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DFB-Pokal in königsblau
Villingen wartet - Schalke kennt Knock-Outs und Kantersiege

5. August 2007: Schalke siegt im DFB-Pokal bei Eintracht Trier mit 9:0. (Foto: dpa)
5. August 2007: Schalke siegt im DFB-Pokal bei Eintracht Trier mit 9:0. (Foto: dpa)
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Gelsenkirchen – Rekordsiege, Auftaktniederlagen, Freilose und ein Erfolg am grünen Tisch mit weitreichenden Folgen. Vor dem Pokalspiel gegen den badischen Oberliga-Absteiger FV 08 Villingen blickt Matthias Salm auf die Erstrunden-Historie der Knappen zurück.

Insgesamt neun Mal blieb Schalke in seiner Pokalgeschichte schon in der ersten Runde in den Startlöchern stecken. Von bundesweit belachten Blamagen, wie sie einst beispielsweise den FC Bayern beim TSV Vestenbergsgreuth ereilte, blieben die Schalker allerdings verschont. Zuletzt erwischte es Königsblau in der Saison 2014/15 beim hoch motivierten Drittligisten Dynamo Dresden. In einer Saison, in der noch der FC Chelsea und Real Madrid auf den S04 warten sollten, mangelte es dem Team von Jens Keller beim klassentieferen Gegner an der nötigen Einstellung. Es war Schalkes erste Erstrunden-Niederlage nach 25 Jahren. 1989 hatte S04 unter Peter Neururer in einem Zweitliga-Duell an der Bremer Brücke in Osnabrück mit 1:3 in der Verlängerung den Kürzeren gezogen.

Zumeist gelang den Schalkern aber ein mehr oder weniger lockerer Aufgalopp in die Pokalsaison. So auch im allerersten Pokalwettbewerb 1935/36 mit einem 5:1-Auswärtssieg bei der SVG Göttingen 07. Auch die größte Sensation in der ersten Pokalrunde datiert aus den Zeiten des legendären Schalker Kreisels um Kuzorra und Szepan. 1938 unterlag S04 im Vorläuferwettbewerb des heutigen DFB-Pokals Victoria Hamburg trotz zweier Kuzorra-Tore 3:4 – nur knapp einem Monat, nachdem die Schalker noch glücklos im Finale um die deutsche Meisterschaft gegen Hannover 96 gestanden hatten. Der Fehlstart zeitigte aber keine gravierenden Folgen für die Moral der Knappenelf. Am Ende der Saison überrannte Blau-Weiß Admira Wien im Finale um die Deutsche Meisterschaft mit 9:0.

Der höchste Pokalsieg...

In der Saison 39/40 gelang S04 als amtierender Meister mit 13:0 beim Duisburger Stadtteilclub VfvB Alsum der bis heute höchste Sieg zum Pokalstart. Schon damals wichen Dorfmannschaften übrigens in größere Stadien aus, wenn die Schalker Fans anreisten. 12.000 Zuschauer wollten Deutschlands bestes Team im Duisburger Wedaustadion sehen.  Für den „Verein für volkstümliche Bewegungsspiele“ aus Alsum blieb das Debakel dennoch der Höhepunkt der nur kurzen Vereinsgeschichte. Der Verein verschwand später ebenso von der Landkarte wie das gesamte Rheindorf, das der Duisburger Industrie weichen musste.

Zweistellig wurde es auch 2011. Der Siebtligist FC Teningen – vielleicht ein gutes Omen für das Match gegen den FV 08 Villingen – war angesichts der zu erwartenden Schalker Massen ebenfalls ins Stadion des SC Freiburg umgezogen. 11:1 hieß es am Ende für die Elf von Ralf Rangnick – es hätten auch 20 Treffer sein können, beschrieb Lewis Holtby nach dem Spiel den Klassenunterschied. Allein Klaas Jan Huntelaar netzte viermal ein.

Vier Jahre zuvor hatte Halil Altintop mit einem verschossenen Foulelfmeter ein mögliches zweistelliges Ergebnis zunichte gemacht. Ausgerechnet beim Pokalschreck des Jahres 1997, dem Oberligisten Eintracht Trier, lief S04 im August 2007 zur Höchstform auf: Endstand 9:0.  Die Torschützenliste lässt manchen Schalker Fan heute noch träumen: Asamoah (3), Rafinha, Özil, Kurányi und Rakitic trafen u.a. für Königsblau. Auch ein Jahr zuvor hatte das Team von Mirko Slomka mit einem 9:1 bei der zweiten Mannschaft von Hansa Rostock die Zehner-Marke knapp verpasst. 

1952 beim Start des DFB-Pokals nach dem Krieg war der S04 dagegen weniger erfolgreich. Mit 1:2 unterlag Schalke bei Borussia Neunkirchen, damals wie S04 ebenfalls Oberligist. Danach dauerte es zwanzig Jahre, bis der FC Schalke im heimischen Parkstadion ausgerechnet gegen den Nachbarn aus Wattenscheid wieder einmal auf der Strecke blieb. Damals gab der DFB-Pokal auch noch nicht den Startschuss zur neuen Saison - das Spiel fand erst im Dezember statt.

Ohnehin änderten die DFB-Oberen mehrmals den Austragungsmodus. Mal wurde die erste Runde mit Hin- und Rückspiel ausgetragen, mal musste S04 nach einem Remis zum Wiederholungsspiel antreten. Zu Zeiten der Oberliga blieb der FC Schalke zumeist schon in der regionalen Qualifikation stecken. In der Saison 63/64 schaffte es S04 in die Hauptrunde und scheiterte an 1860 München – kein klassisches Erstrundenaus im heutigen Sinne, es war bereits das Achtelfinale. In der Saison 1991/92 galt es, den ostdeutschen Fußball in den DFB-Pokal zu integrieren. Wegen der erhöhten Zahl an Vereinen erhielt Schalke wie alle Bundesligisten in Runde 1 ein Freilos – um dann in Runde 2 bei Rot-Weiß Erfurt auszuscheiden.

Aus gegen Liga-Konkurrenz

Auch mussten die Bundesligisten zum Pokalstart früher nicht automatisch zu einem niederklassigen Verein reisen. So gehen die meisten Schalker Erstrunden-Niederlagen auf das Konto von Spielen gegen direkte Konkurrenten aus der Bundesliga. Zweimal in Folge scheiterte S04 so in den 1980er Jahren. 1980 gegen die Bundesliga-Konkurrenz aus Uerdingen daheim mit 2:5. Und nicht besser gelang der Start in der folgenden ersten Zweitligasaison. Nach einem Stotterstart in der Liga geriet das Team von Trainer Sigi Held beim Ligakonkurrenten KSV Hessen Kassel mit 1:4 unter die Räder.

In der Saison 86/87 unter Rolf Schafstall blieb Königsblau am Mainzer Bruchweg mit 0:1 erfolglos. Was sich heute nicht außergewöhnlich liest, war damals allerdings eine herbe Enttäuschung, schließlich kickte Mainz 05 zu jener Zeit noch im Amateurlager. Im Folgejahr meinte es die Losfee noch schlechter mit dem S04. Zur ersten Runde ging es zur Frankfurter Eintracht, wo die Hessen trotz zweier Tore von Olaf Thon mit einem 3:2-Sieg in die nächste Runde zogen.

Den ungewöhnlichsten Sieg in Runde 1 des DFB-Pokals errang Schalke 1971. Nach einem 3:1-Hinspielerfolg gegen Hertha BSC – wieder im Dezember –, scheiterten die Knappen im Rückspiel in Berlin klar mit 0:3. Weil für den Ungarn Zoltán Varga im Dress der Herthaner allerdings keine Spielgenehmigung vorlag, legten die Gelsenkirchener erfolgreich Protest ein. Die Partie wurde am grünen Tisch zugunsten des FC Schalke gewertet. Ein ungewöhnlicher Auftakt zu einer erfolgreichen Pokalsaison, die im Folgejahr mit dem Titel im Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern endete – und von Hertha-Fans heute noch als Grund für ihre tiefe Abneigung gegen den Club aus dem Revier angeführt wird.

 


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Tabelle

11. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Wolfsburg1115:17-212
13Bayer 041116:24-811
14Schalke 04118:15-710
15Nürnberg1111:24-1310
16Hannover1114:22-89

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