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Königsblauer Kommentar
Vorzeitig gehen? Echte Fans bleiben bis zum Abpfiff!

(Foto: Hein-Reipen)

Gelsenkirchen – Es gibt im Internet Millionen Tipps gegen zu frühes Kommen, doch unsere Autorin Susanne Hein-Reipen wünscht sich ein wirksames Rezept gegen vorzeitiges Gehen. Sie ärgert sich, wenn bereits vor Spielende die große Abwanderung beginnt.

Die große Leere

Bei der Heimniederlage gegen Werder Bremen war es besonders schlimm: Noch in der regulären Spielzeit klafften auf den drei Sitzplatztribünen unübersehbar tausende freier Plätze, deren Besitzer bereits den Heimweg angetreten hatten. Und um den Ausreden vorzubeugen: Die Massenflucht ist – leider! – kein Phänomen, das sich auf unterirdische Darbietungen und/oder späte Spiele beschränkt. 

Wie auch von Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann angemerkt, gab es auch im vorhergehenden Heimspiel gegen Mainz, als die wegen des Fehlstarts verunsicherte Mannschaft darum kämpfte, die knappe Führung zum erlösenden ersten Sieg zu retten, zahlreiche Zuschauer, die den Schlusspfiff nicht mehr in der Arena erlebten.

Bleibt doch zuhause!

Liebe „Schalker“, denen die ungehinderte Abreise wichtiger ist als die Unterstützung der Mannschaft: Bleibt doch einfach ganz zu Hause und überlasst die Karten echten Fans, die die Mannschaft auf dem Feld nicht im Stich lassen, um besser vom Parkplatz zu kommen! Die für 90 Minuten bezahlt haben und nicht wollen, dass die Mannschaft die Ehrenrunde vor leeren Rängen dreht. Die sich nicht rücksichtslos durch die Reihen drängen, um ein paar Minuten eher auf dem heimischen Sofa zu sein. 

Ja, ich weiß, Ihr könnt gehen, wann Ihr wollt, niemand kann Euch zwingen, sich das Gegurke länger anzutun, die Millionäre sollen erstmal liefern, Ihr müsst alle der kranken Großmutter noch Brot und Wein bringen undsoweiterundsofort. Verstehen muss ich das trotzdem nicht, warum Ihr gutes Geld für eine Karte hinblättert, um dann vorzeitig abzuhauen. Würde es Euch bei der Arbeit motivieren, wenn Eure „Kunden“ Euch nicht mehr zutrauen, einen vernünftigen Job zu machen, d. h. vielleicht doch noch etwas zu reißen?

Support ist kein Teilzeitjob

Die Niederlage gegen Bremen geht natürlich auf das Konto der Mannschaft. Manager Christian Heidel äußerte denn auch zähneknirschend Verständnis für die Pfiffe und die halbleere Arena. „Kein Problem aber schade“ sei es, „dass der eine oder andere früher geht. Das haben wir zu akzeptieren.“ Trotzdem: Geht Euch regelmäßigen Frühgehern Schalke so am Hintern vorbei, dass Euch der restliche Spielverlauf gleichgültig ist? Wie wäre es zur Abwechslung einmal damit, das Motto „Du gewinnst nie allein“ mit Leben zu füllen und die Mannschaft während des kompletten Spiels zu unterstützen? 

Ich gestehe, ich habe diebische Schadenfreude, wenn Euch dann das Leben bestraft und Ihr einen Last-Minute-Triumph verpasst. Letzte Saison der Ausgleich gegen Hertha, das späte 2:2 in Frankfurt und natürlich das4:4 von Naldo im Jahrhundertderby: Ich hoffe, Ihr habt Euch richtig fett geärgert!

Schalke und die Unterstützung unserer Mannschaft sind kein Halbtagsjob. Denkt bitte einmal drüber nach!  

Glückauf,

Susanne

 

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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
12Mainz 053446:57-1143
13Freiburg3446:61-1536
14Schalke 043437:55-1833
15Augsburg3451:71-2032
16Stuttgart3432:70-3828

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