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Zoff auf den Rängen, Zaubern auf dem Rasen
Schalke siegt souverän mit 5:0 beim MSV Duisburg

(Foto: Hein-Reipen)
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Duisburg – Fan-Transparente müssen nicht politisch korrekt sein, im Gegenteil. Überspitzungen oder Provokationen sind oft das Salz in der Suppe. Eins ist aber strikt tabu: Dem Gegner Verletzungen wünschen oder sich hämisch darüber lustig machen – in solchen Fällen zeigen oft auch gegnerische Fans, dass die Liebe zum Fußball und sportliche Fairness „getrennt in den Farben, vereint in der Sache“ vorgeht.

Diese Solidarität wurde beim Erstrunden-Match zwischen den Reviernachbarn MSV Duisburg in bislang beispielloser Geschmacklosigkeit von einigen Duisburger Fans aufgekündigt: In Anspielung auf das Pokalfinale 2011 und die schwere Alzheimererkrankung des ehemaligen Schalker Managers Rudi Assauer titelten sie „2011? Nicht mal Rudi kann sich erinnern!“ Ein gellendes Pfeifkonzert aus dem restlichen Stadion war die Quittung, MSV-Geschäftsführer Bernd Maas entschuldigte sich bereits in der Pressekonferenz für die „Spinner“.

Nicht der einzige Aufreger

Diese Szene war der größte, aber beileibe nicht einzige Aufreger bei der Pokalpartie. Bereits in der Woche vor dem Spiel hatte die Duisburger Gruppierung „Toastbrot Duisburg“ zum „Schalker jagen“ aufgerufen, die Polizeipräsenz bei dem als Hochrisikospiel eingestuften „kleinen Derby“ war enorm. Zunächst hatten die Einsatzkräfte wenig zu tun, da Knappen und Zebras in den umliegenden Gastronomiebetrieben friedlich gemeinsam bei Bratwurst und Bier (und ohne Toastbrot…) dem Spiel entgegenfieberten. Im Laufe des Spiels und nach Spielschluss kam es jedoch zu einigen unschönen Szenen, als einige MSV-Fans versuchten, den Gästeblock zu stürmen. Auch im Schalker Block wurde kräftig gezündelt.

Sportlich hatten die ca. 4.000 mitgereisten Schalker unter den 30.600 Zuschauern in der restlos ausverkauften Schauinsland-Arena hingegen allen Grund zur Freude: Bereits in der dritten Minute netzte Kapitän Klaas-Jan Huntelaar nach Vorarbeit von Eric-Maxim Choupo Moting zum 1:0 für den Erstligisten ein. Die Duisburger versuchten in der Folgezeit tapfer, den frühen Rückstand zu verdauen, waren aber spielerisch klar unterlegen und konnten nur mit Glück und einem gut aufgelegten Ratajczak zwischen den Pfosten in der ersten halben Stunde einen höheren Rückstand verhindern. 

Der Keeper der Zebras parierte in der 33. Minute sogar einen Elfmeter von Franco di Santo, der zuvor von Kapitän Bajic umgerissen worden war. Bajic ging mit Gelb-Rot Duschen; sechs Minuten später erhöhte Matija Nastasic mit seinem ersten Pflichtspieltor für Schalke per Kopf auf 2:0. Johannes Geis versenkte Sekunden vor der Pause einen Freistoß aus 27 Metern direkt im Tor des MSV. Mit diesem beruhigenden 3:0 ging es in die Kabinen, zwischen den Fanlagern flogen derweil einige verbale Giftpfeile hin und her: „Zebras in den Zoo!“

Die verbliebenen zehn Meidericher versuchten nach der Pause, ein Debakel wie im Pokalfinale 2011 zu verhindern, es blieb allerdings beim Versuch. Nach Großchancen für Goretzka und Huntelaar machte Franco di Santo den vergebenen Elfmeter wett und knallte den Ball aus elf Metern volley zum 4:0 in die Maschen (63). Goretzka setzte in der 85. Minute den Schlusspunkt zum 0:5, als der mittlerweile entnervte Ratajczak den Ball durchrutschen ließ.

 

Die MSV-Fans, die zuvor mit der Präsentation einiger entwendeter Schalker Banner erneut für gehörigen Unmut auf Schalker Seite gesorgt hatten, feierten ihre Mannschaft trotz der deutlichen Niederlage. Der königsblaue Anhang freute sich über den souveränen Saisonstart, der so gar nichts mit dem grausigen 1:2 bei Dynamo Dresden zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison gemein hatte. Geschlossene Mannschaftsleistung, ansehnlicher Fußball, fünf verschiedene Torschützen, Kantersieg – dieser Saisonstart macht Lust auf mehr! Entsprechend euphorisch wurde die Mannschaft beim Jubelkreisel und dem Gang in die Kurve gefeiert.

Auch Chefcoach Andrè Breitenreiter zeigte sich hochzufrieden. "Unsere Mannschaft hat eine überzeugende Leistung geboten, insbesondere die Einstellung muss ich loben. Wir haben gebrannt, gut gepresst und mit schnellen Balleroberungen und gutem Kombinationsfußball die Tore erzwungen." Sein Gegenüber Gino Lettieri gestand zerknirscht ein, dass Schalke „zwei Nummern zu groß“ gewesen sei. „Das 0:1 ist leider viel zu früh gefallen, danach haben wir drei Gegentreffer nach Standards kassiert. So etwas darf nicht passieren - auch nicht gegen Schalke.“

Der Saisonstart des MSV darf als gründlich misslungen bezeichnet werden, in Gelsenkirchen fiebert man hingegen mehr denn je dem Bundesligaauftakt bei Werder Bremen (15.08., 15.30 Uhr) entgegen. 


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Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Freiburg2939:50-1132
14Augsburg2940:55-1528
15Schalke 042930:47-1727
16Stuttgart2927:61-3421
17Nürnberg2924:54-3018

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