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Der „andere“ Jahresrückblick Teil 1: Januar bis Juni
Schalke: Mit den Fans durch das irre Jahr 2018

(Foto: Hein-Reipen)
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Gelsenkirchen – Emotionale und tabellarische Achterbahnfahrten muss man als Schalker abkönnen, doch selten war das Wechselbad der Gefühle so krass wie im vergangenen Jahr. Die Rückrunde in der ersten Jahreshälfte war ergebnis- und stimmungstechnisch ein fast durchgängiger Rausch und endete in einer geilen Vizemeisterparty; in der Hinrunde im zweiten Halbjahr hingegen lief nur wenig zusammen. Susanne Hein-Reipen war sowohl „oben“ als auch „unten“ immer dabei und blickt zurück auf Ergebnisse, Choreos, Gesänge, Transparente, Partys und Frust. Viel Spaß beim Erinnern!

(Foto: Hein-Reipen)

Januar: Wer Schalke nicht schätzt, kann sich sofort verpissen!

Die Rückrunde beginnt wegen der anstehenden Weltmeisterschaft sehr früh. Als Wintertransfers gibt’s nach Schöpf und Burgstaller mit Cedric Teuchert den schon fast obligatorischen Neuzugang vom Nürnberger „Glubb“, außerdem wird Marko Pjaca von Juventus Turin für ein halbes Jahr ausgeliehen. Schon für die nächste Saison klargemacht wird Mark Uth.

Im Eiskeller in Leipzig singen fast 5.000 Schalker Auswärtsfans die Bullen lautstark in Grund und Boden, doch auf dem Platz behält die Rote Brause mit 3:1 die Oberhand. Naldo gelingt zwar zwischenzeitlich der umjubelte 1:1-Ausgleich und Ralf Fährmann hält einen Foulelfer von Augustin, aber „ausgerechnet“ Timo „die Schwalbe“ Werner bringt Leipzig wieder in Führung. Sch…ade.

In der Folgewoche gibt Leon Goretzka bekannt, was schon lange gemunkelt und befürchtet wurde: Auch er wechselt zu den Bayern. Den Schalke-Fans geht das Gewäsch des selbsternannten „Pottjungen“ vom „nächsten sportlichen Schritt“ so auf den Sack, dass es vor dem Spiel gegen Hannover zahlreiche Protestbanner gibt. „1.000 Freunde im Stich GElassen für emotionslose Titel und oberflächliche Lackaffen!“ und „Weder Kohle noch Titel sind mehr wert als unser Verein!“ und „Wer das nicht schätzt, kann sich sofort verpissen!“ lauten die Transparente, dazu gibt es Pfiffe satt. Zum Einlaufen der Mannschaften erscheint eine Choreo mit tausenden blauen und weißen Fahnen, die als weiße Pfeile auf königsblauem Grund auf das überdimensionale Logo der Nordkurve zeigen, doch die Stimmung bleibt verhalten. Auch sportlich gibt das Spiel leider nicht viel her; zwar trifft Winter-Neuzugang Marko Pjaca bei seinem Arena-Debüt direkt das Tor, doch in der 86. Minute gelingt den Gästen der insgesamt nicht unverdiente Ausgleich zum 1:1.

Am 19. Spieltag muss Schalke in Stuttgart ran, eigentlich ist ein bundesweiter Aktionsspieltag gegen Materialverbote angesagt. Juckt die Schalker Ultras und Auswärtsfahrer aber herzlich wenig und so haben sie über 90 Minuten die absolute Lufthoheit in der Mercedes-Benz-Arena. Durch einen wuchtigen Naldo-Kopfball und einen von Amine Harit verwandelten Foulelfmeter steht es nach nicht einmal 20 Minuten bereits 2:0, die Stimmung im Gästeblock schäumt trotz einer 200%igen versiebten Konoplyanka-Chance über, während sich die Heimkurve an 50+1 abarbeitet. Auch nach dem Schlusspfiff geht die Party weiter, sogar Domenico Tedesco hüpft vor dem Block herum wie Rumpelstilzchen.

(Foto: Hein-Reipen)

Februar: Königsblauer Erfolgskurs!

Aus der königsblauen Sause von Stuttgart geht es gegen Bremen kurzzeitig zurück in die Fußballhölle: Sehr verhaltene Stimmung in der Veltins-Arena und ein Spiel zum Vergessen. Schalke führt dank einer freundlichen Co-Produktion von Konoplyanka und Gästekeeper Pavlenka lange 1:0, verliert aber nach einer gelb-roten Karte für Nastasic völlig den Faden und kassiert in der Schlussviertelstunde noch zwei Gegentreffer.

Gerade einmal 04 Tage später dürfen die Schalkefans trotz Minusgraden aber wieder jubeln: Dank eines bildhübschen Tores von Guido Burgstaller besiegt Schalke den VfL Wolfsburg im DFB-Pokal-Achtelfinale mit 1:0 und zieht ins Halbfinale ein. Vor dem Anpfiff gibt es bereits Hühnerfell satt, denn die mit der Wunderkerzenchoreo im Achtelfinale gegen den 1. FC Köln unter dem Motto „Und er hat sein helles Licht bei der Nacht“ begonnene Steiger-Choreo wird fortgesetzt. Die nächste Zeile „schon angezündt, das gibt ein Schein“ prangt in riesigen n Lettern auf königsblauem Grund, das Licht geht aus und der Schriftzug wird von hinten durch zahlreiche flackernde weiße Fackeln erleuchtet. Geil!

Dann steht die Auswärtsfahrt nach München an. Die Fanparty der Isarschalker ist wieder grandios, der Support der Gästekurve mit zahlreichen Nürnberger Freunden ebenfalls. Doch leider hat Ralf Fährmann im Schneetreiben von München nicht seinen allerbesten Tag erwischt und kann einen strammen Schuss von Müller nur abklatschen, Lewandowski bedankt sich mit dem frühen 1:0. Die königsblaue Elf steckt trotzdem nicht auf und kann durch di Santo zwischenzeitlich ausgleichen, bevor Müller aus spitzem Winkel den auf eine Flanke wartenden Fährmann zum 2:1 überlistet. Dabei bleibt es trotz eines weiterhin couragierten Schalker Auftritts. Die Fans sind trotz des Ergebnisses und kalter Füße nicht unzufrieden, denn auf dieser Leistung kann man aufbauen!

Und sie bauen auf: Gegen Hoffenheim macht die Schalker Mannschaft trotz einiger Grippeausfälle da weiter, wo sie in München aufgehört hat und führt zur Pause dank zweier Treffer von Kehrer und des endlich wiedererstarkten Breel Embolo hochverdient mit 2:0. Den Kraichgauern gelingt zwar noch der Anschlusstreffer, aber das Schalker Bollwerk hält trotz fast 8minütiger Nachspielzeit stand. Drei echte Bigpoints, das ist einen lautstarken Mythos vom Schalker Markt wert!

Auch im letzten Spiel des Karnevalsmonats in „Vizekusen“ geht der Triumphzug weiter: Ein supergeiles Tor von Guido Burgstaller und ein Foulelfmeter von Bentaleb nach Foul an Embolo bescheren bei knackigen Minustemperaturen einen 2:0-Auswärtssieg bei einem direkten Konkurrenten ums internationale Geschäft. Die mitgereisten Schalker, die zuvor minutenlang den Support einstellten, weil zwei schwer gestürzte Fans vor dem Block notärztlich versorgt werden mussten, hocken in Scharen auf dem Zaun und feiern ihre Mannschaft mit „Leverkusen fällt“, „Heiko Herrlich fällt und eine chicen Party nach dem Schlusspfiff.

 


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Tabelle

18. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
10Bayer 041826:30-424
11Mainz 051820:24-424
12Schalke 041822:25-321
13Freiburg1822:28-621
14Düsseldorf1821:34-1321

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