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Der ein-geiler-Tag!-Spielbericht
"Wir brauchen keine Schale, wir scheißen auf Pokale, deutscher Vizemeister S04!"

(Foto: Hein-Reipen)
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Augsburg – Schalke 04 gewinnt mit 2:1 beim FC Augsburg und ist dank der gleichzeitigen Niederlage der schwarzgelben Konkurrenz nicht mehr vom zweiten Platz zu verdrängen. Die fast 5.000 mitgereisten Schalker Fans feiern ihre Vizemeister, eine tolle Saison, das Leben als Schalker und sich selbst. Susanne Hein-Reipen berichtet mitten aus dem fröhlichen Getümmel.

Augsburg ist trotz der weiten Entfernung ein beliebtes Reiseziel der königsblauen Truppe, weil es neben den handelsüblichen touristischen Annehmlichkeiten eine tiefblaue „ständige Schalker Vertretung“ in der Fuggerstadt gibt, in der einmal im Jahr der königsblaue Wahnsinn tobt: In die „geschlossenen Gesellschaft“ im „Bayerischen Haus am Dom“ vom Schalker Fast-Alles-Fahrer Jörg kommt an dem Tag, an dem Schalke in Augsburg antritt, nur rein, wer sich als Schalker outet. Das führt bereits am Freitagabend zu einigen verdutzten Gesichtern neutraler Touristen und viel, viel guter Laune.

Die perfekte Spielvorbereitung     

Am Samstagmorgen geht es nahtlos weiter, Gelsenkirchener Liedgut trifft bayrische Köstlichkeiten und der allgemeine Pegel steigt munter an. Unter königsblauem Himmel und strahlendem Sonnenschein fließt nicht nur das Bier in Strömen… Die Bitte der Ultras Gelsenkirchen, „alle im Trikot nach Augsburg“ ist auf fruchtbaren Boden gefallen. So ziemlich jedes Shirt, das Schalke einmal verkauft hat, läuft in mehr oder minder perfekter Passform herum. Ob Paddocks, R’Activ, Kärcher oder Veltins, alles an Gelsenkirchener Astralkörpern vertreten. 

Die Stimmung ist super, die Erwartungen an das Spiel noch überschaubar. „Irgendwie den einen verdammten Punkt holen“, der noch für die sichere CL-Teilnahme fehlt. Als die von Jörg eigens gecharterten Shuttlebusse kommen, ist Gruppenkuscheln angesagt. „Bitte in Zweierreihen übereinander aufstellen“ und „aber nicht der Gelbe!!!“ lauten die Parolen. Am Ende schaukeln drei sehr volle und sehr gut gelaunte Busse der WWK-Arena entgegen. Wenn im Bus keine Pinkel-, sondern eine Trinkpause angekündigt wird, weiß man, watt Sache ist. 

Ein stilvoller Abschied

Die Einlasskontrollen sind bekannt kleinteilig, insbesondere für die Schalkerinnen stehen trotz mit 30.660 Zuschauern ausverkauftem Haus zu wenig weibliche Ordner zur Verfügung, die Handtaschen auf links drehen und Lippenstifte aufschrauben können. Frauen beim Fußball scheinen in Bayern irgendwie nicht so richtig eingeplant zu sein, auch eine Damentoilette suchen die weiblichen Wesen in Block Y vergebens. 

Während im Schalker Block noch fleißig Luftballons aufgepustet werden, zieht die Heimkurve ein großes Banner für den scheidenden Marwin Hitz auf. „5 Jahre zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk – danke Marwin!“ ist dort zu lesen,  Blumen gibt es obendrauf. Der leise Hauch von Selbsterkenntnis, dass wechselwillige Spieler auf Schalke statt Dankesworten oft eher ein paar charmante Beleidigungen hinterhergeworfen bekommen, wird schnell mit einem kräftigen „BVBeeee H*rensöhöh-ne“ erstickt, wechselt der Schweizer Nationalkeeper doch ausgerechnet nach Lüdenscheid.

Schalke 04, für jetzt und alle Zeit…

Danach pflegen beide Kurven Launeund Liedgut. Gegen „Schalke, kämpft für uns‘re Farben, schießt uns nach Europa…“ kommt das Vereinslied „Du bist Glanz und Gloria unser FCA“ nur mit viiiiel Lautsprecherunterstützung an. Dazu geht eine buntgemischte Kindertruppe winkend auf die Stadionrunde, darunter auch einige kleine Schalker, die prompt mit den Gästeblöcken die Welle machen. Die Heimkurve hüllt sich komplett in Rot-Grün und präsentiert eine Choreo für „Ulrich Biesinger, Augsburger Legende 1933 – 2011“. Der Gästeblock wedelt enthusiastisch mit Fahnen und blau-weißen Ballons und startet eine 25minütige Schleife von „Schalke 04… für jetzt und alle Zeit“.

In der Schalker Startelf darf Mc Kennie auf der 6 ran, dazu ersetzt Di Santo Harit. Die Anfangsminuten und die erste dicke Chance gehen klar an die Hausherren, doch zum Glück trifft Finnbogason nur den Innenpfosten.

Kehrer per Hacke, Max kontert blitzschnell

Nach 20 Minuten beschließt die Schalker Mannschaft dann, auch am Spiel teilzunehmen und darf prompt jubeln: Ein Caligiuri-Freistoß landet bei Burgstaller, dieser drischt das Leder in den Strafraum und Kehrer vollendet per Hackentrick. 0.1, 23. Minute, jaaaaaaaaaaaaa! Sofort wird der ohnehin schon hohe Stimmeinsatz von „Für jetzt und alle Zeit“ verdoppelt, dann folgt eine gänsehautlaute Version von „Eine Stadt erstrahlt in Blau“.

Doch die Freude währt nicht allzu lange. Vor dem Schalker Sechzehner gibt es eine harmlose Rangelei, der sehr konfuse Schiedsrichter Dr. Kampka pfeift Freistoß – und noch während die Schalker diskutieren, liegt das Leder über Baier und Max blitzschnell im Netz. Das 1:1 (25.) zählt trotz heftiger Schalker Proteste; Burgstaller regt sich so auf, dass er Gelb sieht. Der Stadionsprecher/schreier eskaliert, die Schalker Kurve intoniert einmal mehr in dieser Saison das Mantra „Scheiß DFB“. „Gefühlt erwischen wir immer die Gurkenschiris“ moppert ein beleibter Schalker.

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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3492:286484
2Schalke 043453:371663
3Hoffenheim3466:481855
4Dortmund3464:471755

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