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Der desaströse Spielbericht
Mit dem Elfer beginnt das Verhängnis

 

Die erste Viertelstunde funktioniert der Schalker Beton gut, City ist zwar das aktivere Team, kommt jedoch nicht durch. Die mitgereisten Schalker zeigen derweil den Heimfans, was eine Harke ist: „Auf geht‘s Schalke schieß‘ ein Tor“, „Schalalala Schalke 04!“ und natürlich die Ruhrpottkanaken blasen fast das Dach weg. Erste vorsichtige Lebensäußerungen der englischen Fans gibt es nach der ersten Chance durch Aguero nach einer Viertelstunde, doch diese gehen schnell wieder in der extralaut blau erstrahlenden Stadt unter. 

Auch die nächste Viertelstunde ist geprägt von Manchester-Ballbesitz und Schalker Lautstärke. „Auf geht’s Schalke kämpfen und siegen“, „Um die halbe Welt sind wir gefahr’n“, „Schalke ich bin für dich geboren“ und der Königsblaue S 04 werden so inbrünstig angestimmt, dass die Briten in den benachbarten Blöcken neidisch hinübergucken.

Mit dem Elfer beginnt das Verhängnis

Nach einer guten halben Stunde nimmt die Katastrophe in Gestalt des Schiedsrichters ihren Lauf. Silva geht nach einer leichten Berührung von Bruma theatralisch zu Boden, Referee und VAR erkennen auf Elfmeter, obwohl der Ball schon weg war. Grrrmpf. Aguero verwandelt das Geschenk trotz Ralf Fährmann, ohoho-Sprechchören halbhoch in die Tormitte zum 1:0 (33.). 

Der Gästeanhang ist über die erneute knappe Entscheidung not amused und skandiert „UEFA Mafia, Mafia“ und „You only sing when you‘re winning“ in Richtung der Heimfans. 

…wäre ja alles noch nicht so schlimm, aber die unglückliche Entscheidung hat offenbar die ohnehin verunsicherte Schalker Mannschaft bis ins Mark getroffen, jetzt geht es Schlag auf Schlag. Erneut Aguero (durch die Beine von Fährmann, 38.) und Sané (42.) können ohne nennenswerte Gegenwehr auf 3:0 erhöhen. Die Schalkefans ahnen Böses, versuchen aber trotzdem mit den „Asozialen Schalkern“ und dem Eurofighterlied „Wir schlugen Roda…“ dagegenzuhalten.

Zweite Halbzeit des Grauens

Mit drei Minuten Nachspielzeit und einem 0:3-Rückstand geht es in die Pause, die Stimmung im Block ist gedämpft, aber nicht gebrochen. Die Hinweise, dass das Etihad ein „Non-smoking stadium“ ist, werden ebenso geflissentlich ignoriert wie die Halbzeitanalyse mit den „Half-time highlights“. Ihr könnt uns mal gerne haben!

Der Arbeitsauftrag für die zweite Halbzeit lautet „Vorwärts Schalke, kämpfen und siegen“, dazu hängt das Banner vom Marsch jetzt am Oberrang. Eine kurze Verletzungspause von Danilo wird mit „Steh‘ auf du Sau“ und „Every tommy is the son of a bitch...“ quittiert. Öhm…

Dann wird es wieder bitter: Leroy Sanés Treffer in der 51. Minute wird vom VAR wegen Abseits verworfen, doch zwei Minuten später gilt das 4:0, erneut nach Videobestätigung. Der Schalker Anhang grübelt, wo eigentlich der europäische Keller ist – vermutlich direkt in der Hölle! – und stimmt trotzig „1.000 Trainer schon verschlissen…“ an.

Das. Tut. Weh!

Skrzybski darf in der 69. Minute für Embolo ran. Nur wenige Sekunden später muss er ebenso hilflos zuschauen, wie Silva nach Vorarbeit von Sané das 5:0 erzielt (71.). Den Gästeblöcken bleiben die „asozialen Schalker“ im Hals stecken, Ratlosigkeit macht sich breit. Wieso fallen wir so auseinander? Warum wehren die sich nicht? 

Das frustrierte Schweigen nutzt das Heimpublikum für „Ciiiity Ciiiity, best team in the world“-Rufe. Tedesco wirft Mendyl für McKennie ins Rennen, doch der kann Sané genauso wenig bremsen wie sein Namensvetter Salif. Die Vorlage des Ex-Schalkers nutzt der erst 18jährige Foden zum 6:0 (78.).

Teuchert kommt für Burgstaller, Fährmann bekommt noch einen tröstenden Applaus der Heimkurve, als er einen weiteren Schuss von Foden bravourös pariert, doch das Scheibenschießen ist noch nicht zu Ende: Jesus setzt den Schlusspunkt zum 7:0 (84.). Pfeif doch endlich ab!

Manchmal ist Schweigen schlimmer als Pfiffe

Beim pünktlichen Abpfiff ist das Stadion bereits halb leer, offenbar haben die Manchester-Fans Mitleid oder wollen zeitig ins Bett. Der Schalker Anhang, der „einige Minuten“ Blocksperre hat, hängt halb paralysiert auf den Sitzen und versucht, die Katastrophe einigermaßen zu verarbeiten.

Als die Mannschaft gen Kurve schleicht, schlägt ihr weitgehend eisiges Schweigenentgegen, selbst für Pfiffe fehlt den meisten die Energie. Gleichgültigkeit, die Höchststrafe… Erst als sich die Spieler abwenden, erklingen einzelne wütende Pfiffe. Es muss etwas passieren, aber was???

Immerhin: Die kostenlose Shuttlebusse zurück in die Stadt sind gut organisiert, Manchesters Gastronomen haben ein Herz für durstige Schalker. Die Fans waren einmal mehr die Einzigen, die Schalke auf der europäischen Bühne würdig vertreten haben – der Support wird in Europa fehlen, die Mannschaft in der derzeitigen Verfassung nicht. Glückauf!

 


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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Mainz 053446:57-1143
13Freiburg3446:61-1536
14Schalke 043437:55-1833
15Augsburg3451:71-2032
16Stuttgart3432:70-3828

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