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Teil 4
Schalke in Prag: Das sind die Eindrücke aus dem Gästeblock...

(Foto: Hein-Reipen)
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Prag – Nach dem eindrucksvollen friedlichen Marsch zum Stadion stürmten die Schalkerfans gutgelaunt das ehrwürdige Letna-Stadion. Das Stadion grenzt unmittelbar an die Wohnbebauung an und verfügt über dermaßen verwinkelte Zugänge, dass sich so mancher international gereister Knappe leise fragte, wie viele Hühneraugen die UEFA zudrücken musste, um die Heimspielstätte von Sparta unter ihre Sicherheitsvorschriften zu subsumieren.

Rückblick: Der Fanmarsch am Donnerstag

 

Der Stimmung tat das, ebenso wie mittelalterliche WC-Anlagen und ein ziemlich dürftiges Verpflegungsangebot, keinen Abbruch. Die einlaufenden Schalker Spieler wurden ebenso mit „um die halbe Welt sind wir gefaaaahrn, immer wieder feuern wir Euch aaaan“ begrüßt wie Trainer André Breitenreiter, der sich genau vor der Gästeecke den Fragen von Laura Wontorra stellte.
 
Die Stadionansagen erfolgen als Service an den vielköpfigen Schalker Anhang stets zweisprachig; der Sprecher hat allerdings einige Schwierigkeiten mit den Namen der Schalker Mannschaftsaufstellung, insbesondere Choupo-Moting und Neustädter dürften sich selber nicht wiedererkannt haben. Die Kurve spendete einen aufmunternden Sonderapplaus an Liga-Rotsünder Johannes Geis.
 
Als die Mannschaften einlaufen, brannte und qualmte es zum ersten Mal mächtig im Schalker Block. Anders als auf dem Marsch, wo Polizisten jeden Bengalo-Zündler kompromisslos aufgriffen, zeigte sich diesmal allerdings keine Reaktion seitens des Sicherheitsdienstes oder der Polizei, lediglich zwei Feuerwehrleute postierten sich vor der Kurve.
 
Auf Prager Seite entrollten die Ultras ein großes Transparent „Our Passion is not your business!“, der Unterrang blieb leer.

Auf dem Spielfeld irrte derweil die nach den Verletzungsausfällen von Kapitän Höwedes (Mittelhandbruch) und Matip (Hexenschuß) neuformierte Schalker Abwehrkette mit Caicara, Ayhan, Neustädter und Aogo noch suchend umher, als Lafata bereits in der 6. Spielminute zum 1:0 für die Hausherren einköpfte. Die mitgereisten Schalker verdoppelten daraufhin zwar ihre „Vorwärts Schalke, kämpfen und siegen!“-Anstrengungen, die Elf auf dem Feld blieb indes verunsichert und hatte Glück, dass Fataj in der 16. Minute im Abseits stand. 
 
Im Schalker Spielaufbau lief nur wenig zusammen, die meisten langen Bälle landeten ebenso wie die Abschläge von Keeper Ralf Fährmann im Nirgendwo. Die Fans hüpften sich derweil warm und applaudierten der Gegengerade, die mitten im Spiel eine farbenprächtige „LETNA“-Choreographie zeigt.

Doch statt des 2:0 für Sparta fiel in der 20. Minute der umjubelte Ausgleich: Johannes Geis verwandelte einen Foulelfmeter Marke „kannze geben, musste aber nicht!“ sicher. Zuvor war Goretzka von Costas angerempelt worden. Großer Jubel und der nächste Bengalo-Großeinsatz im Gästeblock.
 
Das Spiel plätscherte nach dem Ausgleich arg gemächlich vor sich hin, auf den Rängen gab es dagegen Zoff: in dem leeren Block, der eigentlich die Gästekurve von den Heimfans trennen sollte, aufgrund der vielen Schalker Kartenbestellungen über Sparta aber nur eine Schneise in zwei Schalker Blöcke schlug, prügelten sich einige Schalker mit den Ordnern, die zuvor erzwingen wollten, dass die königsblauen Fahnen im „gemischten“ Block verschwinden. Einige Fahnen wurden daraufhin tatsächlich eingerollt, die Kurve, darunter diverse Vermummte, rüttelte wütend am Zaun, beruhigte sich dann aber wieder.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel ein wenig besser, da Schalke zumindest gelegentlich den Weg nach vorne fand. Die Fans hatten indes schon früh den Eindruck, dass sich beide Mannschaften mit dem 1:1 zufrieden gaben und verlagerten die Gesänge in Richtung des Derbygegners. Bei „wer nicht hüpft, der ist Borusse“ schwang der Oberrang so stark, dass einige Königsblaue Stoßgebete an den Statiker schickten. Sonderapplaus gab es für den quirligen, aber glücklosen Leroy Sanè,  außerdem brannte es noch einmal gewaltig im Schalker Block. Vom Spiel gibt es außer zwei Chancen für Leon Goretzka wenig zu berichten. Die königsblaue Nummer 8 scheiterte in der 82. Minute völlig freistehend mit einem Kopfball an Torwart Bicik. 

Nach dem Schlusspfiff waren sich alle einig, dass das Ergebnis in Ordnung geht und beiden Teams alle Chancen aufs Weiterkommen offenlässt. Mund abputzen, abhaken und aufs Derby konzentrieren hieß die Devise, die auch der Mannschaft beim Gang in die Kurve lautstark entgegenschallte: „Und ist der Feind gestorben, dann ist noch lang nicht Schluss…!“ 
 
Die Blocksperre endete pünktlich, unter den aufmerksamen Augen der tschechischen Polizei ging es an den bunten Graffiti der Sparta-Kurve vorbei wieder Richtung Stadt. Dem Fazit von Johannes Geis „wir wissen, dass wir es besser können. Am Ende zählt, dass wir die Tabellenführung verteidigt haben.“ schlossen sich die Fans bei einem tschechischen Pils gerne an.

 


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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Mainz 053446:57-1143
13Freiburg3446:61-1536
14Schalke 043437:55-1833
15Augsburg3451:71-2032
16Stuttgart3432:70-3828

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