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Der Geht-in-Ordnung-Spielbericht
Nix als Ärger mit dem Schiri

 

Dann beginnt der unrühmliche Auftritt von Schiedsrichter Dr. Robert Kampka. In der 23. Minute pfeift er aus heiterem Himmel einen fairen Zweikampf zwischen Joelinton und Nastasic, bei dem die Schalker Nummer 5 klar den Ball spielt, ab und zückt Gelb. Die Kurve ist not amused und legt noch eine Schüppe Support drauf, zunächst mit dem blockinternen Wechselgesang „Gelsenkirchen-Schalke“und „FC heißt der Club zu dem ich steh‘“, schließlich mit „Schalke 04 für jetzt und alle Zeit“ und „Geh‘n mit Dir auf jede Reise“.

Das Spiel gewinnt jetzt deutlich an Fahrt, doch Fährmann und Baumann präsentieren sich beide in bestechender Form und halten ihre Kästen sauber. Entsprechend groß ist der Jubel beim Schalker Anhang, als Kampka drei Minuten vor der Pause zu Recht Handelfmeter pfeift, weil Zuber von Caligiuri im Strafraum angeschossen wird. Doch in Zeiten des Videobeweises sollte man sich bekanntlich nicht zu früh freuen: Trotz erbitterter Diskussionen mit den Schalker Spielern revidiert Kampka nach Rücksprache mit dem Kölner Keller seine Entscheidung und nimmt den Elfer zurück, aus der Kurve dröhnt „Scheiß DFB“ und „Ihr macht unsren Sport kaputt, Ihr Wixxer!“.

Nunmehr gibt es auch ein erstes akustisches Lebenszeichen der Heimkurve, deren „Scheiße 04“ jedoch flugs mit „Warum seid Ihr H*ren so leise?“ erstickt wird. Die Frage bleibt: Beteiligen sich die Hoffenheimer am Boykott oder ist das einfach nur die übliche Friedhofsstimmung…? In der zweiten Halbzeit wird es trotz mit 30.000 Zuschauern ausverkauftem Haus auch nicht lauter.

Wenn zwei das Gleiche tun…

Mit 0:0 geht es in die Pause, die Diskussionen reißen nicht ab, zudem wird es so kalt, dass einige mutmaßen, statt einer Schallkanone sei nunmehr eine Eismaschine unter dem Gästeblock versteckt. 

Kurz nach dem Wiederanpfiff ertönt „Seht Ihr die Fahnen weh’n?“, das folgende „Um die halbe Welt sind wir gefahr’n“ bleibt jedoch in den Schalker Kehlen stecken, denn Belfodil nimmt den Ball mit der Hand mit und schießt dann Oczipkas Arm an – und dieses Mal gibt es Handelfmeter, aber keinen Videobeweis. Die Spieler protestieren wütend über diese Ungleichbehandlung zu der Szene der ersten Halbzeit, Tedesco tobt an der Seitenlinie, die Fans haben Schaum vor’m Mund und mutmaßen, dass Hopp seine Schatulle aufgemacht hat oder im Kölner Keller zu viel Glühwein gesoffen wurde. 

Doch es hilft nichts, unter „Ralf Fährmann, ohoho“-Sprechchören versenkt Kramaric das Leder zum 1:0 (59.). Der Torjingle „Was woll‘n wir trinken, 7 Tage lang“ und die folgende Aussage des Stadionsprechers „da muss man erstmal die Nerven behalten!“ bringen die Schalkefans erst recht auf die Palme. „So ein Beschiss!“, „Wenn das ein Elfer war, war unserer auch einer!“ und „soll er sich die Hände abhacken?“ lauten einige Kommentare. 

Schalke beweist Moral

Trotzig wird sofort wieder mit „auf geht’s Schalke kämpfen und siegen!“ und „Wir sind Schalker, keiner mag uns, scheißegal“ der Support angeschoben. Tedesco schickt in einem Doppelwechsel Mc Kennie und Stambouli für Serdar und den blass gebliebenen Wright auf das Feld und stellt auf eine Dreierkette um. 

Dann der nächste Elfmeterpfiff: Caligiuri, ebenso wie Fährmann wieder auf dem Weg zur guten Form der vergangenen Spielzeit, lässt Vogt und Bikakcic stehen und wird von dem Bosnier zu Fall gebracht. Bentaleb lässt sich diese Chance nicht entgehen und verwandelt kompromisslos in die rechte untere Ecke zum verdienten 1:1 (72.). Zum Jubeln stürmt er zur Gästekurve. JAAAA!

Ergebnis geht in Ordnung, jetzt: Volle Pulle Richtung Derby! 

Nunmehr sind die Schalker, angetrieben von „Eine Stadt erstrahlt in blau“ und den Ruhrpottkanaken spielbestimmend. Baumann rettet gegen Bentaleb, der kurz darauf unter Applaus vom wiedergenesenen Mendyl ersetzt wird. Auch McKennie findet in dem Hoffenheimer Torhüter seinen Meister. In der Nachspielzeit bekommt auch Fährmann noch einmal die Chance, sich auszuzeichnen, und pariert einen wuchtigen Kopfball vonJoelinton. 

Es bleibt beim 1:1, einem aufgrund der unterschiedlichen Halbzeiten – die erste ging an Hoffenheim, die zweite an Schalke – vollkommen gerechten Ergebnis. Tedesco wirkt im Spielerkreis sehr viel entspannter als in Porto, auch die Mannschaft kommt freiwillig in die Kurve, die bereits komplett auf Derbymodus geschaltet hat: „Und ist der Feind gestorben…“, „Tod und Hass dem BVB“, „Scheiße BVB“, „Auf geht’s Schalke, kämpfen und siegen“ und „Wer nicht hüpft, der ist Borusse“ sind klare Ansagen, was am nächsten Samstag beim „Spiel aller Spiele“ erwartet wird. Tedesco pusht die Kurve dabei sogar noch weiter hoch, bevor er zur Bande läuft; Mckennie und Stambouli hüpfen wie die Kängurus. Alle zusammen gegen Lüdenscheid!!!

Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Freiburg3039:54-1532
14Augsburg3046:55-931
15Schalke 043032:52-2027
16Stuttgart3027:67-4021
17Nürnberg3024:56-3218

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Freiburg3039:54-1532
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15Schalke 043032:52-2027
16Stuttgart3027:67-4021
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