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05. Schalker Adventssingen
Viel GEfüüühl, Weihnachtslieder und ein doppelter Steiger in der Glückauf-Kampfbahn

(Foto: Hein-Reipen)
(Foto: Hein-Reipen)
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Schalke – Wenn Schalker singen, sind das normalerweise Anfeuerungsrufe für Blau-Weiß - oder eher deftige „Komplimente“ für Gegner, Schiri oder DFB. Doch wir können auch anders: Beim Adventssingen in der Glückauf-Kampfbahn gibt es im warmen Schein der Kerzen sämtliche klassischen deutschen Weihnachtslieder. Na gut, das Steigerlied und Blau und Weiß dürfen auch nicht fehlen…

Union Berlin hat es vorgemacht: Weihnachtssingen im Stadion. Von Fans für Fans – und genau diese Idee griffen vor fünf Jahren der Schalker Supporters Club , die Schalker Pfarre St. Joseph und Teutonia Schalke auf, bevor sich auch zahlreiche Vereine mit großen, durchkommerzialisierten Events darüber hermachten. Schauplatz ist die altehrwürdige Glückauf-Kampfbahn, wo der berühmte Schalker Kreisel geboren wurde.  

Klein, aber fein

Und so geht das „Adventssingen“ an der Schalker Meile bereits in die fünfte Auflage. Für symbolische 04 Euros – die Tickets dienen in erster Linie der Einlasskontrolle aufgrund der strengen Begrenzung der Zuschauerzahl wegen der baulichen Sicherheitsauflagen -, handgemacht und für einen guten Zweck, die Lavia Familientrauerbegleitung in Gelsenkirchen. 

Im Schalker „Weihnachtsdorf“ ist alles da, was man für eine gute Weihnachtsfeier braucht. Glühwein, Punsch, Bier, Würstchen, Tombola. Als Spezialität des Hauses gibt es den bekannten Kakao mit äußerst großzügigem Schuss - quasi Rum mit einem Schuss Kakao drin - und heißen Bratapfellikör mit Sahne. Mmmmmh.

Frieden auf Schalke und für die Welt

Supporters-Vorsitzender Andreas „Jouri“ Jour eröffnet den Abend pünktlich um 18.04 Uhr mit einem herzlichen Glückauf. Und mitten in den blau-weißen Trubel mischen sich plötzlich sehr besinnliche Töne: Die „offene Kirche auf Schalke“ ist auch da, mit dem Friedenslicht von Bethlehem, original aus der Geburtskirche importiert als Hoffnung für eine bessere, eine friedlichere Welt. 

Pfarrer Mattauch und seine beiden Mitstreiter von St. Joseph erläutern kurz die Weitergabe des Friedenslichts, das seit 1986 immer wieder um die Welt wandert und verbindet - und schon leuchtet auf dem festlich in den Schalker Gründungsfarben Rot und Gelb illuminierten Teil der Tribüne Kerze um Kerze auf, weitergegeben von einem Schalker zum anderen. Dazu gibt es ganz stilecht das Steigerlied, ein echter Gänsehautmoment. Und er hat sein helles Licht bei der Nacht schon angezündt… 

Wo man singt, da lass Dich nieder

Dann folgen „Wir sagen Euch an den lieben Advent“, „Macht hoch die Tür“, „Morgen Kinder wird’s was geben“ und „Stern über Bethlehem“. Das Textheftchen hilft über kleine Hänger bei den späteren Strophen hinweg. Für die musikalische Begleitung und den richtigen Ton sorgen der bereits aus den Vorjahren geschätzte Uwe Senftleben am Akkordeon und zwei neue Mitstreiter: Michael Hartel am E-Piano und der erst 15jährige Nils Heihaus am Cajón.

In der ersten kurzen Pause gibt es „Lady in Red“ als Bonustrack, dann geht es wieder weihnachtlich weiter: „Alle Jahre wieder“, „Ihr Kinderlein kommet“ und „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ klingen in die dunkle Kampfbahn und den Gelsenkirchener Nachthimmel hinaus. 

Die Schalker Familie

In der zweiten Pause verliest eine Mitwirkende der offenen Kirche eine etwas andere Weihnachtsgeschichte, in der ein armer Junge ganz ohne Geschenk vor der Wiege des einsamen Christkindes steht und ihm dann zu seiner großen Freude zeigt, wie es am Daumen nuckeln kann. Die Botschaft ist klar: Es kommt nicht auf materielle Gaben an, sondern auf die Bereitschaft, sich liebevoll mit seinem Gegenüber zu beschäftigen!

Auch „Leise rieselt der Schnee“, „Oh Tannenbaum“ und andere Klassiker dürfen nicht fehlen. Einfach schön! 

Glockenläuten für den Bergbau

Am kommenden Donnerstag, pünktlich zum „Tod“ der allerletzten Zeche Prosper Haniel in Bottrop werden auch in Gelsenkirchen alle Kirchenglocken läuten. Im Rahmen der Aktion #LichtbeiderNacht werden zudem in vielen, vielen Häusern nicht nur im Ruhrgebiet Fördertürme und Kerzen dem Ende des Steinkohlenbergbaus, der das Ruhrgebiet zu dem gemacht hat, was es heute ist, gedenken.

Dieses Ende einer großen Ära sorgt bei vielen für einen dicken Kloß im Hals, doch dieser wird mit dem letzten Liederblock wieder „weggesungen“. „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“, „Fröhliche Weihnacht überall“, „Oh Du fröhliche“ und natürlich „Stille Nacht“ runden den Reigen ab.

Blau und Weiß mit Gänsehaut und Special Effects

Krönender Abschluss soll dann das Vereinslied sein. Passend zum Bekenntnis „Blau und Weiß, wie lieb ich Dich“, wird auch die Tribüne illuminiert – und als wäre das noch nicht Gänsehaut genug, leuchten vor dem großen Graffito „Schalke & Nürnberg“ einige blaue und weiße Fackeln und Rauchtöpfe auf.

An dieser Stelle hätte Schluss sein können und alle wären mit einem prima Gefühl nach Hause gegangen. Doch auf Schalke geht immer noch ein Schüppchen mehr. Als der „offizielle“ Teil vorbei ist, singt das kleine gallische Dorf einfach noch einmal den Steiger unplugged. Weil wir es können.

Schalke ist und bleibt eben etwas ganz Besonders, der geilste Club der Welt halt – Glückauf!

 


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Tabelle

18. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Freiburg1822:28-621
13Düsseldorf1821:34-1321
14Schalke 041720:24-418
15Augsburg1826:31-515
16Stuttgart1814:38-2414

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