzw. zentral eingesetzt. Der immer gut gelaunte US-Youngster McKennie absolvierte zudem je einen Einsatz als Innenverteidiger und als Mittelstürmer, was Tedesco einigen Spott eintrug. Beide haben das Potential, überdurchschnittliche Spieler zu werden, wenn sie ihre Leistungen stabilisieren können, was naturgemäß auf einer festen Position und ohne ständig wechselnde Nebenleute einfacher wäre.

Die großen Verlierer der Hinrunde waren Sebastian Rudy (28) und Omar Mascarell (25). Die beiden mit Ablösesummen von 16 Mio. bzw. 10 Mio. Euro teuersten Sommerneuzugänge kamen lediglich auf 8 bzw. 4 Einsätze und konnten nicht überzeugen. Insbesondere Rudy enttäuschte die Schalker Fans durch arg körperloses Spiel und unglückliche Interviewaussagen auf der ganzen Linie und wurde auch von Heidel („Der Spieler muss sich da auch ein bisschen anpassen“) und Tedesco mit der Nichtberufung in den Kader für das Spiel gegen Leverkusen und einem Bankplatz in Stuttgart abgestraft. Wenn er sich nicht bald deutlich steigert, wird es schwer für ihn.

 


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Tabelle

26. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Mainz 052627:45-1830
14Augsburg2637:47-1025
15Schalke 042627:44-1723
16Stuttgart2626:56-3020
17Hannover2624:61-3714

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