Nach der Klatsche in München
Fünf Gegentore für die SF Lotte: So könnte die Saison schwierig werden

(Foto: Schulte)
Wollen auf große Reise: Die Fans der Sportfreunde Lotte. (Foto: Schulte)

München – Geht es nach den Buchmachern, waren die Sportfreunde Lotte schon vor dem Start in die Drittliga-Saison ein heißer Abstiegskandidat. Die Rolle ist für die Westfalen keine neue, zweimal zeigten sie es ihren Kritikern – wenn im Vorjahr auch knapp. Dass den SFL wieder eine schwere Spielzeit bevorstehen wird, ist schon nach 180 gespielten Minuten offensichtlich.

Dass das Auftakt-0:0 gegen den SV Meppen zu wenig sein könnte, den Gedanken hatten einige Lotter möglicherweise im Hinterkopf. Vieles hing davon ab, wie sich die Sportfreunde bei 1860 München präsentieren würden, dem nicht ganz normalen Drittliga-Aufsteiger mit der großen Historie.

Beim ungleichen Aufeinandertreffen im Stadion an der Grünwalder Straße wurden die SF Lotte schließlich nach allen Regeln der Kunst vorgeführt: 1:5 hieß es nach 90 bitteren Minuten, in denen die Sportfreunde um Trainer Matthias Mauksch viel zu viele Fehler anboten und die Löwen diese eiskalt ausnutzten. Beim 0:1 fehlte die Zuordnung infolge eines Freistoßes aus dem Halbfeld, das 0:2 legte Keeper Steve Kroll unfreiwillig auf.

„Die Köpfe gingen nur noch nach unten“

Beim 0:3 bekam die Defensive den ohnehin stets alle Freiheiten bekommenden Adriano Grimaldi wieder einmal nicht in den Griff, beim 0:4 wiederholte sich der Fehler des ersten Gegentors und beim 1:5 hatten die SF Lotte, der Treffer fiel kurz vor Schluss, schon längst entnervt mit dem Spiel abgeschlossen.

Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung sprach Verteidiger Adam Straith offen ein Mentalitätsproblem an. „Nach dem 0:2 gingen die Köpfe nur noch nach unten“, sagte der Kanadier nach Spielende. „Alle haben die Sicherheit und Souveränität verloren. Das tut einfach nur weh.“ Nachdem gegen Meppen zunächst die Offensive eine harmlose Vorstellung produzierte, wurde zu allem Überfluss jetzt die Verteidigung vorgeführt – keine guten Voraussetzungen für die anstehende Saison.

Ein Youngster ist der einzige Lichtblick

Immerhin einen Lichtblick gab es aber: Den Ehrentreffer des eingewechselten Talentes Sinan Karweina – der 19-Jährige kam aus der Juniorenabteilung des 1. FC Köln nach Lotte und legte das an den Tag, was den Startelfspielern abgegangen war: ein guter Laufweg, eine starke Ballmitnahme und ein starker Abschluss aus vollem Lauf.

„Das ist sehr wichtig für mich“, sagte er gegenüber Telekom Sport nach Abpfiff. Nun wolle er sich im Training weiter für die erste Elf aufdrängen – vielleicht wird er von Trainer Mauksch schon am Mittwoch gegen Großaspach belohnt. Abgeschlossen wird die Englische Woche am kommenden Montag mit der kurzen Auswärtsfahrt zu Preußen Münster.

 

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