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Der Geht-in-Ordnung-Spielbericht
Trotz Elfer-Wahnsinns: Schalke erkämpft verdienten Punkt in Hoffenheim

(Foto: Hein-Reipen)
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Hoffenheim – Die TSG 1899 Hoffenheim und der FC Schalke 04 trennen sich nach 90 umkämpften Minuten mit 1:1. Das Ergebnis ist leistungsgerecht, aber das Zustandekommen bringt die Schalke-Fans auf die Palme. Susanne Hein-Reipen über Pfiffe, Elfmeter, Verschwörungstheorien und mentale Derbyvorbereitung.

Auswärtsfahrer wissen: Das Freundlichste, was man über die auf die grüne Wiese geworfene Wirsol-Rhein-Neckar-Arena sagen kann, ist, dass sie hervorragend von der A 6 aus zu erreichen ist und ein funktionierendes Parkleitsystem hat. Ansonsten verfügt sie über das Flair eines Einwohnermeldeamtes und bietet auch im Umfeld nix, wo sich Fans gemütlich auf das Spiel einstimmen könnten. Eine Bierbude auf dem Parkplatz eines Chinarestaurants ist die einzige fußläufig zu erreichende Verpflegungsstation.

Alles nur geklaut

Für Erheiterung sorgen Aufkleber mit dem Slogan „Hoffe ist der geilste Club der Welt“, ist er doch ebenso bei Schalke abgekupfert wie „Blau und Weiß ein Leben lang“ und „Steht auf, wenn Ihr für Hoffe seid“. Mit Kreativität haben sie es offenbar im Kraichgau nicht so.

Die Wartezeit bis zur Stadioneröffnung vertreibt sich der Schalker Anhang zwischen Infomobil und Anwesenheitskontrollen mit Plaudereien über die Reise nach Porto und dem Bierdosen-Orakel: Welches Gesicht der Mannschaft bekommen wir wohl heute zu sehen…? Die Einlasskontrollen sind extrem gründlich und zupackend, vermutlich auf der Suche nach irgendetwas, was die sensible Seele von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ankratzen könnte.

Elch mit Rinderwahn 

Im Stadion ist es erstaunlicherweise deutlich kälter als draußen; insbesondere die metallenen Sitze sind buchstäblich arschkalt, aber Sitzen ist ja ohne für den A…llerwertesten. Die Hinweise, dass die Arena ein „Nichtraucherstadion“ und das Rauchen nur an eigens ausgewiesenen Plätzen auf der Promenade erlaubt sei, rufen bei den Schalkern maximales Achselzucken hervor. 

Dann kündigt der Stadionsprecher das „tollste Maskottchen der Bundesliga, unseren einzigartigen Hoffi“ an. Der Elch rappt dann prompt mit zwei Kindern an der Hand zappelnd ins Stadion; ein Schalker ätzt „Jau, einzigartig: Der einzige Elch mit Rinderwahn“.  

Boykott des Boykotts

Die Schalker Mannschaft wird trotz der uninspirierten Darbietung in Porto lautstark begrüßt und zollt ihrerseits der Kurve demonstrativen Beifall. Damit ist auch endgültig klar: Die aktive Schalker Szene beteiligt sich einmal mehr nicht an den allgemeinen Aktionen gegen den DFB, sondern supportet lieber ihre Mannschaft.

Die Aufstellung – sieben (!) Rotationen gegenüber dem Porto-Spiel und einigermaßen überraschend der eigentlich bereits aussortierte Haji Wright in der Startelf – sorgt für leichtes Stirnrunzeln. Vor Fährmann agiert eine Viererkette mit Caligiuri, Sane, Nastasic und Oczipka; im defensiven Mittelfeld stehen Rudy und Schöpf, davor Serdar und Bentaleb. Burgstaller und Wright sollen für die Tore sorgen.

Lästerei und Neiderei gehen uns am A… vorbei – wirklich?

Der Stadionsprecher gedenkt einer kürzlich verstorbenen treuen Hoffenheim-Anhängerin namens Linda, dazu wird eine getragene Version von „You’ll never walk alone“ eingespielt. Danach gibt es den DFB-Clip „Danke ans Ehrenamt“.

Das Hoffenheimer Fan-Lied wird - wie immer - mit Untertiteln performed, was - wie immer - bei den sangesfreudigen und textsicheren Schalkern für Spott sorgt. Vor allem die Tafel „Lästerei und Neiderei gehen uns am A… vorbei, 1899 Hoffenheim“ ruft angesichts der bekannt dünnhäutigen Reaktionen von Dietmar Hopp auf Provokationen für große Erheiterung. Auch das Badnerlied, das offenbar zum absoluten Pflichtprogramm bei Spielen im Südwesten gehört, ist dabei.

Das grüne Grauen

Zum Einlauf der Mannschaften marschieren zahlreiche Großfahnenträger, darunter auch die „Hoffema Jungs“ auf. Weil Hoffenheim in blau antritt, tragen die Schalker wieder den giftgrünen Ausweichdress. Die Textmarkerfarbe inspiriert einen Kuttenträger zum Stoßseufzer „schon wieda datt grüne Grauen!“, trotzdem wird zum Anpfiff inbrünstig der „Königsblaue S 04“ intoniert. Auch „Hurra, hurra, die Schalker die sind da“ und „Vorwärts FC Schalke, schieß‘ ein Tor für uns“ kommen lautstark rüber.

Auf dem Rasen hingegen dominiert in den Anfangsminuten klar die heimische TSG; Schalke kann sich bei Fährmann und der Querlatte bedanken, dass sie nicht bereits früh durch Kramaric und Zuber in Rückstand geraten. Nach einer Viertelstunde können die Schalkefans etwas aufatmen: Die Abwehr bekommt die technisch guten Hoffenheimer Stürmer besser in den Griff und vorne sorgt Guido Burgstaller für Lebenszeichen. Steht auf, wenn Ihr Schalker seid!

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18. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
10Bayer 041826:30-424
11Mainz 051820:24-424
12Schalke 041822:25-321
13Freiburg1822:28-621
14Düsseldorf1821:34-1321

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