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Der desaströse Spielbericht
Schalke kassiert historische Klatsche: Nur die Fans zeigen europäisches Format

(Foto: Hein-Reipen)
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Mit 7:0 und damit der höchsten Niederlage einer deutschen Mannschaft in der Königsklasse überhaupt verabschiedet sich der FC Schalke 04 bis auf Weiteres aus dem europäischen Geschäft. Am Ende verschlägt es sogar den treuen Schalker Fans, die zuvor hinter dem Banner „Steh‘n zu Dir in schlechten Zeiten“ einen beeindruckenden Marsch hingelegt und aufopferungsvoll supportet haben, die Sprache. Susanne Hein-Reipen ist hautnah dabei…

Der Nachmittag fängt prima an: Schon vor 15 Uhr Ortszeit strömen zahlreiche Königsblaue zum Piccadilly Square Gardens, Treffpunkt der Nordkurve Gelsenkirchen. Das Wetter ist mit Wind und Sonne deutlich besser als der vorhergesagte Dauerregen, vielleicht ist Petrus ja doch Schalker?

Geh’n mit Dir auf jede Reise

Die einheitlichen dunkelblauen Bomberjacken finden reißenden Absatz, auch die Patches mit dem treffenden Motto „Geh’n it Dir auf jede Reise“ gefallen. Am Ende sind geschätzt zwei Drittel der knapp 3.000 Schalker – manche auch ohne Karte angereist und dementsprechend verzweifelt auf der Suche – im Partnerlook unterwegs, ein geiles Bild!

Die Stimmung ist prima, die Polizei präsent, aber unaufdringlich, das Bier erschwinglich – nur die Grasflächen sind vom vergangenen Regen seeehr matschig, was einige Schalker Sportler aber nicht davon abhält, sich mit einem aus dem Nichts aufgetauchten Plastikball ein heißes und matschiges Match zunächst gegen einige Kids in Schuluniform und dann gegen einen schwarzlockigen Einheimischen zu liefern, der weder sich noch den Gegner schont. Jede Grätsche wird bejubelt, Schlamm und Bier spritzen literweise und als Extrabonbonzieht ein mutmaßlich nicht mehr ganz nüchterner junger Schalker blank bis auf die Unterbüx und rutscht bäuchlings ins Geschehen. Die Menge belohnt den aufopferungsvollen Einsatz mit frenetischem Applaus und „Ooooh, wie ist das schööööön…“.

Steh’n zu Dir in schlechten Zeiten

Gegen 17.10 Uhr kommt dann urplötzlich Bewegung in die gutgelaunte Truppe und hinter einem großen Banner „Steh’n zu Dir in schlechten Zeiten“ geht es mit ohrenbetäubendem „Hurra, Hurra, die Schalker die sind da!“ auf den Marsch Richtung Etihad Stadium. Hier! Regiert! Der! S 04! Wir schlugen Roda, wir schlugen Trabzon… Oho, international, Schalke international, die Eurofighter sind wieder da!

Vorneweg reiten und marschieren einige grellgelb gewandete Bobbies, dahinter folgt der Schalker Block. Am Straßenrand und an den Fenstern staunen Einheimische zum Teil mit offenen Mund, was die Gäste aus Germany für einen Alarmmachen. Besonders geil kommen „Haust Du City heut raus, rasten alle hier aus“ und ein kleiner Pogo zu „Stadion geh’n, im Pappbecher Bier“ rüber. Auch Grüße an die Fanfreunde aus Salernitana, Enschede und natürlich den FCN dürfen nicht fehlen. In der Dämmerung wirkt der einheitliche Schalker Block einfach nur gewaltig.

Bis auf die wohl nicht an Gelsenkirchener Trommeln gewöhnten Pferde sind alle gut drauf, die Polizei macht den Weg frei, so dass ohne Zwischenfälle um kurz nach 18 Uhr das Stadion in Sicht kommt. 

Englische Verhältnisse? No, thank you!

Die Einlasskontrollen verlaufen fair, das Catering-Angebot ist überschaubar. Ungewohnt für deutsche Auswärtsfahrer: Es gibt nur eine Handvoll kleine Banner der Heimmannschaft und kaum ein akustisches Lebenszeichen der Fankurve, alles läuft über die beiden großen Videowände. Die Sicherheitsregeln des „Game Plan“ und der Videoschiedsrichter werden mehrfach auf Englisch und Deutsch erklärt, zusätzlich erscheint alle zwei Minuten „Access to the ground is prohibited“. Offenbar hat sich diese Selbstverständlichkeit auf den Fußballplätzen dieses Planeten noch nicht bis auf die Insel herumgesprochen.

Die Musik ist sehr poppig, das Vereinslied „City, Manchester City“ kommt wie ein zuckersüßes Kinderlied rüber. Wem’s gefällt… Auch in puncto Choreo haben die Citizens nach Meinung des Schalker Anhangs noch ordentlich Luft nach oben: Ein kleiner Block im Unterrang präsentiert das Schiff aus dem Vereinswappen vor metallicblauen Fähnchen, auf der Gegengerade wird einigermaßen schief eine Blockfahne mit dem kompletten Wappen hochgezogen. In der Heimkurve ist außer ein paar weißen Fähnchen keinerlei Tifo-Materiel zu sehen, Fluch der Sitzplätze. Die Gästeblöcke stehen selbstverständlich geschlossen und blasen zum Einlauf der Mannschaft ohrenbetäubend laut „Olé-olé FC Schalke 04“ in den Abendhimmel. 

Die erste halbe Stunde sieht gar nicht sooo übel aus…

Chefcoach Domenico Tedesco lässt heute wieder Ralf Fährmann ran, davor beginnen Stambouli, Sané, Bruma, Oczipka, McKennie, Bentaleb, Serdar, Konoplyanka, Embolo und Burgstaller. In den Reihen der Citizens ist Leroy Sané, der im Hinspiel nach seiner Einwechslung den Freistoß zum 2:2 versenkte, von Beginn an dabei.

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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Mainz 053446:57-1143
13Freiburg3446:61-1536
14Schalke 043437:55-1833
15Augsburg3451:71-2032
16Stuttgart3432:70-3828

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