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Königsblau am Boden
Schalke-Ultras nehmen Stambouli Kapitänsbinde ab

(Foto: dpa)
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Gelsenkirchen – Nach dem 0:3 beim FSV Mainz 05 dachte so mancher auf Schalke, ein noch tieferer Sturz sei kaum mehr möglich. Falsch gedacht: Das 0:4 im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf meißelte eine neue Stufe in den Abgrund, die Fans hatten schon nach 45 Minuten genug gesehen und reagierten auch nach Abpfiff mit aggressiven Gesten – und knöpften den Spielern die Kapitänsbinde ab.

Tief, tiefer, Schalke 04: Obwohl die Abstiegsränge noch immer ein Stück entfernt sind, gleichen die Auftritte der Königsblauen mehr und mehr denen eines künftigen Zweitligisten. Vom zuletzt formstarken Aufsteiger Fortuna Düsseldorf ließen sich die Gelsenkirchener den Schneid fast von Beginn an abknöpfen, liefen über weite Strecken dem Spiel hinterher und versprühten allenfalls kurz nach dem Seitenwechsel für wenige Minuten etwas Torgefahr. Es war viel, viel zu wenig. 

Tedesco: „Im Spiel waren wir tot“

War es das für Trainer Domenico Tedesco? Drei Punkte gegen Düsseldorf waren vor Anpfiff fest eingeplant, doch schon nach wenigen Ballkontakten war die schiere Nervosität des FC Schalke 04 spürbar. Tedesco, der viel Mut aus einer engagierten Trainingswoche gewonnen hatte, sah nichts davon auf dem Rasen. „Wir spielen Pässe direkt in die Innenverteidigung, streuen wahnsinnige Ballverluste ein“, haderte der Übungsleiter beispielhaft. „Im Training waren wir lebendig, heute im Spiel waren wir tot.“ 

Nicht nur Tedesco, auch die Akteure trotteten völlig niedergeschlagen zur Kabine. „Wir haben körperlich und vom Einsatz her alles gegeben“, versuchte sich Stürmer Guido Burgstaller zu erklären, „aber zum Fußball gehören auch Laufwege und die Abstimmung untereinander. Das stimmte heute überhaupt nicht.“ Schnell habe die Unsicherheit zugenommen, das lauthals pfeifende Stadion den Druck weiter erhöht. Für die Abwendung der Fans hatte der Österreicher aber Verständnis: „Wer 0:4 gegen Düsseldorf verliert, der wird nicht gestreichelt und aus dem Stadion getragen.“

Stambouli, der entmachtete Kapitän

Den Tränen nahe stand auch Benjamin Stambouli vor den Journalisten. „Ich bin traurig und sauer“, sagte der Franzose. „Ich habe so schnell keine Lösung, aber wir müssen jetzt zeigen, dass wir Männer sind.“ Seinen Mann stehen musste Stambouli auch, als ihn zwei Vorsänger nach Abpfiff zu einem emotionalen Gespräch baten – und ihm die Kapitänsbinde abnahmen, die die Nordkurve einst Ralf Fährmann überreicht hatte. „Das war schwer für uns“, so Stambouli. „Aber wir sind nur kleine Spieler im Vergleich zu diesem großen Verein.“ 

Die Zukunft des taumelnden Riesen ist offen – vieles hängt an der Trainerfrage, in der aber eine schnelle Entscheidung unwahrscheinlich ist. Jochen Schneider, neuer Sportvorstand bei Schalke 04, tritt jedenfalls offiziell erst am kommenden Dienstag seinen Dienst an. Dann ist das Auswärtsspiel bei Werder Bremen allerdings nur noch drei Tage entfernt. Sollte der VfB Stuttgart sein Heimspiel gegen Hannover 96 am Sonntag gewinnen, wäre Königsblau dann bereits im Abstiegskampf angekommen.

Tabelle

27. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Mainz 052627:45-1830
14Augsburg2637:47-1025
15Schalke 042627:44-1723
16Stuttgart2626:56-3020
17Hannover2624:61-3714

 


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13Mainz 052627:45-1830
14Augsburg2637:47-1025
15Schalke 042627:44-1723
16Stuttgart2626:56-3020
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