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Spätes 2:1 über Hertha BSC
Schalke: Fußball kann so geil sein…!

Impressionen vom Heimspiel des FC Schalke gegen Hertha BSC. (Foto: Hein-Reipen)
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Am Samstagnachmittag gegen 17.17 Uhr hielt es in der Veltins-Arena niemand mehr auf den Sitzen: Nach wunderbarer Vorarbeit von Leroy Sané traf Max Mexer in der Nachspielzeit zum hochverdienten 2:1, die Arena stand Kopf. Fan-Reporterin Susanne Hein-Reipen berichtet.

Nach dem Abpfiff lagen sich nicht nur die Mannschaft, sondern auch wildfremde Menschen auf den Tribünen in den Armen. „War das geil heute!“ und „typisch Schalke, einfach können wir nicht!“ waren die meistgehörten Aussagen, während Keeper Ralle Fährmann auf dem Capo-Podest vor der Nordkurve kräftig feierte und gefeiert wurde.

Bereits davor war es ein unterhaltsamer Fußballnachmittag mit einigen Höhepunkten gewesen. Nachdem die Nordkurve direkt zu Beginn zwei große Transparente: „CT: Du hast verstanden?“ und „Was? Unruhe in ruhigen Zeiten stiften“ an die Adresse des redseligen Aufsichtsratsvorsitzenden entrollt hatte, konzentrierten sich alle Beteiligten erfolgreich auf das Spiel. Schalke war die klar feldüberlegene Mannschaft und erspielte sich früh durch Goretzka, di Santo und Choupo Moting gute Chancen. Die mit der Doppelspitze Kalou/Ibisevic angetretenen Gäste aus der Hauptstadt, die seit nunmehr über zehn Jahren auf einen Punkt beim selbsternannten Rivalen warten, kamen kaum über die Mittellinie und konnten den königsblauen Elan teilweise nur mit Ruppigkeiten bremsen.

Ibisevic sieht Rot

Bereits in der 18. Minute musste Ibisevic nach einem groben Foul an Max Meyer mit „glatt rot“ maulend den Weg unter die Dusche antreten, keine zehn Minuten später köpfte Kapitän Benedikt Höwedes nach einer Geis-Ecke einen wuchtigen Kopfball an Keeper Jarstein vorbei ins Netz. Danach verflachte das Spiel ein wenig, aber der Stimmung der 61.336 Zuschauer tat das nicht nur keinen Abbruch, nein: Angetrieben von der Nordkurve steigerte sich das ganze Stadion mit wechselseitiger Anfeuerung in einen lange nicht mehr dagewesenen Stimmungsrausch.

Heiser, aber happy ging es in die Pause, in der mit Gerald Asamoah ein weiter Gute-Laune-Garant für sein Abschiedsspiel, seine „letzte Schicht“ am 14. November warb. Die zweite Halbzeit wurde mit dem „Mythos von Schalker Markt“ gestartet, während zweimal Goretzka, di Santo Meyer und Choupo-Moting fast im Minutentakt mit guten Chancen scheiterten. Doch plötzlich schien sich das Blatt für die zehn Berliner zu wenden: Weiser verlud Fährmann, doch sein Schuss knallte an den linken Pfosten; Kalou hingegen traf in der 73. Minute zum glücklichen Ausgleich. Kurze Zeit später musste Fährmann sein ganzes Können zeigen, um einen Schuss von Lustenberger zu parieren. Würde Schalke wie schon so oft trotz besserer Chancen leichtfertig Heimpunkte verspielen?

Es sah zunächst ganz danach aus, aber Mannschaft wie Zuschauer bewiesen Moral und warfen weiter alles nach vorne, während die Herthaner, teilweise unterstützt vom kleinlichen Schiedsrichter Fritz , plötzlich die Liebe zum Arenarasen entdeckten und dort selbst nach kleinen Berührungen liegenblieben. Die Zeitschinderei war indes vergeblich, Sané spielte nach Steilpass von Matip auch Keeper Jarstein aus und zirkelte im Fünfmeterraum maßgerecht auf Max Meyer. Die Erleichterung auf Rängen und Rasen war unbeschreiblich, im Jubelknäuel gingen auch Maskottchen Erwin und Trainer Breitenreiter unter.

Verdienter Sieg

Himmel, Hölle und wieder Himmel auf Wolke Sieben, anderswo braucht man dazu mitunter lange, auf Schalke erlebt man an einem Nachmittag die ganze Palette. Ralf Fährmann, dessen Vertragsverlängerung bereits vor dem Spiel gefeiert worden war, wurde von den Fans der Nordkurve aufs Podest gebeten und gab sich dort ebenso „völlig losgelöst“ euphorisch wie die Anhänger.

Auch Cheftrainer André Breitenreiter lobte die „einmalige Gänsehaut-Atmosphäre“ und stellte fest, der Sieg sei „klar verdient, aber natürlich auch glücklich“. Bis zum dritten Spiel der Europaleague-Gruppenphase Spiel gegen Sparta Prag (Donnerstag, 22. Oktober, 19 Uhr in der Veltins-Arena) kann er noch an der Chancenverwertung trainieren, die Stimmungschance hingegen wurde eindrucksvoll verwandelt!   

 


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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Mainz 053446:57-1143
13Freiburg3446:61-1536
14Schalke 043437:55-1833
15Augsburg3451:71-2032
16Stuttgart3432:70-3828

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